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    av-Test

    B & W PV1 (Test)

    1. Februar 20084 Minuten Lesezeit

    B&W PV1 – Subwoofer für 1.500 Euro

    Test B&W PV1 Sub kleinHarte physikalische Fakten führten zum kugelförmigen Design des kleinen Aktivwoofers von Bowers & Wilkins. Das sieht gut aus und klingt auch noch formidabel.

    Die englische Bezeichnung "pressure vessel" bedeutet Druckbehälter und gab dem PV1 seinen Namen. Der Aktiv-Subwoofer des britischen Herstellers Bowers & Wilkins ist mit seiner Kugelform ein echter Blickfang im Wohnzimmer.

    Technik

    Doch den Entwicklern ging es nicht nur um extravagante Optik, sondern auch um Technik. Wie von Tiefsee-Tauchglocken bekannt, hält eine Kugel hohem Druck wesentlich besser stand als ein Würfel. Dieses Prinzip machte sich B&W zunutze, denn es gilt genauso für Schallwellen, speziell bei kompakten Subwoofern, die im Inneren einen hohen Druck aufbauen.
    Dort arbeiten beim PV1 zwei Treiber Rücken an Rücken und eliminieren wechselseitig ihre Be­­schleunigungsenergie, was die Druckschwankungen verringert. Die Sandwich-Membranen der Tieftöner bestehen aus Glimmer, einem Polystyrol-Füllstoff sowie Aluminium und sollen mit ihrer hohen Steifigkeit zum sauberen, druckvollen Atmen des Sub beitragen. Angebtrieben werden die zwei 200-Millimeter-Treiber per Schaltnetzteil von kompakter 500-Watt-Digitalelektronik, die ihre Wärme über die kühlende Aluminiumhaut abgibt.

    Test B&W PV1 Sub
    Drei Bassentzerrungen stehen am EQ-Regler zur Verfügung. Der regelbare
    Tiefpass stellt für die Lautsprechereingänge die Frequenz zwischen 40 und 140 Hertz ein.

    Ein mit weichem Gummi ausgekleideter Fuß verhindert das Wegrollen des PV1. Er dient zugleich als optisch gut getarnter Anschlussport für den AV-Receiver und schleift das Tieftonsignal optional zu einem weiteren Subwoofer durch. Alternativ steht eine FCC68-Telefonbuchse zur Verfügung, die über ein mitgeliefertes Kabel den Kontakt zu Stereo-Endstufen herstellt. Über diesen Lautsprecher-Eingang lässt sich die Monosumme aus zwei Kanälen bilden und die obere Grenzfrequenz des Subwoofers zwischen 40 und 140 Hertz flexibel einstellen. Die Line-In-Buchse bleibt davon unberührt auf 80 Hertz fixiert. Regler an der Seite dienen zur Einstellung von Pegel und Phase. Auch die Tiefbassentzerrung lässt sich in drei Stufen anpassen, was den maximal möglichen Schalldruck beeinflusst.

     

    Tonqualität

    Per Lasertechnik ermittelten die B&W-Entwickler bei ihrer Kugel um 20 bis 40 Dezibel geringere Vibrationen als bei herkömmlichen Subwoofer-Gehäusen. Und tatsächlich: Selbst bei voll aufgedrehter Lautstärke spürt man kaum Gehäusevibrationen, wenn man die Hand auf den PV1 legt. Bis zu seiner maximalen Pegelgrenze klingt der Subwoofer ebenso schwungvoll wie artikuliert und zieht so locker in den Frequenzkeller, wie man es ihm angesichts seiner relativ geringen Größe gar nicht zutraut. Der absolut satte Tiefbass in "Ballingall Hotel" von Greg Brown massiert das Zwerchfell auf’s Angenehmste, und selbst die subsonisch gezupften Basssaiten in "One more day" von Friend ’n Fellow drückt der PV1 souverän in den Hörraum. An den audiophilen Qualitäten dieses Designer-Subwoofers gibt es rein gar nichts auszusetzen.

    Die kugelrunde Optik des Subwoofers reduziert Vibrationen und
    Störgeräusche hör- und spürbar. Auch ohne Spikes steht der PV1
    sicher auf der Stellfläche an seiner Unterseite. Sein Alugehäuse
    gibt es in Schwarz, Weiß und Silber.

    Nur wenn es im Heimkino derb zugeht, etwa wenn Plankenschläge wie in "Fluch der Karibik 2" den Schiffskörper erzittern lassen sollen, kommt der PV1 nicht ganz mit. XXL-Tiefbass­impulse sind seine Sache nicht, denn seine Belastungsgrenze erreicht er schnell und plötzlich. In der tiefsten tonalen Bass­abstimmung schafft er gerade mal 99 Dezibel, mit einem zweiten Woofer im Einsatz ließe sich der Schalldruck jedoch auf 105 dB steigern.

    Fazit

    Die Pegelfestigkeit ist zwar begrenzt, dennoch verblüfft das satte Tiefbassfundament des kleinen PV1 von B&W. Der kugelige Subwoofer spielt gerade mit Musik sehr sauber auf und überzeugt mit reichen Klangfarben. In größeren Heimkinos sollte man ihn aber mindestens paarweise einsetzen.

     

     

    Technische Ausstattung und Bewertung 

     

     

    Der Testbericht B & W PV1 (Gesamtwertung: 66, Preis/UVP: 1500 Euro) ist in audiovision Ausgabe 2-2008 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

    • B&W PV1 (audiovision 2/2008)In den Warenkorb

      B&W PV1 (audiovision 2/2008)

      PDF-Download €1,99

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