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    av-Test

    Raumfeld Soundbar (Test)

    31. Mai 20164 Minuten Lesezeit

    Hängt der Fernseher an der Wand oder steht er in bzw. auf einem Sideboard. Die Antwort entscheidet in der Regel darüber, ob ein Sounddeck oder eine Soundbar Einzug ins Wohnzimmer hält. Raumfeld hat beide Lösungen im Sortiment (Test des Sounddecks auf Seite 64) und beweist, dass beide Konzepte klanglich auf einem Niveau spielen können. Die Bar-Variante kostet allerdings 400 Euro mehr, nicht zuletzt wegen des Subwoofers (siehe Kasten „Der Sofa-Subwoofer“). Der Class-D-Verstärker der WLAN-Soundbar generiert eine Leistung von 180 Watt für insgesamt sechs 70-Millimeter-Töner. Aus einem Meter Entfernung bedeutet dies einen satten Schalldruck von 102 Dezibel. Für die problemlose Wandmontage wird der 8,6 Kilo schwere Klang-riegel mit Wandhalter ausgeliefert, zudem gehört ein schicker Standfuß zum Paket.

    Wellenfeld-Technologie

    Raumfeld_Soundbar-PCVerzichten müssen Heimkino-Fans hingegen auf ein Display, um den aktuellen Lautstärke-Level oder Zusatzinformationen wie die gewählte Quelle oder den eingestellten Soundmodus abzulesen. Ebenfalls spielen für den Hersteller Decoder für die digitalen Tonformate Dolby Digital und DTS keine Rolle, was Punkte kostet. Raumfeld verweist darauf, dass für raumfüllenden Klang bei der Soundbar die Wellenfeld-Technologie sorgen soll. Außerdem würden Formate wie Dolby Digital und DTS bei Soundbars nur einen begrenzten Mehrwert bieten, weil sie bei deren kompakter Bauweise kein klanglich überzeugendes Panorama erzielen könnten – eine Auffassung, die wir nur bedingt teilen. Doch auch bei PCM-Zuspielung von Blu-ray-Player und Fernseher  begeistert die Soundbar durch einen enormen Raumklang unabhängig vom Hörplatz. Über die Fernbedienung lassen sich vier vorprogrammierte Setups aufrufen, wobei der Klangteppich entweder schmal (Stereo) oder breit (Arena) ausgerollt werden kann. Besonders angenehm, weil warm und sehr gut verständlich, fallen Stimmen von Schauspielern oder die Sprecher in Dokumentationen aus. In dieser Disziplin gefällt uns die Soundbar sogar noch eine Nuance besser als das hauseigene Sounddeck.

    Tiefe Töne werden spürbar

    Ansonsten ist die positive Klangcharakteristik fast identisch. Lediglich der separate Aktiv-Subwoofer (siehe Kasten „Der Sofa-Subwoofer“) legt im Bassbereich eine Schippe drauf und macht Vibrationen, die der Helikopter beim Flug über Abraumhalden in „Deutschland von oben“ durch seine Rotorblätter verursacht, auch vor dem Bildschirm spürbar. Ob Möwen-geschrei über der Nordsee oder Stimmengewirr und der plätschernde Eisbach im Englischen Garten in München – der Soundbar gelingt es, eine sehr realistische Atmosphäre zu erzeugen, die den Zuschauer förmlich zum Teil der Handlung werden lässt. Einzelne Klangkulissen wie Hintergrund-musik, Sprecher und Umgebungsgeräusche fächert der Klang-riegel präzise auf. Die tonale Dynamik wirkt angenehm, ohne dass die Soundbar zu akustischen Übertreibungen tendiert.

    Die Soundbar kann entweder per WLAN oder über ein Ethernetkabel ins Netzwerk eingebunden werden – Voraussetzung, um die Streaming-Optionen zu nutzen.
    Die Soundbar kann entweder per WLAN oder über ein Ethernetkabel ins Netzwerk eingebunden werden – Voraussetzung, um die Streaming-Optionen zu nutzen.

    Der Sofa-Subwoofer
    Auch wenn der 14 Kilogramm schwere Aktiv-Subwoofer mit Class-D-Verstärker, 240 Watt Leistung und drei Tieftönern mit Seitenflanken aus Aluminium ein echter Hingucker ist, so kann er dennoch problemlos unter einem Sofa versteckt werden. Die geringe Bauhöhe von 12 Zentimetern macht‘s möglich. Zudem kommuniziert der Woofer auf Wunsch per Funk mit der Soundbar, sodass keine unnötigen Strippen verlegt werden müssen. Auf Wunsch ist auch eine klassische Verkabelung möglich. Die untere Grenzfrequenz reicht bis 35 Hertz, die Rückseite zieren Eingangspegelregler, Frequenzregler und Phasenregelung für individuelle Anpassungen an die räumlichen Gegebenheiten.

    Mit drei Tieftönern mit je 130 Millimetern Durchmesser und Seitenflanken aus Aluminium macht der Raumfeld-Subwoofer auch optisch was her.
    Mit drei Tieftönern mit je 130 Millimetern Durchmesser und Seitenflanken aus Aluminium macht der Raumfeld-Subwoofer auch optisch was her.

    Die Verbindung zum Fernseher wird entweder über den HDMI- oder den optischen Digitaleingang hergestellt. Wie das Sounddeck beherrscht die Soundbar im Zusammenspiel mit der Raumfeld-App auch das Streamen von hochauflösenden Audio-Dateien mit 24 Bit und 192 Kilohertz.

    Optisch ein Leckerbissen: Die Raumfeld-Soundbar wird mit Standfuß geliefert und kann alternativ aufgehängt werden. Die Verbindung zum Subwoofer erfolgt per Kabel oder via Funk. In den Klangriegel hat der Hersteller sechs 70-Millimeter-Töner und einen Class-D-Verstärker verbaut, der 180 Watt liefert.
    Optisch ein Leckerbissen: Die Raumfeld-Soundbar wird mit Standfuß geliefert und kann alternativ aufgehangen werden. Die Verbindung zum Subwoofer erfolgt per Kabel oder via Funk. In den Klangriegel hat der Hersteller sechs 70-Millimeter-Töner und einen Class-D-Verstärker verbaut, der 180 Watt liefert.

    Raumfeld_Soundbar-Wertung_neu

    AuVi_AWARD-Highlight

    Der Testbericht Raumfeld Soundbar (Gesamtwertung: 87, Preis/UVP: 1300 Euro) ist in audiovision Ausgabe 5-2016 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

    • Raumfeld Soundbar (audiovision 05-2016)In den Warenkorb

      Raumfeld Soundbar (audiovision 05-2016)

      PDF-Download €1,99

    AV-Fazit

    87 sehr gut

    Wummernde Bässe, eine breite Klangbühne und hochauflösendes Musik-Streaming – die Raumfeld-Soundbar spielt groß auf und ist damit mehr als eine Sounddeck-Alternative.

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