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    Projektoren

    Optoma ZK810T (Test)

    12. Juli 202612 Minuten Lesezeit

    Der ZK810T ist einer der ersten ProAV-Projektoren von Optoma, der mit Blick auf die Umwelt entwickelt wurde. So besteht das Gehäuse zu 50 Prozent aus recycelten Kunststoffen. Uns interessiert hingegen, wie er sich im Heimkino schlägt.

    Der 6.500 Euro teure Optoma ZK810T wurde nicht nur mit Hinblick auf den Heimkino-Einsatz konzipiert, sondern auch für den professionellen Dauereinsatz in Bildungseinrichtungen, Museen und Simulatoren – wovon die Möglichkeit eines 24-Stunden-Betriebs zeugt. Satte 14,5 Kilogramm bringt das Gehäuse auf die Waage, das eine überschaubare Stellfläche von 48,6 x 43,3 Zentimetern aufweist. Mit einer Leistungsaufnahme von 424 Watt im hohen Laserlichtmodus ist der ZK810T genügsam für einen Projektor, der nominell eine Lichtausbeute von 8.500 Lumen besitzt.

    Beim äußerlichen Auftritt des Optoma waren wir überrascht, denn der ähnelt stark dem SIM2 UltraNero 4, den wir erst vor Kurzen in unserem Messlabor begrüßen durften. Was es damit auf sich hat, erfahren Sie im Kasten auf der nächsten Doppelseite.

    Ausstattung und Technik
    Kernstück des Optoma ZK810T ist der kleinere 0,47-Zoll-Chip von Texas Instruments mit nativer Full-HD-Auflösung. Mit XPR-Shift können Bildsignale bis zu 3.840 x 2.160 Pixel verarbeitet und projiziert werden. Die Lebensdauer der Laser-Phosphor-Hybrid-Lichtquelle (Halbierung der Helligkeit) wird seitens des Herstellers mit 30.000 Stunden beziffert. Ein weiterer Vorteil der Laser-Phosphor-Lichtquelle liegt darin, dass technologisch bedingt kein Laserspeckle auftreten kann.

    Unterstützt werden HDR10 und Hybrid Log Gamma (HLG) für HDR-Inhalte, ein dynamisches Tone-Mapping fehlt hingegen (siehe Kasten).

    Die hell hintergrundbeleuchtete Tastatur sorgt dafür, dass die große Fernbedienung in dunkler Umgebung bestens nutzbar ist. Die Beschriftung auf den einzelnen Tasten ist sehr gut zu lesen. Ebenfalls positiv sind die Direktwahltasten für Fokus, Zoom und Lens-Shift.

    Alle Anschlussports befinden sich auf der Rückseite: Zwei HDMI-Eingänge sind nicht besonders üppig bemessen, dafür gibt es zusätzlich einen HDMI-Out, um das Bildsignal zu einem zweiten Projektor für eine Stack-Projektion weiterzuleiten. USB- und LAN-Schnittstellen sind für die Steuerung mit externen Controllern vorgesehen. Das eingelassene Tastenfeld ermöglicht alle Einstellungen, falls keine Fernbedienung zur Hand ist. Ein Aus-Schalter ist nur noch selten anzutreffen, dieser trennt den Beamer vom Stromnetz.
    Statisches Tone-Mapping
    Der Optoma ZK810T wurde lediglich mit einem statischen Tone-Mapping ausgestattet. Das überrascht, da viele Mitbewerber in dieser Preisklasse über ein dynamisches Tone-Mapping verfügen, um HDR-Filme in bestmöglicher Qualität zu projizieren.

    Natürlich bietet Optoma eine Möglichkeit, um die Darstellung von High-Dynamic-Range-Inhalten zu verbessern. Dazu gehört der Regler HDR-Helligkeit. Dieser ändert in 10 Schritten die EOTF-Kurve (Electro-Optical Transfer Function), so dass die Helligkeit zwischen Schwarz und Weiß veränderbar ist. Unsere Analyse ergibt, dass sich auf HDR-Helligkeit 6 das beste Ergebnis in den von uns untersuchten Filmen einstellt. Sogar in „Sully“ sind alle Signale auf den Displays erkennbar, wenn der Flugzeugkapitän nachts über dem Times Square joggt. Dabei ist das Bild herrlich hell.

    HDR-Helligkeit 4 ist ab Werk eingestellt, das Bild wirkt zu dunkel.
    HDR-Helligkeit 10 ist maximal möglich, dann wirkt das Bild allerdings zu hell.
    HDR-Helligkeit 6 bietet die beste Balance, weil bis 7.000 Nits alle Abstufungen reproduziert werden.
    Die Verwandtschaft des Optoma ZK810T mit dem Sim2 UltraNero 4
    Der Sim2 UltraNero 4 (Test in 9-2025) kostet mit 29.000 Euro mehr als das Vierfache des Optoma TK810T. Trotzdem gleich er ihm – bis auf die Standfüße – wie ein Ei dem anderen, die Rückseite mit den Anschlüssen ist sogar identisch. Bei den Innereien tun sich hingegen große Unterscheide auf, wenn auch zum Teil erst auf den zweiten Blick. Denn das On-Screen-Menü kommt schon mal weitgehend gleich daher, lediglich die Bezeichnungen der Bildmodi unterscheiden sich. Die „LCC“-Modi des Sim2 sind ab Werk kalibriert. Dem stehen die Bildmodi „Lebendig“ und „Hell“ des Optoma nur geringfügig nach. Darüber hinaus besitzt der Sim2 „Perfect Fit“ und fünf Speicher, um die Bildformate digital innerhalb einer 21:9-Leinwand anzupassen und abzulegen. Dieses Feature mit derselben Speicheranzahl hat der Optoma ebenfalls, nennt es aber „Objektivspeicher“. Während der Sim2 es ermöglicht, per Tastendruck auf der Fernbedienung direkt in dieses Speichermenü zu gelangen, um die Seitenverhältnisse zu wechseln, muss man dafür beim Optoma den umständlichen Weg über das OSD gehen. On-Off- und Inbild-Kontrast sind vergleichbar, sowohl statisch als auch dynamisch. Ebenso sind das motorische Zoomobjektiv mit dem Projektionsverhältnis und „Warping“ praktisch identisch.

    Das führt uns zu den signifi kanten Unterschieden: Der Optoma ZK810T ist kalibriert bis zu 1.300 Lumen heller. Der UltraNero 4 bietet mit 711:1 dafür einen doppelt so hohen ANSI-Kontrast; der DCI-P3-Farbraum wird beim Sim2 mit 97 Prozent abgedeckt und nicht nur mit 83 Prozent. Darüber hinaus hat Sim2 dem UltraNero 4 ein dynamisches Tone-Mapping spendiert, was in Summe zu einem brillanteren und plastischeren HDR-Bild führt, gegenüber dem statischen Tone-Mapping des Optoma ZK810T. Letztendlich haben die Ingenieure von Sim2 den UltraNero 4 so weiterentwickelt, dass er 24-, 50- und 60-Hz-Signale originalgetreu und ruckelfrei darstellt, während der ZK810T alle Bildsignale mit 60 Hz und demzufolge mit 3:2-Pulldownruckeln projiziert. All das schlägt sich in unserer Gesamtwertung nieder. Während der Sim2 mit 96 Punkten in unsere Referenzklasse einzieht, kommt der Optoma lediglich auf 81 Zähler – was in seiner Preisklasse aber nicht zu verachten ist.

    Der Sim2 UltraNero 4 sieht dem Optoma ZK810T überraschend ähnlich.

    Für Farbanpassungen ist ein vollständiges 6-Achsen-Color-Management-System implementiert, das neben Reglern für die Primär- und Sekundärfarben eine Weißpunkteinstellung beherbergt. Das Gain/Offset-Preset bietet nur die RGB-Offset- Regler für den Graustufenverlauf. Darüber hinaus sind alle relevanten Gamma-Presets vorhanden.

    8-Punkte-Warping bietet die Möglichkeit, das Bild digital an eine Panoramaleinwand anzupassen. Das 1,6-fache Zoomobjektiv mit +/-55 Prozent vertikalem und +/-25 Prozent horizontalem Lens-Shift ist motorisiert. Via Fernbedienung lässt sich das Bild daher bequem ausrichten.

    Besitzer einer Cinemascope-Leinwand profitieren vom „Objektivspeicher“, in dem bis zu fünf Bildformate abgelegt und auf Knopfdruck aufgerufen werden können. Die Anpassung auf der Leinwand erfolgt digital (Bildsignal wird auf dem Chip verkleinert), was mit Auflösungsverlusten einhergeht – dafür bleibt die Lichtausbeute in allen Seitenverhältnissen konstant.

    Optoma hat im Projektor eine dynamische Kontrastregelung implementiert. Diese ist im Menü unter dem Reiter „Dynamischer Kontrast“ zu finden und heißt „Dynamisches Schwarz“. Die Geschwindigkeit der Arbeitsweise lässt sich in 160 Stufen anpassen, die Stärke in 3 Schritten und der Level reicht von 50 bis 100 Prozent, um Schwarzwert und Kontrastumfang im Bild zu verbessern. Wenn „Dynamisches Schwarz“ aktiv ist, steht das Feature „Extremes Schwarz“ nicht zur Verfügung, das bei einer Schwarzblende die Laserdioden ausschaltet.

    Zwei Lautsprecher mit jeweils 10 Watt sind verbaut, die jedoch einen dünnen wie drucklosen Ton erzeugen, der nur als Notbehelf taugt. Auf Smartfunktionen mit Apps und Streamingdiensten sowie eine Zwischenbildberechnung muss man verzichten, dafür werden gleich zwei 3D-Varianten unterstützt (siehe Kasten nächste Doppelseite).

    Installation und Bedienung
    Die Anschlussbuchsen auf der Rückseite sind leicht zugänglich und gut lesbar beschriftet. Die Kabel sitzen fest in den Ports, nichts wackelt, so dass eine störungsfreie Signalübertragung gewährleistet ist. Rund 20 Sekunden braucht der ZK810T, um hochzufahren und das zugespielte Bildsignal auf der Leinwand darzustellen. Das Herunterfahren geht ebenso schnell. Wenn der Ausschalter auf der Rückseite des Projektors betätigt wird, liegt die Leistungsaufnahme bei 0 Watt. Im Stand-by beträgt sie 3,4 Watt.

    Die Ausrichtung in Waage ist einfach, da sich die Füße zur Nivellierung herausdrehen lassen. Der Optoma besitzt kein Offset, sondern strahlt zentrisch ab. Das Lens-Shift ist aber groß genug bemessen, um das Bild vertikal komplett auf die Leinwand zu bringen, selbst wenn der Lichtwerfer oberhalb bzw. unterhalb der Leinwand platziert ist. Dank des 1,6-fachen Zooms kann eine 2,50 Meter breite 16:9-Leinwand aus einer Distanz von 3,15 bis 5,00 Meter vollständig ausgefüllt werden.

    In den Menüs befindet sich der Punkt „Dynamisches Schwarz“. Hierbei handelt es sich um eine dynamische Helligkeitsregelung, die etliche Anpassungen ermöglicht.
    Unter Farbabstimmung können nicht nur RGBCMY, sondern überdies Weiß eingestellt werden. Bei Weiß handelt es sich um die „RGB-Gain“-Regelung.
    Statisches Tone-Mapping: „Elvis“ von der 4K-Blu-ray wird nur in HDR10 vom Player ausgegeben, weil der Projektor kein HDR10+ unterstützt.
    Unsere Makroaufnahme zeigt, dass der ZK810T via XPR-Shift lediglich vertikale UHD-Linien in Pixelauflösung abzubilden vermag.
    Die Ausschnittsvergrößerung stellt das Geländer im Vordergrund, den Schriftzug „STADTRUNDFAHRT“ und das Hamburg-Wappen gestochen scharf dar.
    3D in der Praxis
    Optoma bietet zwei 3D-Technologien im ZK810T: DLP-Link und Radiofrequenz Signal (RF). Auf der Rückseite des Projektors befinden sich dafür zwei 3D-Anschlüsse. Diese sind für einen optional erhältlichen RF-Emitter vorgesehen, den Optoma derzeit aber nicht anbietet. Als zweite 3D-Technologie lässt sich beim ZK810T die DLP-Link-Technik nutzen, welche die Synchronisation von Brille und Projektor klassisch via Grünblitz erzeugt. In beiden Fällen kommen aktive Shutterbrillen zum Einsatz.

    Aufgrund der hohen Helligkeit ist der ZK810T wie geschaffen, um 3D-Inhalte zu projizieren. Hinter der 3D-Brille messen wir überwältigende 1.600 Lumen. Mit 120 Hz ist kein Helligkeitsflackern vorhanden, Crosstalk-Effekte in Form von Geisterbildern und einen Regenbogen-Effekt gibt es nicht. In „Avatar: The Way Of Water“ tauchen wir richtig tief ein, dank der sensationellen räumlichen Staffelung und gelegentlichen Popout-Effekten. Als es Richtung Pandora geht, leuchten sowohl die Raumschiffantriebe als auch die Sterne im Weltall so strahlend hell, wie wir es noch mit keinem anderen Heimkino-Projektor dieser Preisklasse erlebt haben. Das 3D-Bild besticht überdies mit seiner fantastischen Schärfe und den natürlichen Farben.

    Der 3D-Sync-Anschluss ist für einen externen 3DEmitter und die Kopplung mit einem zweiten Projektor.
    Exzellente Farben bietet der 3D-Modus, weil der Grünblitz durch die 3D-Brille komplett unterdrückt wird.

    Sämtliche Einstellungen erfolgen mit der Fernbedienung, deren Tastatur hintergrundbeleuchtet ist, so dass die Bezeichnungen auch in dunkler Umgebung bestens lesbar sind. Die Navigation durch die On-Screen-Menüs ist mitunter etwas träge, so benötigt der HDMI-Handshake für den Signalwechsel rund 10 Sekunden – das sollte schneller gehen.

    Da es keine programmierbaren Tasten auf dem Controller gibt, muss für den Bildformatwechsel (zum Beispiel von 16:9 auf 2,39:1) umständlich durch die Menüs zur passenden Speicherbank navigiert werden. Praktisch finden wir hingegen, dass das Gerät selbstständig auf den letzten genutzten Bildmodus zugreift, den wir für 3D, SDR und HDR verwendet haben.

    Licht und Farbe
    In der Werkseinstellung nutzt der Optoma ZK810T den Bildmodus „Hell“, der mit 8.250 Lumen nur 3 Prozent unter der beworbenen Maximalhelligkeit liegt. Die Farbtemperatur fällt mir 6.600 Kelvin bereits sehr gut aus. Allerdings ist der Gammaverlauf mit 1,8 viel zu niedrig, daher schalten wir für die Kalibrierung in den Bildmodus „Lebendig“, der mit nur wenigen Anpassungen satte 7.000 Lumen liefert. Ganz einfangen lässt sich Grün leider nicht, so dass der Graustufenverlauf in den mittleren IRE-Werten etwas auseinanderdriftet. Das Resultat sind noch akzeptable 3,8 DeltaE im Durchschnitt. In der Praxis fällt die Abweichung nicht auf, Schwarz-Weiß-Testbilder sehen farbneutral aus. Als Basis für die Kalibrierung nutzen wir das Preset „Gamma 2,4“ und die Farbtemperatur „Kühl“.

    Die Helligkeit reicht aus, um in einem dunklen Heimkinoraum Bildbreiten bis 8,40 Meter (HDTV) mit 16 Footlambert respektive 6,00 Meter (HDR) mit 32 Footlambert zu beleuchten – oder im Wohnzimmer entsprechend kleinere Diagonalen bei zunehmendem Umgebungslicht.

    Der Farbraum Rec.709 wird erwartungsgemäß mit 100 Prozent abgedeckt. Positiv vermerken wir die natürliche Darstellung der Primär- und Sekundärfarben, weil wir für die Ausschöpfung der Maximalhelligkeit „Brilliant Color“ auf Maximum in die Kalibrierung einbeziehen. Für High Dynamic Range nutzen wir den Farbraum DCI-P3. Dieser wird hingegen mit lediglich 83 Prozent abgedeckt. Das ist nur etwas mehr als Rec.709, entsprechend entsättigt werden die Farben dargestellt. Vor allem Rot und Grün haben wir bei der HDR-Konkurrenz schon deutlich satter gesehen.

    Die Ausleuchtung (Color Uniformity) ist mit 95 Prozent wiederum sehr gut. Von der Mitte bis zum Rand sind weder Helligkeitsabfall noch Farbverschiebungen auszumachen, weil alle Abweichungen unter der Wahrnehmungsschwelle von 10 Prozent liegen.

    „West Side Story“ in HDR belegt, wie gut dem ZK810T Durchzeichnung und Feinauflösung gelingen. Es legt außerdem die blassen Farben offen und das suboptimale Schwarz.

    Dynamischer Kontrast
    Der statische On/Off-Kontrast beträgt 1.280:1 und kann mit „Dynamisch Schwarz“ auf 14.175:1 (Stellung 3) gesteigert werden. Der In-Bild-Kontrast erzielt mit 1-Prozent-ADL respektable 1.213:1. Der ANSI-Kontrast liegt mit 331:1 auf dem Niveau der ähnlich teuren Konkurrenz von Sony, Epson und JVC. Der native Schwarzwert schwächelt wiederum im Vergleich mit 5,47 Lumen deutlich. Hier sollte man aber berücksichtigen: Dieser Wert ist der hohen Lichtausbeute geschuldet und verbessert sich durch Reduzierung der Laserlichtleistung oder durch die Nutzung von „Dynamisch Schwarz“ auf 0,54 Lumen.

    HDR-Signale werden von 0 bis 10.000 Nits vom statischen Tone-Mapping reproduziert. Für eine bessere HDR-Helligkeit senken wir die Signalwiedergabe auf 7.000 Nits. Da die meisten neuen Filme kaum über 4.000 Nits gemastert werden, nehmen wir die höhere Lichtausbeute zulasten einer etwas verringerten Detaildarstellung in den oberen Highlights mit.

    Bildqualität
    Nach der Kalibrierung liefern die 7.000 Lumen extrem strahlende Bilder auf unserer 3,20 Meter breiten Leinwand. Während die Lüfter schätzungsweise die 30 Dezibel nicht überschreiten, sorgt das Farbrad für einen Pfeifton, der unser Messgerät auf 38 Dezibel ausschlagen lässt. Damit ist unser Testgerät kein Leisetreter. Der 0,47-Zoll-Chip wandelt alle zugespielten Signale in 60 Hz. Da keine Zwischenbildberechnung vorhanden ist, welche via Reverse-Telecine daraus wieder 24 Bilder pro Sekunde machen kann, stottern Inhalte in Spielfilmen, wenn diese sich seitlich oder vertikal bewegen. Der DLP-Regenbogen-Effekt ist für uns hingegen kaum sichtbar, weil sich das Farbrad mit 14.200 Umdrehungen pro Minute dreht. Allenfalls an kontrastreichen Elementen oder im Abspann können wir das Farbblitzen schwach wahrnehmen. Geringer haben wir es bei keinem anderen Ein-Chip-Projektor gesehen.

    Bis zum Rand bietet der Projektor ein messerscharfes Bild, in dem feinste Details klar voneinander abgegrenzt werden. Die Durchzeichnung dunkler Bereiche gelingt ihm ausgezeichnet, so dass in schattierten Bereichen nichts ins Schwarz zuläuft. Weniger überzeugend ist der Grauschleier auf dem Bild, der sich selbst durch „Dynamisch Schwarz“ in der Nachtaufnahme von „West Side Story“ nicht lichtet. Wenn Maria auf der Feuer treppe steht, sind nicht nur die Letterboxbalken, sondern auch der Nachthimmel grau. Das sieht eher nach früher Dämmerung aus als nach tiefer Nacht. Der HDR-Version fehlt es überdies an Sättigung, weil das Farbspektrum des DCI-P3-Farbraums limitiert ist. Rot und Grün erscheinen etwas untersättigt. Sinnvoll korrigieren lässt sich das leider nicht.

    HDTV-Inhalte bieten wiederum realistische Farben, weil der Rec.709-Farbraum zu 100 Prozent abgedeckt wird. In „Elvis“ leuchten die bunten Edelsteine im Vorspann prächtig, blauer Himmel erscheint rein und die Hautfarben des King of Rock’n‘Roll gefallen mit ihrer Natürlichkeit, während er auf den Bühnen steht. Reduzieren wir die Leuchtdichte auf 16 Footlambert, überzeugt auch das Schwarz.

    Der Testbericht Optoma ZK810T (Gesamtwertung: 80, Preis/UVP: 6.500 Euro) ist in audiovision Ausgabe 11-2025 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

    • OPTOMA ZK810T (audiovision 11-2025)In den Warenkorb

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    AV-Fazit

    80 Sehr gut

    Der Optoma ZK810T ist ein messerscharfer 4KProjektor mit langlebiger Laserlichtquelle, HDR und brachialer Helligkeit, der auf XXL-Leinwänden seine Stärken ausspielt. Ein satteres Schwarz und kräftigere HDR-Farben wären aber wünschenswert.

    Michael B. Rehders

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