Hama DIR3300SBT (Test)

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Die leichte Fernbedienung aus Kunststoff kennt man von anderen Hama-Radios. 

Mit dem in Schwarz und Weiß erhältlichen DIR3300SBT liefert Hama ein kompaktes Allround-Radio. An Empfangsarten stehen DAB+, UKW und Internet zur Verfügung, auch eine Bluetooth-Verbindung und Zuspielung per WLAN sind für das 220-Euro-Gerät kein Problem. Die Kommunikation zu Handy, Tablet und Co. klappte in unserem Test per WLAN und Blue-
tooth problemlos.

Die ausfahrbare Antenne verfügt über ein Schraubgewinde und kann so leicht abmontiert werden. Vorne informiert ein 7 Zentimeter großes TFT-Display über Sender und Songs. Knöpfe darüber und darunter erlauben Quellenwahl, Start und Stopp sowie eine Senderspeicherung.

Die Navigation durch die Menüs erfolgt über das Drehrad an der Gehäusevorderseite. Dank der UNDOK-App lässt sich das Radio zudem per Handy steuern, optional liegt eine klassische Fernbedienung bei. Neben typischen Funktionen wie dem Wecker ist ein Equalizer für Höhen und Tiefen samt voreingestellter Presets an Bord. Dank integriertem Spotify-Connect stehen zudem zahlreiche Podcasts und Millionen Songs zur Verfügung – Amazon Music wird per Software-Update nachgeliefert.

 

Neben der klassischen Steuerung per Fernbedienung kann das Hama DIR3300BT auch per UNDOK-App kontrolliert werden. Ist das kostenlose und sowohl für Apple als auch Android verfügbare Programm installiert und ins gleiche WLAN eingebunden, findet es das Radio auf Knopfdruck. Nach erfolgreicher Kopplung kann in den einfach strukturierten Menüs auf nahezu alle Funktio­nen zugegriffen werden. So lassen sich im Equalizer Höhen und Tiefen einstellen, auch voreingestellte Presets für „Jazz“, „Rock“ und weitere Musikstile stehenn zur Auswahl. Außerdem können Streaming-Programme wie Spotify und nach einem Update auch Amazon Music mit UNDOK verknüpft werden und damit schnell nach Songs und Podcasts gesucht werden. Nur wenige Funktionen, wie der Wecker, sind nicht in der App integriert.

In der UNDOK-App lässt sich auf fast alle Funktionen des DIR3300SBT zugreifen.

Bauartbedingt fällt auf, dass sich an der Kunststoff-Front keine Lautsprecher befinden. Stattdessen sind zwei 10-Watt-Speaker an den stoffbezogenen  Seiten angebracht – was flexiblere Aufstellung und breitere Klänge ermöglichen soll. Eine hintere Bassreflexöffnung dient zur Verbesserung des Tieftons.

An der Rückseite finden sich Eingänge für 3,5-mm-Kabel und Kopfhörer. Über die Line-out-Buchse lassen sich externe Speaker anschließen.

Solide Radioklänge

Das klappt allerdings nur bedingt: Sowohl Radioklänge als auch via Bluetooth zugespielte Songs kommen etwas schwachbrüstig daher, daran konnte auch der integrierte Equalizer wenig ändern. So erzeugte Eminems „Just lose it“ ein eher laues Lüftchen. Die Stimmverständlichkeit bei Podcasts und Radiosprechern blieb hingegen stets hoch. Bei Popsongs wie „So am I“ von Ava Max legte das Hama-Radio solide Dynamik an den Tag und verzerrte auch bei hohen Pegeln nicht. Die seitliche Speaker-Anordnung sorgt für gleichmäßigen Klang in einem breiten Winkel, frontale Ortbarkeit bleibt aber weitgehend auf der Strecke. Da bei Radios eine gleichmäßige Beschallung des Raumes wichtiger ist als perfekte Stereoklänge, ist das zu verschmerzen. 

Der Testbericht Hama DIR3300SBT (Gesamtwertung: gut, Preis/UVP: 220 Euro) ist in audiovision Ausgabe 12-2019 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

AV-Fazit

gut

Flexible Aufstellung, schickes Design und solider Klang: Das Hama DIR3300SBT verbindet klassische Radio-Tugenden mit moderner Bluetooth-Konnektivität und App-Steuerung.

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