Der Hardware-Hersteller aus Singapur dürfte vielen als Entwickler von PC-Soundkarten („Sound Blaster“) bekannt sein, die in den 1990ern weit verbreitet waren. Mittlerweile zählen zum Produktportfolio auch Kopfhörer, die allesamt in eher niedrigen Preisklassen angesiedelt sind. Die Aurvana Ace Mimi befinden sich mit 130 Euro am oberen Ende der In-Ear-Kategorie und markieren somit das Topmodell von Creative.
Zu haben sind die leichten Stöpsel, die sich in puncto Design an Apples AirPods Pro anlehnen, nur in Mitternachtsblau. Es liegen 5 Paar Silikonpassstücke (XS, S, M, L, XL) bei, optional ist kabelloses Laden möglich und mit einer zweiten App, über die ein Ohren- und Kopfscan durchgeführt werden kann, kommt die Super-X-Fi-Technologie zum Einsatz. Die soll einen räumlicheren Ton liefern, irritierte im Test allerdings mit umständlicher Bedienung und wenig überzeugendem Klang.
Starke Einmessung
Die Standard-App bietet dagegen einen potenziellen Gamechanger: einen mehrere Minuten dauernden Hörtest, aus dem ein zuschaltbares, individuelles Hörprofil erstellt wird. Das funktioniert klasse und macht im Prinzip die zahlreichen EQ-(Vor-)Einstellungen überflüssig. Das Noise Cancelling ist okay, aber deutlich entfernt von Bose, Apple & Co. – es verändert zudem hörbar den Klang.
Hervorragend aufgenommene Alben wie Pink Floyds „Dark Side Of The Moon“ oder Michael Jacksons „Thriller“ machen Spaß, tönen dynamisch, unten herum wuchtig, in den Höhen gut aufgelöst und auf breiter Bühne. Das letzte Quäntchen High End fehlt, ist bei dem Preis aber verschmerzbar.

Der Testbericht Creative Aurvana Ace Mimi (Gesamtwertung: Gut, Preis/UVP: 130 Euro) ist in audiovision Ausgabe 7-2025 erschienen.
Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.
AV-Fazit
Noise Cancelling und Akkulaufzeit sind nur Durchschnitt, dafür punktet der Klang, der insbesondere vom integrierten Hörtest samt persönlichem Klangprofil profitiert.
Oliver Schultes

