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    av-Test

    Canton DM 90.3 (Test)

    14. November 20153 Minuten Lesezeit

    Obwohl markante Szenen des Science-Fiction-Streifens „Iron Man 3“ bereits zuvor über zahlreiche andere Sound-Decks akustisch zum Leben erweckt worden waren, ist auf einmal alles anders: Man zuckt zusammen, erschrickt sich förmlich und hat heftiges Herzklopfen, wenn aus dem Nichts ein Flugkörper auf dem Bildschirm einschlägt, Steine prasseln und es knallt und kracht. Dies hat einen Grund: In unserem Fall ist der 90 Zentimeter breit, stattliche 14,5 Zent-imeter hoch, satte 16,7 Kilo schwer und heißt DM 90.3. Dass Cantons Sound-Deck die Testkandidaten in unserem Vierer-Vergleich förmlich an die Wand spielt, überrascht nicht wirklich. Denn mit 1.200 Euro kostet der Klang-Quader drei bis viermal so viel. Dafür bekommt man aber auch hochwertigste Materialien (siehe Kasten „Vier Subwoofer und Alu-Bauweise“).

    Action körperlich spürbar

    canton-pcDie Dynamik des DM 90.3 ist für Sound-Deck-Verhältnisse brachial, die Bässe sind körperlich spürbar und die Raumfülle begeistert. Selbst kleinste Klangeffekte, die wir bei anderen Sound-Decks kaum bemerkt hatten, spielen sich nun in den Vordergrund. Bei der Naturdokumentation „Die Alpen von oben“ nahmen wir Windgeräusche wahr, die bei den meisten Mitbewerbern im Hintergrund untergingen. Jetzt ist man Teil der Handlung, partizipiert am Flug und genießt das Wechselspiel zwischen perfekt verständlicher Stimme und der Musik, die in Sprecherpausen zum selbstbewussten Protagonisten mutiert. Die Begeisterung ob des akustischen Spektakels hält auch bei einem Spielfilm im TV an: Das scheinbar banale Klingeln eines Telefons oder die Auslöser-Geräusche einer Kamera sind dank der Canton markant und klar.

    Vier Subwoofer und Alu-Bauweise
    Der druckvolle Klang des DM 90.3 von Canton ist kein Zufall. Die Hessen haben das 2.1-System mit gleich vier zentralen 110-mm-Subwoofern aus Aluminium sowie zwei Mitteltonchassis jeweils außen an der Gerätefront bestückt. Die zusätzlichen Hochtöner bestehen ebenfalls aus dem extrem verwindungssteifen Leichtmetall. Ein auf der Rückseite des Gehäuses eingelassener Tunnel ermöglicht es, dass die Bässe mehr Tiefgang erlangen, ohne das Gehäusevolumen zu vergrößern. Das MDF-Gehäuse des Sounddecks ist so stabil, dass naturgemäß auftretende Körperschallschwingungen nicht zum Tragen kommen.

    Sechs 110-Millimeter-Woofer sitzen an der Front, zwei davon sind mit zusätz­lichen Hochtönern bestückt.
    Sechs 110-Millimeter-Woofer sitzen an der Front, zwei davon sind mit zusätz­lichen Hochtönern bestückt.

    Hier ist alles da: Die Rückseite des Sound-Decks ist unter anderem mit drei HDMI-Eingängen bestückt, um neben einem Blu-ray-Player weitere Zuspieler anzuschließen. Zudem kann ein separater Subwoofer angedockt werden.
    Hier ist alles da: Die Rückseite des Sound-Decks ist unter anderem mit drei HDMI-Eingängen bestückt, um neben einem Blu-ray-Player weitere Zuspieler anzuschließen. Zudem kann ein separater Subwoofer angedockt werden.

    Mehr Ausstattung geht nicht

    Das 2.1-System lässt zudem in puncto Ausstattung keine Wünsche offen: drei HDMI-Eingänge mit 3D- und 4K-Unterstützung, ein HDMI-Ausgang mit Audio-Rückkanal, dazu optischer und koaxialer Digital- sowie ein analoger Cincheingang, eine Buchse zum Anschluss eines Subwoofers, LED-Anzeige und Bluetooth-Schnittstelle mit aptX-Codierung – mehr geht kaum. DTS Digital Surround, Dolby Digital, PCM (bis 96 kHz/24 Bit) sowie DTS TruSurround gehören zu den Audio-Decodern des 1.200-Euro-Boliden mit einer Systemleistung von 300 Watt. Die Fernbedienung ist zwar aus Kunststoff, aber das Gewicht des mit neun Tasten übersichtlichen Signalgebers passt zum Premium-Anspruch, den auch das verwindungssteife Gehäuse des SoundDecks erweckt. Wahlweise ist der Klangkünstler in glänzend oder matt Schwarz und seidenmatt Weiß erhältlich. Drei Equalizer-Setups hat der hessische Konstrukteur bereits hinterlegt – je nachdem, ob das Sound-Deck frei auf einem Sideboard, in einem Regal oder mit Flachbildfernseher auf dem Gehäuse aufgestellt wird. Das DM 90.3 kann zudem den Infrarotcode der Fernbedienung lernen, so lässt sich auf einen zusätzlichen Steuerstab im Wohnzimmer verzichten.

    Canton---front
    Matt oder glänzend: Das 90 Zentimeter breite DM 90.3 von Canton ist je nach Geschmack mit unterschiedlichen Oberflächen erhältlich. Ein blau beleuchtetes Front-Display gibt Auskunft über alle wichtigen Betriebszustände.

    canton-wertung

    AuVi_AWARD-Highlight

    Der Testbericht Canton DM 90.3 (Gesamtwertung: 87, Preis/UVP: 1200 Euro) ist in audiovision Ausgabe 12-2015 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

    • CANTON DM 90.3 (audiovision 12-2015)In den Warenkorb

      CANTON DM 90.3 (audiovision 12-2015)

      PDF-Download €1,99

    AV-Fazit

    87 sehr gut

    Mit satten Bässen, enormer Raumfülle, großer Dynamik und breiter Klangfächerung
    optimiert Cantons DM 90.3 TV-Ton wie kaum ein anderes Sound-Deck – ein echtes Highlight.

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