Vor knapp 20 Jahren inszenierte Roland Emmerich mit "Universal Soldier" eine apokalyptische 1a-Kriegerballade, die ihm viele Türen in Hollywood öffnete und den Marktwert der beiden Hauptdarsteller Jean Claude van Damme und Dolph Lundgren immens steigerte. Die drei Fortsetzungen waren hingegen für die Tonne und enttäuschten Fans wie Geldgeber. Für die Wiederbelebung der UniSol-Franchise, treffend "Regeneration" getauft, verpflichtete man nicht nur beide Hauptdarsteller des Originals, sondern mit Peter Hyams ("End of Days", "2010") auch hinter der Kamera einen alten Hollywood-Hasen (sein Sohn führt Regie). Und so beeindruckt "Universol Soldier: Regeneration" vor allem optisch, aber auch Story und die Actionszenen liegen über…
Autor: Christoph Steinecke
Seinen im nächtlichen Los Angeles spielenden Thriller "Collateral" drehte Michael Mann nicht auf Zelluloid, sondern auf HD-Video. Heute selbstverständlich, vor sechs Jahren aber eine Premiere für eine Produktion dieser Größenordnung. Dank der bei konventionellem Film nicht erzielbaren Tiefenschärfe ‚erstrahlt‘ die amerikanische Westküstenmetropole in einem bislang nicht gekannten Licht. Wer Genaueres über die Vorzüge und Besonderheiten des hochauflösenden Videodrehs erfahren will, braucht nur auf die ergiebige Kommentarspur zu wechseln. An den entsprechenden Stellen erläutert Mann, welche Szenen in welcher Form von der HD-Video-Technik profitieren. Auch die Schauplätze unterscheiden sich von bekannter Kinokost. Keine Venice-Beach-Idylle, kein "Hollywood"-Schriftzug und kein Sunset Boulevard. Stattdessen…
Nachdem er bei seinem Boss (Paul Newman) in Ungnade fällt, flüchtet der Auftragskiller Michael Sullivan (Tom Hanks) mit seinem zwölfjährigen Sohn zu Verwandten ins Küstenstädtchen Perdition. Optisch und inhaltlich eindrucksvoller Mix aus Mafiathriller und Familiendrama. Bild: Der von entsättigten Brauntönen dominierte Cinemascope-Transfer wirkt schön filmisch, bietet aber aufgrund von Gegenlichtaufnahmen und diffusen Lichtquellen oft eine nur mittelmäßige Kantenschärfe und eingeschränkte Plastizität. Ton: Der für Ton und Tonmischung oscarnominierte 5.1-Mix begeistert durch eine überragende Klangtreue, einen räumlichen Score und äußerst dynamische Effekte (25:05). Extras: Regiekommentar, Einleitung von Sam Mendes (1:17), Making-of (25:02), "Der Einfluss von Conrad Hall" (26:37), "Die Recherche" (interaktiv),…
Mit verbranntem Gesicht und rasiermesserscharfer Klingenhand jagt Freddy Krueger (Robert Englund) durch die mörderischen Alpträume der jugendlichen Elm-Street-Bewohner. Wes Cravens richtungsweisendes Werk zog acht Fortsetzungen nach sich. Das Remake läuft derzeit im Kino. Bild: Dank Remastering sind Schärfe und Detailzeichnung meist gut und Verschmutzungen gibt es kaum. Trotz gelegentlichem Helligkeitsflackern, einigen Grießeleinlagen und einem nicht immer ruhigen Bildstand reicht es für vier Punkte. Ton: Angesichts des mauen deutschen Monotons sollte man unbedingt auf den englischen 7.1-Upmix wechseln. Extras: Zwei Audiokommentare, Fokus-Punkte (32:44), "Schlafe niemals wieder" (49:54), "The House that Freddy built" (22:47), "Night Terrors" (15:58), Trivia-Track, alternative Enden (4:56). Hier…
Der alternde Südstaaten-Sheriff Dave Robicheaux (Tommy Lee Jones) untersucht den grausamen Mord an einer jungen Prostituierten. Bei seinen Ermittlungen stößt der von Erscheinungen geplagte Gesetzeshüter bald auf den lokalen Mafiaboss (John Goodman). Etwas unausgewogene Mischung aus klassischem Detektiv-Thriller und Film-Noir-Charakterstudie. Bild: Bei Nahaufnahmen sind Gesichter überwiegend scharf und detailreich, doch bereits ab der Halbtotalen sieht das Bild kaum besser als eine hochskalierte DVD aus (Doppelkonturen inklusive). Auch lässt ein zu hoher Schwarzwert die Landschaft Louisianas oft matt und blass aussehen. Ton: Erst in der zweiten Filmhälfte klinken sich die Surroundkanäle ab und an dezent ins Geschehen ein. Extras: Making-of (32:14),…
Bundeswehr-Ausbilder Schmidt (Holger Müller) und ein unterbelichteter Kadett (Axel Stein) müssen eine Prinzessin (Viva-Moderatorin Collien Fernandes) vor arabischen Terroristen retten. Die unterirdische Militärklamotte wurde mit Steuergeldern in Form von Filmfonds finanziert. Bild: Der rausch- wie defektarme und von warmen, kräftigen Farben geprägte Cinemascope-Transfer kommt zwar knackig und scharf daher. Doch wurde dieses Ergebnis teils mit elektronischen Filtern erreicht; Doppelkonturen und eine eingeschränkte Detailzeichnung sind die Folge. Ton: Nicht nur die Musik klingt voluminös und räumlich, auch die zahlreichen Actionszenen werden von vielen Surroundeffekten begleitet. Selten klingen Komödien so gut und so dynamisch. Extras: Audiokommentar, Making-of (7:54), Trailer. Die Wertung …
Pünktlich zur Silvester-Party trifft eine Monsterwelle das Passagierschiff Poseidon, das fortan kieloben im Wasser treibt. Die Überlebenden (das übliche Katastrophenfilm-Personal) machen sich auf zu einem Höllentrip quer durch den Rumpf des sinkenden Luxus-Liners. Ihr Ziel: die Wasseroberfläche. Mäßiges Remake des oscar-prämierten Originals von 1972. Bild: In den ersten 15 Minuten versprüht die Schärfe und Detailzeichnung des Cinemascope-Transfers HD-Flair. Doch als nach dem Wassereinbruch schummrige Lichtverhältnisse und diffuse Lichtquellen das Geschehen dominieren, ist es mit der hochauflösenden Herrlichkeit größtenteils vorbei. Die Qualität ist identisch zur HD-DVD (Test in audiovision 8-2007). Ton: "Poseidon" zählt zu den Akustik-Highlights des Jahres 2006. Den Grundstein…
3,7 Millionen Kinogänger sahen Sönke Wortmanns bewegendes Kriegsheimkehrerdrama vor dem Hintergrund der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz. Mit Liebe zum Detail und sympathischen Charakteren setzt der Film der Aufbruchsstimmung der damaligen Zeit ein Denkmal. Bild: Die Schärfe ist über weite Strecken hervorragend, jedoch sieht das Rauschen nicht immer nach Filmkorn aus. Farbfilter visualisieren "kalten" Ruhrpott und "warme" Schweiz. Ton: Bis zum Anstoß des Finales hält sich der 5.1-Mix zurück. Dann aber (ab 78:01) glänzt die Abmischung mit räumlicher Stadionatmosphäre und orchestraler Musikuntermalung. Extras: Regiekommentar, Making-of (40:22), "Hinter den Kulissen" (29:44) und Interviews (8:31) wurden von der 2004er Special Edition portiert.…
In einem Online-Game schlachten sich zum Tode Verurteilte (u.a. Gerard Butler) als reale Spielfiguren in riesigen Wettkampfzonen gegenseitig ab. Von Spielern fremdgesteuert, kämpfen sie gegen ihren Willen und ohne Kontrolle über das, was sie tun. Wie schon bei "Crank" legen die Regisseure Mark Neveldine und Brian Taylor bei diesem futuristischen Actionthriller mit sozialkritischer Botschaft ein unglaubliches Tempo an den Tag. Bild: Es gibt keine Szene, die nicht optisch verfremdet wurde. Doch egal ob knallbunt und rauschfrei oder monochromatisch und gekörnt – das mit HD-Digitalkameras gedrehte Bild ist stets rattenscharf und detailreich. Ton: Von wenigen Verschnaufpausen abgesehen, bombardiert der präzise wie…
Diesmal bringt Batman (Val Kilmer) die Bösewichter Two-Face (Tommy Lee Jones) und den Riddler (Jim Carrey) zur Strecke. Bunter und familienfreundlicher als die Burton-Batmans. Bildqualität: Wie bei Teil 2 handelt es sich beim deutschen 5.1-Track um einen schwammigen und wenig dynamischen ProLogic-Upmix. Der englische 5.1-Mix klingt um Welten besser. Tonqualität: Gibt’s im Original noch eine echte Mehrkanalton-Abmischung, schallt einem bei deutscher Tonwahl ein schwammiger 5.1-Upmix ohne Dynamik entgegen. Extras: Regiekommentar, "Warum Batman Forever?" (23:35), "Die Wieder-Erfindung eines Helden" (28:29), "Das Produktionsdesign" (12:39), "Die vielen Gesichter von Gotham City" (13:44), "Die Stunts" (5:42), "Die visuellen Effekte" (7:07), "Die Filmmusik" (6:26), "Die…