Die tölpelhafte Ramira wird neue Hausangestellte einer biestigen Witwe. In ihren Aufgabenbereich fällt die Bändigung zweier ungezogener Gören und die Pflege des gelähmten Bruders der Hausherrin. Dabei kommt es zu allerlei slapsticklastigen Unwägbarkeiten, die mehr oder weniger witzig (meistens weniger) mit Parodien auf spanische Filme wie "Pans Labyrinth", "Volver" oder "Rec" kombiniert werden. Bild: So scharf und plastisch muss eine Komödie auf Blu-ray aussehen. Dank der erstklassigen Detailzeichnung des bunten Cinemascope-Transfers erkennt man selbst winzige Einzelheiten (Härchen an einem Pulli, 11:52). Ton: Hier und da verirrt sich ein Surroundeffekt auf die Rears, um einen der vielen Slapstick-Gags akustisch zu untermalen.…
Autor: Christoph Steinecke
Mit einem Einspiel von 295 Millionen Dollar ist "Shutter Island" der kommerziell erfolgreichste Film von Regie-Legende Martin Scorsese. Auch wenn der raffiniert erzählte und virtuos inszenierte Psychothriller nicht die Klasse von "Taxi Driver", "Wie ein wilder Stier" oder "Good Fellas" erreicht, zählt die 80-Millionen-Dollar-Verfilmung des Erfolgsromans von Dennis Lehane zu den spannendsten und besten Hollywood-Produktionen des Jahres. Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) ist vom Leben gezeichnet. Er hat die Leichenberge bei der Befreiung des Konzentrationslagers von Dachau gesehen und wie seine Frau bei einem Woh-nungsbrand ums Leben kam. Im Jahr 1954 wird der US-Marshall mit seinem neuen Partner Chuck Aule (Mark…
Um dem schnöden Ehealltag zu entfliehen, wollen Phil (Steve Carrell) und Clara Foster (Tina Fey) einen unvergesslichen Abend in New York verbringen. Dumm nur, dass das Restaurant ihrer Wahl restlos ausgebucht ist. Kurzerhand geben sich die beiden Vorstädter als ein anderes Ehepaar aus und erschleichen sich so die begehrten Plätze. Doch damit lösen sie eine Kette von Verwechslungen und Verfolgungen aus, die auch der Big Apple nicht alle Tage bzw. Nächte erlebt. Im Stil klassischer 40er-Jahre-Screwballkomödien lässt Regisseur Shawn Levy ("Nachts im Museum") die beiden US-Starkomiker Tina Fey ("30 Rock") und Steve Carrell ("The Office") von einer Peinlichkeit in die…
Die Untoten haben Hochkonjunktur. Doch angesichts einer Flut von Vampirfilmen und -serien ("Twilight", "True Blood", "Vampire Diaries") droht das Angebot die Nachfrage zu übersteigen. Ein origineller Ansatz ist deshalb Pflicht. Den hat das australische Regie- und Autorenbrüderpaar Spierig in petto, denn in ihrem Blutsauger-Thriller herrschen Vampire als dominante Rasse über die Erde. Die Menschheit ist im Jahr 2019 aufgrund ihrer Funktion als Blutlieferant fast ausgestorben. Deshalb forscht Hämatologe und Vampir Edward Dalton (Ethan Hawke) verbissen an einem Blutersatzstoff. Unterstützung erfährt er von einer Handvoll Menschen (u.a. Willem Dafoe), die so versuchen ihre Spezies zu retten. Trotz dieser vielversprechenden Prämisse, die…
Weil Gott unzufrieden mit der Menschheit ist, sollen seine Himmelsscharen die Erde zerstören. Nur die Geburt eines neuen Messias kann die Vernichtung aufhalten. Doch statt im Nahen Osten soll der nächste Heiland im Diner von Bob (Dennis Quaid) in der Mojave-Wüste zur Welt kommen. Im Angesicht des Armageddons steht nur Erzengel Michael (Paul Bettany) einer Gruppe von Imbissbesuchern zur Seite. Keine Frage, Regieneuling Scott Stewart scheint für "Legion" prädestiniert. Schließlich verdiente er früher seine Brötchen mit Spezialeffekten. Davon hat der Film viele – und fast alle sind top. Für die Story hat Scott jedoch nur Versatzstücke aus "Terminator", "Constantine", "Matrix"…
Kurz vor Drehstart seines nächsten Films kämpft Erfolgsregisseur Guido Contini (Daniel Day-Lewis) mit der Midlife Crisis. Bei seiner Sinnsuche sind die ihn umgebenden Frauen (u.a. Nicole Kidman, Penélope Cruz) nicht gerade hilfreich. Anspruchsvolle Musical-Version von Fellinis "81/2". Bild: Trotz vieler dunkler Szenen (guter Schwarzwert) liegen Schärfe und Plastizität auf hohem Niveau. Eine Handvoll Schwarz-Weiß-Szenen sind stark verrauscht (16mm-Look). Ton: Die Musical-Songs verteilen sich dynamisch und einhüllend auf alle Kanäle. Ab und an gibt’s Umgebungsgeräusche. Extras: Interviews (32:20), Beiträge über die Darstellerinnen (10:49), Daniel Day-Lewis (5:13), die Choreografien (12:57), den Regisseur (6:28), das Set-Design (8:22), die Tänzer (4:40), "Sophia Lorens…
Vom Schulabbrecher und Drogendealer stieg Anis Ferchichi alias Bushido zum erfolgreichsten deutschen Rapper auf. Dass ein bewegtes Leben und eine aufwändige Inszenierung noch kein gutes Biopic machen, liegt an der unterirdischen Darstellerleistung des sich selbst spielenden Bushido und den gestelzten Dialogen. Bild: Trotz eines erhöhten Kontrastumfangs liegt die Bildqualität dank 1a-Schärfe und toller Plastizität auf höchstem HD-Niveau. Nur eine Handvoll auf Video gedrehte Live-Auftritte (17:55) sehen vermatscht aus. Knappe sechs Punkte. Ton: Die Rap-Songs erklingen mit hoher Dynamik aus allen Boxen und mit fettem Bass. Hier und da gesellen sich Umgebungsgeräusche dazu (U-Bahn bei 10:29, Fanjubel bei 67:08). Extras: Making-of…
Nachdem Maschinen die Menschheit ausgelöscht haben, sind Stoffpuppen die einzigen Überlebenden. Jetzt lehnen sich die von einem Wissenschaftler vor dem Untergang erschaffenen Wesen gegen die Zerstörer auf. Von Tim Burton produziertes, postapokalyptisches CGI-Märchen. Bild: Der defekt- und rauschfreie Digitaltransfer verfügt über eine sehr gute Schärfe, erreicht aber nicht die Detailzeichnung von CGI-Genrekollegen wie "Wall E". Ton: Die Abenteuer in der postapokalyptischen Welt strotzen nur so vor präzisen Surroundeffekten und einem kräftigen Bassfundament. Auch der dynamische Score gefällt. Extras: Audiokommentar, Bild-im-Bild-Spur, "Spielfilm & Kurzfilm" (16:28), "Auf Tour mit Shane Acker" (5:36), "Der Look von 9" (13:12), "Auftritt" (4:54), "Original Kurzfilm" (10:33,…
Ein Kindermörder aus der Nachbarschaft tötet die 14-jährige Susie (eindrucksvoll: Saoirse Ronan) auf dem Schulweg. Aus einer surrealen Zwischenwelt hilft das Mädchen ihren Eltern (Mark Wahlberg, Rachel Weisz) den Mörder zu fassen. Rührendes, trauriges und wunderschön bebildertes Fantasymärchen von Peter Jackson. Geheimtipp! Bild: Egal ob auf der Erde (warme, erdige Farben) oder in der Zwischenwelt (von kräftigen Bonbonfarben bis zu kühlen Blautönen) – der Cinemascope-Transfer bietet ein scharfes und detailreiches Bild, feines Filmkorn inklusive. Ton: Sowohl Susies Ableben als auch ihre Erlebnisse in der Zwischenwelt untermalt der tolle 5.1-Mix mit fantasievollen Surroundeffekten und einer ordentlichen Portion Bass. Extras: Eine Bonusdisc…
Der aufwändig produzierte Musikfilm ist eine uninspirierte Aneinanderreihung von tollen Musikvideos (u.a. "Speed Demon", "Smooth Criminal"), die durch peinlich-konstruierte Handlungfetzen zusammengehalten werden. Der deutsche Surround-Mix klingt im Hochtonbreich belegt, der Bass wummert. Im weiträumigeren 5.1-Original haben die Tieftöne mehr Punch. Auf Bildseite zeigen Szenen ohne Spezialeffekte eine ordentliche Schärfe, Einstellungen mit Tricktechnik sind detailarm und verschmutzt. Einziges Extra: der US-Kinotrailer. Die Wertung Musik 3 von 6 Punkten Bildqualität 2 von 6 Punkten Tonqualität 3 von 6 Punkten Bonusmaterial 1 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter Warner Musikstil Pop Laufzeit 93 Minuten Bildformat 1,78:1 (1080/24p) Ton…