Mit One-Night-Stands kämpft der Autohändler Ben Kalmen gegen seine Midlife-Crisis. Doch als sich der alternde Womanizer mit der Tochter seiner Freundin einlässt, läuft sein Leben völlig aus dem Ruder. Tragikomische Charakterstudie mit einem Michael Douglas in Bestform. Bild: Während Außenaufnahmen (15:20, 82:07) scharf und detailreich sind, wirken Innenaufnahmen meist weich und detailarm (25:35, 31:42). Zudem leidet der Transfer durchgehend unter einem inkorrekten Schwarzwert (schwarz = dunkelgrau), der das Bild milchig und wenig plastisch wirken lässt. Dicke drei Punkte. Durch eine Absenkung der Helligkeit kann man die Qualität auf vier Punkte steigern. Ton: Der Song im Vorspann ist bereits das tonale…
Autor: Christoph Ebert
Auf dem Höhepunkt ihres Erfolges ließen Led Zeppelin im Juli 1973 drei Konzerte ihrer US-Tour im New Yorker Madison Square auf 35mm bannen. Der daraus entstandene Konzertfilm feierte jedoch erst 1976 Kinopremiere. Der Grund waren finanzielle, technische und künstlerische Probleme: Unter anderem wurde nach dem Dreh der Regisseur ausgewechselt. Trotzdem liebten Fans das skurrile Werk – die Kritiker weniger. Stein des Anstoßes waren eine Hand voll Fantasy-Szenen, die zwischen die zwölf Songs (u.a. „Stairway to Heaven“) geschnitten wurden. Diese Aufnahmen, die heutzutage noch um einiges schrulliger wirken, zeigen beispielsweise Sänger Robert Plant, wie er als Ritter eine Prinzessin rettet. Tonal…
Als Höhepunkt des 75. Glyndebourne Festivals in der Grafschaft East Sussex stand eine Neuinszenierung von Giuseppe Verdis Komischer Oper "Falstaff" auf dem Spielplan. Unter der Leitung von Dirigent Vladimir Jurowski glänzt Christopher Purves in der Titelrolle. Das hochkarätige Spiel des Hausorchesters London Philharmonic zeichnet der dynamische 5.1-Mix konturiert nach. Die musikalische Klangkulisse entfaltet sich mit großem Detailreichtum vor dem Zuschauer. Dem 1080/60i-Bild entgeht kein Detail. Extras: Inhaltsangabe (7:46), Fotogalerie. Die Wertung Film 5 von 6 Punkten Bildqualität 5 von 6 Punkten Tonqualität 5 von 6 Punkten Bonusmaterial 1 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter Opus…
Die Kritiken anlässlich Barbra Streisands Welttournee 2006 übertrafen sich mit Lob für die damals 64-jährige Sängerin. Auf Blu-ray erscheint jetzt das ausverkaufte Konzert aus Fort Lauderdale, Florida. Die Streisand präsentiert 26 Songs aus ihrer 45-jährigen Karriere, darunter Hits wie "The Way We Were" und Lieder, die sie das letzte Mal im Alter von 18 Jahren performte. Samtige Vocals und das perfekt aufspielende 58-Mann-Orchester verteilen sich weiträumig auf die Stereofront. Auf den Rears sorgt Zuschauerapplaus für eine angemessene Klangkulisse. Das 1080i/60Hz-Bild ist der Oberhammer – selbst kleinste Bühnendetails zeichnen sich perfekt ab. Extras: vier Bonus-Songs (18:16), Interviews mit Tour-Crew und Band…
Quasi als Appetizer zur Veröffentlichung ihres neuen Albums im Herbst servieren uns AC/DC einen Director’s Cut des 2000 auf DVD erschienenen Live-Mitschnitts. Zwar sieht der in einer Madrider Stierkampfarena gefilmte Gig besser aus als je zuvor, doch ein heftiges Grießeln schluckt viele Details. Auch tonal happert es an mehreren Enden. Trotz 96KHz/24-Bit-Master fehlt es dem 5.1-Mix an Dynamik, die 20 Songs klingen undifferenziert und die Bassdrum hat wenig Punch. Extras: zwei Bonus-Songs (10:52), vier Lieder in Multi-Angle-Version, 12-seitiges Booklet. AC/DC-Gitarrist Angus Young wie man ihn kennt: wild am Rocken. Die Wertung Musik 5 von 6 Punkten Bildqualität 4…
Die Tour zu ihrem letzten Album "Lost Highway" führte Bon Jovi einmal rund um den Globus. Die Konzertreise begann am 25. Oktober 2007 in Newark. Den krönenden Abschluss bildeten zwei Gigs im New Yorker Madison Square Garden im Juli 2008. Die Auftritte wurden mit 23 HD-Videokameras gefilmt und zu einem 126-minütigen Film zusammengeschnitten. Die fünfköpfige Band gibt alle Highlights aus ihrer mittlerweile 25-jährigen Karriere zum Besten, darunter Hits wie "Keep the Faith" oder "Livin‘ On a Prayer". Die Songs klingen zuweilen so perfekt, dass nur die kreischenden Fans auf den Rears daran erinnern, dass es sich hier um einen Live-Gig…
Für gutes Geld reinigt das ungleiche Schwesterpaar Rose (Amy Adams) und Norah (Emily Blunt) in der US-Provinz Tatorte. Ihr kauziger Vater (Alan Arkin) kümmert sich derweil auf unkonventionelle Art um Roses Sohn. Tragikomisches Drama von den "Little Miss Sunshine"-Produzenten. Bild: Für eine Independent-Produktion überzeugt die gute Schärfe und die hohe Plastizität. Beides könnte noch besser sein, wären nicht viele Szenen schlecht ausgeleuchtet. So kommt einem das Bild oft zu dunkel vor. Dicke vier Punkte. Ton: Spielt die Handlung draußen, untermalt entfernter Verkehrslärm die Handlung. An den zu säubernden Tatorten surren auch schon mal Mücken über die hinteren Boxen (23:32). Extras:…
Aus Angst vor Vergewaltigungen lässt sich Makler Stan Minton (Rob Schneider) vor seinem Haftantritt von einem Kung-Fu-Meister (David Carradine) zur Kampfmaschine ausbilden. Dank der neuen Durchschlagskraft avanciert Stan schnell zum neuen Obermotz im Gefängnis. "Male Gigolo" Rob Schneider gab mit der auf seine komödiantischen Qualitäten abgestimmten Knastkomödie sein Regiedebüt. Bild: Für einen zwei Jahre alten Film enttäuscht die mäßige Detail- und Kantenschärfe. Vor allem bei Innenaufnahmen sieht das Bild wie eine hochskalierte DVD aus. Ferner rauscht der 1,85:1-Transfer oft stark (Hemdärmel, 22:15). Ton: Neben vereinzelten Umgebungsgeräuschen erwachen die Rears nur während einer Handvoll Knastprügeleien aus ihrem Tiefschlaf. Der Score nutzt…
Das aufwändig inszenierte Biopic begleitet die Karriere der Schauspielerin und Sängerin Hildegard Knef in den Jahren 1943 bis 1966. Von Berlin über Hollywood bis nach London – die Knef war einer der wenigen deutschen Weltstars und trat sogar am Broadway auf. Heike Makatsch spielt so gut wie noch nie und zeigt die Glanz- und Schattenseiten einer Diva. Bild: Trotz einem etwas erhöhten Kontrastumfang liegen Kanten- und Detailschärfe stets auf hohem Niveau. Dank der guten Tiefenwirkung kommt das hochwertige Produktionsdesign hervorragend zur Geltung. Ton: Die von Heike Makatsch gesungenen Knef-Lieder klingen toll und verteilen sich auf alle Boxen. Doch auch Kriegsgefechte…
Der dritte und mit Abstand langweiligste Teil der "Fluch"-Franchise ist kein Remake vom japanischen Teil 3, sondern schließt an seinen US-Vorgänger an. In einem Mietshaus werden drei Geschwister von einem tödlichen Fluch heimgesucht. Nur eine asiatische Nachbarin scheint Beistand leisten zu können. Hoffentlich hat sich’s damit ausgeflucht.. Bild: Dem 1,85:1-Transfer merkt man sein geringes Budget an. Zwar ist die Detailzeichnung meist gut und die Plastizität ordentlich, die Kantenschärfe fällt jedoch nur mäßig aus. So wirkt das Bild stets eine Spur zu weich. Ton: Für Schreckmomente sorgt der räumliche Score, der mit guter Dynamik die Spannung während bedrohlicher Szenen steigert. Auch…