Zwei ungleiche Cops (ein erschlankter Forest Whitaker und ein gestählter Orlando Bloom) versuchen in Kapstadt den mysteriösen Mord an einer 20-jährigen Frau aufzuklären. Düsterer und knallharter Krimi mit Klischees, aber ohne Längen. Bild: Nicht zuletzt da der Film primär aus sonnigen Außenaufnahmen besteht, bekommt man ein detailreiches und plastisches Bild mit viel HD-Feeling – daran ändern auch die gefilterten Farben (warme Gelbtöne) und der leicht erhöhte Kontrast nichts. Ton: Während der Schießereien gibt es zwar nette Split-Surroundeffekte, insgesamt kommt der ungewöhnlich stark komprimierte Dolby-Digital-Ton (384 Kbit/s) aber zu frontlastig und zahm daher. Extras: Interview mit Orlando Bloom (9:40), PR-Featurette (4:12),…
Autor: Andreas Oswald
Ein Haufen russischer Soldaten und Zivilisten stellt sich in Stalingrad während des 2. Weltkriegs der Nazi-Übermacht. Das russische Kriegsspektakel kann zwar technisch und optisch Eindruck schinden, schwächelt aber bei der Story und Dramaturgie. Bild 2D: Der Cinemascope-Transfer holt des Gemetzel plastisch, scharf, detailreich und rauschfrei auf die Leinwand. Bedeckte Ocker- und Braun-Töne sorgen für triste Kriegs-Optik. Bild 3D: Große Tiefenwirkung sowie eine natürliche Anmutung hieven die 3D-Bilder in die Spitzenklasse. Ton: Mit druckvollen Explosionen, räumlichen Schüssen und dynamischen Umgebungsgeräuschen liefert der 5.1-Mix eine realistische Sound-Kulisse. Extras: Making-of (11:34), „Stereoskopisch: Stalingrad“ (5:34), Trailer. Die Wertung Film 3 von 6 Punkten…
Der alternde Junggeselle Seligman (Stellan Skarsgård) pflegt bei sich Zuhause eine selbsterklärte Nymphomanin (Charlotte Gainsbourg), die ihm ihre liebestolle Lebensgeschichte offenbart. Den pikanten Gesprächstoff bringt Dänemarks Skandalregisseur Lars von Trier mit einer werbewirksamen Gratwanderung zwischen Kunst und Pornografie auf die Leinwand. Trotz der Freizügigkeit, schwarzem Humor und kulturellen wie philosophischen Anspielungen ist das vierstündige Erotikdrama etwas zäh geraten. Im gleichzeitig erscheinenden Director‘s Cut geht es nicht nur 90 Minuten länger, sondern auch expliziter zur Sache, was ihm eine 18er-Freigabe bescherte. Bild: Der Cinemascope-Transfer zeigt meist eine gute Schärfe und Feinzeichnung. Die Farben wurden teils mit Sepia-Tönen verfremdet und etwas entsättigt.…
In einer anarchischen Horror-Zukunft jagt ein namenloser Mann (Guy Pearce) den Dieben seines Geländewagens hinterher. Per Zufall bringt er den Bruder (Robert Pattinsion) des Obergangsters in seine Gewalt. Harte, düstere und gut gespielte Kreuzung aus Raodmovie, Thriller und Endzeitdrama. Bild: Die 2,35:1-Optik besticht mit hoher Detail- und Kantenschärfe, das leichte Filmkorn stört nicht. Während der Kontrast ausgewogen daherkommt, dominieren Ocker-, Gelb- und Brauntöne die Farbpalette. Ton: Der Score spielt mal räumlich, dann wieder beengt und nur von vorne. Umgebungsgeräusche schaffen ein angenehmes Surround-Feeling. Extras: „The World of Rover“ (2:13), „Robert Pattinson“ (2:13), „Guy Pearce“ (2:09), Interviews (23:56), Trailer. Die Wertung …
Nachdem Kidnapper seinen Sohn entführen und zwei Millionen Dollar fordern, greift ein erfolgreicher Geschäftsmann (Mel Gibson) zu ungewöhnlichen Mitteln. Den spannenden Thriller gibt es auf Blu-ray leider nur in der Kinofassung (siehe Fakten-Check). Bild: Die Bildqualität ist zwar besser als bei den Disney-Katalogtiteln „Die Farbe des Geldes“ und „Cocktail“ (oben), allerdings wirken bereits Halbtotalen oft zu weich, nur Nahaufnahmen sind meist ausreichend scharf. Dicke drei Punkte. Ton: Musik, Effekte und Dialoge werden zwar sauber aufgelöst, allerdings halten sich die Surround-Kanäle meist vornehm zurück. Extras: Audiokommentar, Making-of (13:16), „Die Schauspieler während der Drehpausen“ (4:00), entfallene Szenen (3:54), Trailer. Die Wertung …
Die beiden grundverschiedenen Single-Männer Daniel (Fahri Yardim) und Thomas (Milan Peschel) schleppen in Selbsthilfegruppen reihenweise Frauen ab. Doch auf einem Wochenend-Workshop kommt die therapiesüchtige Anwältin Sylvie (Marie Bäumer) den beiden auf die Spur. Entspannte Buddy- und Romantikkomödie für Frauen und Männer. Bild: Satte Farben (selten sahen bayerische Wiesen so saftig aus), ein kräftiger Kontrast sowie eine hohe Detail- und Kantenschärfe sorgen für eine perfekte Postkarten-Optik mit viel HD-Flair. Dicke fünf Punkte. Ton: Großartige Surroundeffekte gibt es zwar nicht, aber die im gefühlten Fünf-Minuten-Takt eingespielten Pop-Songs klingen schön kräftig. Extras: Making-of (13:47), Premierenclip (2:09), Interviews (18:23), „Blick hinter die Kulissen“ (4:51).…
Mit coolen Drinks und heißen Sprüchen will Barkeeper Brian Flanagan (Tom Cruise) in New York reich und berühmt werden. Das routiniert inszenierte Starvehikel lockte bei uns 2,4 Millionen Zuschauer in die Lichtspielhäuser. Bild: Die Optik ist zwar kein Totalausfall wie beim Disney-Titel „Die Farbe des Geldes“ (Test links), vollwertiges HD-Feeling kommt angesichts des oft weichen Bildes aber kaum auf – nicht einmal bei den sonnigen Jamaica-Sequenzen. Besser als die Uralt-DVD ist die Blu-ray aber allemal. Ton: Vermutlich weil der deutsche 5.1-DVD-Upmix grausig klang, griff man auf den 2.0-Kinomix zurück. Songs wie „Addicted to Love“, „Kokomo“ und „Don‘t Worry, Be Happy“…
Die Teenager Hazel (Shailene Woodley) und Gus (Ansel Elgort) sind nicht nur unsterblich ineinander verliebt, sondern auch todkrank. Trotzdem lassen sie sich nicht unterkriegen. Gemeinsam reisen sie nach Amsterdam, um Hazels Lieblingsautoren (Willem Dafoe) zu treffen, was beider Leben nachhaltig verändert. Anrührende wie poetische Adaption nach dem Roman-Bestseller von John Green. Bild: Der rauscharme 1,85:1-Transfer sieht stets scharf, detailliert und im Kontrast ausgeglichen aus. Ton: Genretypisch spielt der 5.1-Ton bei Musik und Effekten nur eine untergeordnete Rolle. Extras: Audiokommentar, erweiterte Filmfassung (132:53), entfallene Szenen (7:44), “Vom Buch zum Film“ (8:21), “Die Entstehung des Films“ (4:10), Bildergalerie, Trailer. Die Wertung …
In Martin Scorseses großartiger Fortsetzung von „Haie der Großstadt“ nimmt Eddie Felson (Paul Newman) den genialen, aber naiven Billardspieler Vincent (Tom Cruise) unter seine Fittiche. Bild: Leider sieht die Blu-ray kaum besser als die maue DVD von 2002 aus. Die Detail- und Kantenschärfe ist für eine HD-Präsentation unakzeptabel, nicht selten wirkt das Bild regelrecht vermatscht. Hinzu kommt teils grobes Videorauschen, in einfarbigen Flächen ist sogar hin und wieder eine Art Gittermuster zu erkennen (Wand bei 42:34). Selten hatte ein Film eine neue 4K-Abtastung so nötig wie dieser. Ton: Der deutsche 2.0-Mix (mit ungewöhnlich hohen 320 Kbit/s) gibt die Atmosphäre der…
Pünktlich zur Weihnachtszeit schneit der heiß ersehnte Extended Cut des zweiten „Hobbit“-Films „Smaugs Einöde“ in die Läden. Mit 186 Minuten Spielzeit ist das Fantasy-Epos rund 25 Minuten länger geworden als die Kinofassung. Der erste Teil legte in der erweiterten Fassung nur 13 Minuten zu. So wurde unter anderem die Zusammenkunft der Zwerge im Haus des Hautwechslers Beorn um spaßige Einstellungen ergänzt. Viele der Zusatzminuten dürften allerdings nur Hobbit-Kennern sofort auffallen. Auch beim Bonusmaterial legt das rund 40 Euro teure Fünf-Disc-Set nach. Zwar muss man auf den beiden 3D-Discs – die Zwangspause erfolgt diesmal an einer passenderen Stelle als auf den…