Autor: Andreas Oswald

Als Aron Ralston (oscarnominiert: James Franco) alleine zu einer Klettertour in den ent­legenen Blue John Canyon in Utah aufbricht, ahnt er nicht, dass dieser Trip zur härtesten Herausforderung seines Lebens werden soll. Ein herabstürzender Felsbrocken wird ihm in einer Felsspalte zum Verhängnis. Alle Versuche, seinen eingequetschten Arm zu befreien, scheitern – und so erlebt Aron 127 Stunden voller Hunger, Durst, Kälte und dem Wissen, dass es nur einen Weg gibt, sich zu befreien. Diese unglaubliche, aber wahre Geschichte verwandeln "Slumdog Millionär"-Regisseur Danny Boyle und Hauptdarsteller James Franco in ein unvergessliches Kinoereignis, welches für sechs Oscars nominiert wurde (darunter "bester Film").…

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Haben wir unser Schicksal selbst in der Hand oder sind geheime Mächte am Werk, die unser Leben steuern? Dieser Frage widmet sich das Regiedebüt von Drehbuchautor George Nolfi ("Ocean’s Twelve"), der auf ungewöhnliche Weise Romantik mit Science-Fiction paart. Dabei stammt die Vorlage von Philip K. Dick, auf dessen Geschichten schon "Blade Runner" oder "Minority Report" zurückgehen. "Der Plan" spielt zwar nicht in derselben Filmliga, ist aber trotzdem ein starkes Stück Kino. Der ehrgeizige Politiker David Norris (Matt Damon) ist auf dem besten Weg, der nächste Senator von New York zu werden. Doch dann vermasselt eine Dummheit aus seiner Collegezeit den…

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In beeindruckenden Bildern erzählt die Kreuzung aus Wildlife-Drama und Naturfilm die Lebensgeschichte eines weißen Löwen in Südafrika. Bild: Das 2D-Bild gefällt mit sehr vielen Details, doch kommt es regelmäßig zu wellenartigen Verzerrungen (48:30, 63:20, 83:26). Der 3D-Transfer macht keine Freude. Das Bild bietet kaum Tiefenwirkung (25:25), oft zerfällt es in seine einzelnen Bildinhalte (6:51). Die Bilder formen keinen natürlichen, räumlich klar aufgebauten Eindruck (27:04), das Auge ist fast immer irritiert – selbst bei Standbildern (18:16) oder Nahaufnahmen (8:05). Findet man doch mal den Fokus, gefallen Schärfe und Details. Ton: Musik und Naturgeräusche verteilen sich schön im Raum (47:35), dem Gewitter…

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Rauchen, saufen, kotzen, flirten, blödeln – die Jungs der Studentenvereinigung "Delta" feiern bis der Arzt kommt und verärgern so den Dekan. Die Kultcomedy über das Collegeleben in den Sechzigern bedeutete den Schauspieldurchbruch von "Saturday Night Live"- Comediean John Belushi, der vier Jahre später an einer Überdosis starb (siehe Fakten-Check). Bild: Der bereits 2003 angefertigte Transfer punktet mit schönen Farben und kräftigem Schwarz, leidet aber unter dem Einsatz von Schärfe- (Doppelkonturen) und Rauschfiltern. Ton: Während der englische 5.1-Upmix in DTS-HD richtig Laune macht, kommt der deutsche Monoton kaum über Kofferradio-Niveau hinaus. Extras: Zu einer Bild-in-Bild-Spur gesellt sich eine 45-minütige Retro-Doku, die…

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Gauner Milton (Nicolas Cage) flüchtet aus der Hölle, um das Baby seiner ermordeten Tochter aus den Fängen einer Sekte zu retten. Hanebüchener wie brutaler Mix aus Actionfilm, Horror und Road-Movie. Bild: Sowohl bei 2D als auch 3D beeindruckt das plastische Bild mit sehr guter Schärfe und Detailzeichnung (6:59). Die 3D-Version punktet mit guten Tiefen bei Landschaften (15:41, 29:19), auf 3D getrimmte Szenen wie der Schuss mit fliegender Kugel bei 38:53 wirken dagegen unrealistisch und flach. Gelegentlich fallen leichte Scherenschnitte auf (20:09, 38:06). Ton: Der 5.1-Track klingt dynamisch, lebendig und räumlich. Schüsse (31:03), Automotoren (8:47) und Explosionen (73:28) donnern gleichermaßen mit…

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Wasserratte Tara reist nach Südafrika, um dort die Wurzeln ihrer verstorbenen Mutter zu erkunden – und strandet in einer Surfer-Community, wo sie neue Freunde, aber auch "Brett"-Rivalen findet. Ohne Inhaltsbezug zum Vorgänger kann die für den Videomarkt produzierte Fortsetzung lediglich mit tollen Surfsequenzen punkten. Bild: Das Bild ist besser als bei Teil eins (Test in audio­vision 8-2011), in Nachtszenen rauscht es aber teils grob (80:22). Gute Schärfezeichnung und viele Details lassen die Surf­szenen plastisch wirken, Farben leuchten schön. Ton: Wellen- und Meeresgeräuschen fehlt es an Räumlichkeit, der Bass der Brandung könnte druckvoller sein. Extras: Audiokommentar, Alternativanfang (3:59), entfallene Szenen (35:00),…

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Rocker Wade"Cry Baby" Walker (Johnny Depp) verknallt sich in die süße Allison aus vornehmem Hause. Es kommt zum unvermeidlichen Kulturclash. Trash- und Kultfilmer John Waters nimmt mit skurrilen Figuren und viel schrägem Humor das US-Spießbürgertum gelungen aufs Korn. Bild: Die gute Kantenschärfe und die kräftigen Farben gefallen, doch stört das schwankende Rauschniveau. Mal wird das starke Filmkorn adäquat reproduziert, mal per Rauschfiltern weitgehend entfernt. Da man keinen neuen Transfer anfertigte sind die Tiefenschärfe und Detailauflösung eingeschränkt. Ton: Trotz 2.0-Abmischung (englisch und deutsch) klingen die zahlreichen Oldies und Rock-Songs kraftvoll und etwas räumlich. Die englische HD-Spur verfügt über feinere Höhen.…

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Als Stiefsohn Trent (Brandon T. Jackson) einen Mord beobachtet, muss Stiefvater und FBI Agent Turner (Martin Lawrence) den Bub verstecken. Verkleidet als "Big Mama" und Schülerin "Charmaine" tauchen die zwei an einer Kunstschule für Mädchen unter, sehr zur Freude des pubertierenden Trent. Die Crossdressing-Komödie schüttelt im zweiten Aufguss nur noch wenige Lacher aus der albernen Verkleidung. Der Blu-ray-Käufer hat die Wahl zwischen der ungekürzten US-Kinofassung (in deutschen Kinos lief nur eine entschärfte FSK6-Version) und dem fünf Minuten längeren XXL-Extended-Cut. Bild: Der sehr schmucke Cinemascope-Transfer begeis­tert mit kräftigen Farben, knackiger Schärfe und vielen Details – jedes Haar auf "Mamas" Perücke ist…

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Um einen millionenschweren Erbteil zu erpressen, entführt der egozentrische Charlie Babbitt (Tom Cruise) seinen autistischen Bruder (Dustin Hoffman). Doch auf der Fahrt durch die USA kommt sich das ungleiche Paar unerwartet näher. Bewegendes Drama, prämiert mit vier Oscars. Bild: Die Schärfe und Detailzeichnung steht und fällt mit der Ausleuchtung, erreicht aber nur selten gutes HD-Niveau. Doppelkonturen zeugen von einem in die Jahre gekommenen Transfer. Ein Film dieses Kalibers müsste besser aussehen. Ton: Detailreich und mit überraschend starker Basspräsenz breitet sich Hans Zimmers oscarnominierte Filmmusik vor dem Zuschauer aus. Hinten tut sich leider wenig bis nichts. Extras: Drei Audiokommentare, "Rain…

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Um das quotenschwache Morgenmagazin "Daybreak" zu retten, engagiert die TV-Produzentin Becky Fully (Rachel McAdams) den in die Jahre gekommenen Starreporter Mike Pomeroy (Harrison Ford) – gegen dessen Willen. Schnell kommt es zum Krach. Mit pointiertem Humor wird die Medienwelt sowohl als Parcours der Eitelkeiten als auch fester Freundschaften aufgezeigt. Bild: Das Gelb-Orange der "Daybreak"-Show (78:20) knallt rein, auch die hellen NBC-Räume werden plastisch dargestellt (97:48). Trotz nicht immer optimaler Tiefenwirkung gibt es dank meist sehr guter Schärfe und einer filmischen Gesamt­optik dafür knappe fünf Punkte. Ton: Die Musik groovt dynamisch mit gutem Bass, Umgebungs­geräusche tönen allerdings etwas zu dezent. Extras:…

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