TV-Sportrechte: DAZN macht Sky das Leben schwer

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Die Übertragungsrechte für Fußball, Olympia und die Formel 1 werden immer teurer. Problem für Sportfans: Oft reicht nicht mehr ein Abo. Nachdem der Bezahlsender Sky ab dieser Saison nicht mehr die Formel 1 überträgt – sie läuft nur noch auf RTL – und das Fußball-Angebot seit dieser Spielzeit ausgedünnt ist, sieht sich die Pay-TV-Plattform dem Unmut vieler Abonnenten ausgesetzt. Denn: Ein Sonderkündigungsrecht steht diesen nicht zu, da der Gesamtcharakter des Pakets bestehen bleibe, argumentiert der Sender. Während hier früher alle Partien der Fußball-Bundesliga zu sehen waren, musste Sky im vergangenen Sommer 40 der 366 Live-Spiele an Eurosport abtreten. Ab der kommenden Spielzeit muss sich Sky zudem die Rechte an der Champions-League mit dem Streaming-Portal DAZN teilen. Dazu kommt der Wegfall der Formel 1. Das sind herbe Einschnitte für die rund 5,2 Millionen Abonnenten.

Trotz des geringeren Angebots beim Live-Sport hat Sky seine Abo-Preise nicht reduziert. Auch deshalb, weil mehr Serien und Filme ins Portfolio aufgenommen werden sollen. Generell gilt DAZN von der britischen Perform Group momentan als aggressivster Widersacher der klassischen TV-Sender im Kampf um Sportrechte. So hat der kostenpflichtige Streaming-Dienst seinem Konkurrenten Sky ab der kommenden Saison ebenfalls die Rechte für die Europa League weggeschnappt. Experten gehen davon aus, dass in den nächsten Jahren noch mehr Live-Sport ins Internet gegen Gebühr abwandert. Fußball-Fans, die alle Spiele sehen wollen, brauchen ab Sommer schon drei Abos: für Sky, für DAZN und für Eurosport.

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