„Rambo 2“ und die Zensur

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Während der erste Rambo-Film keinerlei Probleme mit den hiesigen Jugendschützern hatte und in seiner ungeschnittenen Version ab 16 Jahren freigegeben wurde, sah es bei der Fortsetzung anders aus. Zwar lief auch das actionlastige Sequel (Test hier) zuerst ungeschnitten mit einer 16er-Freigabe in den Kinos, doch nach einem öffentlichen Aufschrei aufgrund der angeblich gewaltverherrlichenden Darstellungen wurde die Freigabe binnen kurzer Zeit auf 18 hochgesetzt. Mit dem roten FSK18-Siegel erschien der Film dann ein paar Monate später auf Videokassette, allerdings nur in einer um 22 Sekunden gekürzten Version. Trotz der Entschärfung in der Folterszene (Bild) landete „Rambo 2“ zwei Monate später auf dem Index – und verweilte dort fast 25 Jahre. Erst 2010 wurde die Indizierung aufgehoben und die ungekürzte Fassung erhielt die Kennzeichnung „keine Jugendfreigabe“. Auch Teil 3 war bis 2011 auf dem Index, und das obwohl Rambos Afghanistan-Abenteuer von der Bewertungsstelle mit dem Prädikat „wertvoll“ ausgezeichnet wurde.

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