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    Sharp LC-52 LE 705 E (Test)

    1. März 20104 Minuten Lesezeit

    Sharp LC-52 LE 705 E – LCD-TV für 2.300 Euro

    Test Sharp LC-52 LE 705 E - LCD-TV für 2.300 €Als einziger TV im Test bringt der Sharp eine hochmoderne Hintergrundbeleuchtung auf Basis von Leuchtdioden (LED) mit. Das wirkt sich nicht nur auf die Energiebilanz, sondern offenbar auch auf den Marktpreis aus, der mit 2.000 Euro nur knapp unter der Herstellerempfehlung von 2.300 Euro liegt. Zu den Extras bei Sharp zählt die dreijährige Garantie nach Produktregistrierung.

    Ausstattung und Bedienung

    Wie beim Philips empfängt ein Drei-Wege-Tuner Antennenfernsehen sowie analoges und digitales Kabel. Die Decoderschnittstelle ist "CI+"-kompatibel und damit für die HD-Angebote von RTL HD & Co. gerüstet. Der USB-Mediaplayer glänzt durch gute Fotowiedergabe, spielt aber keine Videos ab. Ausstattungsmängel offenbaren sich in der fehlenden Format-Umschaltung für hochskaliertes 4:3-Material und dem starren Glassockel. Bildregler gibt es hingegen in großer Zahl, etwa für Änderungen an Farbtemperatur, Gamma und Mischfarben oder an der Regelstärke des Umgebungslicht­sensors. Störend ist, dass sich der TV pro Videoeingang und Vor­einstellung die Einstellwerte nicht separat merkt, sodass man bei wechselnden Eingängen/Zuspielgeräten zum Nachregeln gezwungen ist. Im TV-Alltag gefällt die Senderliste, die das Ausblenden von Pay-TV-Staionen gestattet und gleichzeitig über die aktuell laufenden Sendungen informiert. Der eigentliche Programmführer (EPG) wirkt mit seiner kleinen Schrift unübersichtlich.

    Test Sharp LC-52 LE 705 E - LCD-TV für 2.300 € 

    Der Sharp bietet Anschlüsse in ausreichender Anzahl, die alle gut erreichbar sind.

    Bildqualität TV und Standardsignale

    In der Voreinstellung "Film" sehen Schärfe und Farben am natürlichsten aus. Das analoge Kabelbild rauscht und bietet wenig Details. Das digitale TV-Bild (DVB-C) sieht besser aus, bügelt allerdings Hautstrukturen glatt. Spielt man TV-Signale von der Settop-Box via Scart-RGB oder HDMI zu, stimmt die Feinzeichnung. Die zu hohe Farbtemperatur (7.200 Kelvin) führt zu rosigen Hauttönen und einem Vio­lett-Stich in Schwarz-Weiß-Filmen. Zudem wirken Brauntöne leicht rötlich, Rot zu intensiv, Gelb leicht orange und Cyan zu hell. Um die Farben auf Kurs zu bringen, braucht man Geduld und Erfahrung. Mit schnellen Bewegungen tut sich der Sharp trotz 100-Hertz-Technik schwer: Von allen Kandidaten wischt er am stärksten nach, dunkle Motive ziehen einen Schweif hinter sich her. Dafür liegt der Stromverbrauch mit rund 130 Watt bei voller Strahlkraft nur halb so hoch wie bei den Konkurrenten: Per "Eco Steuerung" schalten sich in schwarzen Bildern die LEDs fast komplett ab, was den Stromverbrauch reduziert und den Maximal-Kontrast erhöht. Die Lautsprecher taugen mit verfärbtem, dünnem Klang nur für die Nachrichten.

    Test Sharp LC-52 LE 705 E - LCD-TV für 2.300 €  

    Die funktionale Fernbedienung wirkt etwas altbacken.

     

    Bildqualität HDTV-Signale

    Statische, feine Pixelstrukturen in Testbildern zeigen gute Feinzeichnung, sofern man den zu groben Schärfefilter in Neutralstellung belässt und das Bildformat "Punkt f. Pkt." wählt. Filme könnten dagegen etwas mehr Feinzeichnung vertragen: Das Filmkorn im annähernd schwarz-weißen Vorspann von "Casino Royale" wirkt leicht gefiltert. Die wenig später im computeranimierten Titel vorbeihuschenden Ornamente gleiten zwar mit ordnungsgemäßer 24p-Bewegungsphase über den Schirm, weisen bei genauem Hinsehen aber kamm­artig ausgefranste Kanten auf. Feine Details flackern leicht, was dem HD-Bild Feinzeichnung und Ruhe raubt. Die große Stärke liegt in der Bildtiefe: Dank höchstem Kontrast erscheinen düstere und zugleich kontrastarme Szenen strukturierter und glaubwürdiger als bei den anderen Testkandidaten. Allerdings ist das Bild stark vom Blickwinkel abhängig – bewegt man den Kopf, bemerkt man am Rand leichte Aufhellungen. In hellen Szenen trägt die hochglänzende und lichtschluckende Scheibe zu einem guten Kontrastempfinden bei, obgleich der Sharp, ähnlich dem Philips, halbdunkle Motive abdunkelt, um den subjektiven Kontrast zu erhöhen.

    Test Sharp LC-52 LE 705 E - LCD-TV für 2.300 €

    2.300 Euro: Der massive Glassockel und die tiefschwarze Hochglanzscheibe sorgen beim Sharp für Eleganz.

     

    Test Sharp LC-52 LE 705 E - LCD-TV für 2.300 €

    Fazit

    Ein durchwachsenes Ergebnis: Einerseits schafft der Sharp Bestwerte bei Energie-Effizienz und Kontrast, andererseits unterliegt er bei Tunerbild, Farbtreue, Bewegungsschärfe und Klang dem restlichen Testfeld. Interessenten sollten daher genau abwägen, auf welche Features sie Wert legen.

    Test Sharp LC-52 LE 705 E - LCD-TV für 2.300 €

     

     

    Technische Ausstattung und Bewertung 

    Test Sharp LC-52 LE 705 E - LCD-TV für 2.300 €

     

     

    Der Testbericht Sharp LC-52 LE 705 E (Gesamtwertung: 70, Preis/UVP: 2300 Euro) ist in audiovision Ausgabe 3-2010 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

    • LG 55 SL 8000, Philips 52 PFL 7404, Sharp LC-52 LE 705 E, Sony KDL-52 V 5800, Toshiba 55 ZV 635 D (audiovision 3/2010)In den Warenkorb

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