LG 47 LE 7500 – LCD-TV für 1.900 Euro
Als einziger Plasma tritt der Panasonic TX-P 42 V 20 in unserem Vierer-Vergleichstest gegen die LCD-Konkurrenz an. Markenzeichen des Fernsehers ist die gut geschwärzte Filterscheibe, dank der das Bild bei Auflicht weniger stark verblasst als bei anderen Plasma-Displays.
Ausstattung und Bedienung
Gespart hat LG am TV-Tuner, ein Sat-Empfänger fehlt. Als Extra gibt es für 350 Euro die Zusatzbox AN WL 100, mit der sich HDTV-Signale drahtlos zum TV schicken lassen. Mediendateien vom PC nimmt der LG per Netzwerkbuchse oder drahtlos per optionalem WLAN-Adapter entgegen; im Test funktionierte DLNA aber nicht. Direkt vom USB-Stick lassen sich Musik, Bilder und DivX-HD-Videos abspielen. Ins Internet gelangt man über das Portal "NetCast" und dort zu YouTube, Picasa, AccuWeather und der Videothek Maxdome. Zusätzlich kann der TV Fotos via Bluetooth-Handy empfangen.Die Bedienung gelingt gut, das übersichtliche und flott reagierende Menü zeigt sogar Infos wie Bildformat, Auflösung und Bildwiederholrate an. Die Senderliste allerdings ist weder bei analogem noch bei digitalem Kabelempfang praxisgerecht geordnet, Sortierfilter und eine Kennzeichnung von Pay-TV-Programmen fehlen. Dafür ist das Erstellen der eigenen Programmliste kinderleicht.
Sauber gelöst: Trotz flachem Gehäuse bleibt Platz für ordentliche Anschlüsse.
Bildqualität TV und Standardsignale
Für Kenner interessant sind die "Expert"-Modi: Hier finden sich Schärfefilter für horizontale und vertikale Bildbereiche, RGB-Regler für zehn Helligkeitsbereiche sowie ein Farbmanagement. Grundsätzlich empfehlen wir aber den gut vorjustierten Modus "Kino". Der analoge Tuner liefert damit ein sauberes Bild samt feinem Rauschen, bei digitalem Empfang sind Schärfe und Feinzeichnung tadellos. HDMI-Signale von DVD-Player und Settop-Box sollte man in hoher Auflösung zuspielen, da 576i-Filmsignale zu Zeilenflimmern neigen. Schnelle Sportaufnahmen schmieren ähnlich wie beim Techni-
sat nur leicht. Wie beim Samsung kann man die Bewegungsverbesserung so einstellen, dass Filme nur leicht geglättet werden, während sich die Bewegungsschärfe bei Video verbessert. Trotz großen Bildes kommt der TV in abendlicher Umgebung mit weniger als 100 Watt aus. Wie beim Technisat sorgt ein Hochglanz-Schirm für einen knackigen Bildeindruck; bei ungünstigen Lichtverhältnissen spiegelt er aber recht stark. Die schwachbrüstigen Lautsprecher zerren schon bei Zimmerlautstärke in den Bässen und verfärben im Mitteltonbereich.
Gut: Die LG Fernbedienung ist zwar lang, aber übersichtlich.
Das komplette Tastenfeld ist beleuchtet.
Bildqualität HDTV
Kino von der Blu-ray zeigt der LG mit wechselndem Erfolg. Grundsätzlich stimmen Detaildarstellung und Farben. Schwarz-Weiß-Filme wie "Casablanca" erscheinen wegen der fast konstanten Farbtemperatur von 6.500 Kelvin bis auf einen winzigen Rosastich farbneutral. In modernen Blockbustern wie "Casino Royale" überzeugen die natürlichen Hautfarben; satte Grüntöne wie der Dschungel im zweiten Kapitel wirken aber eher kraftlos und dunkel. Die Bewegungsdarstellung von 24p-Signalen erfolgt korrekt, wobei der LG schnelle Details nicht so klar abbildet wie der Technisat. Kenner bemerken die ungleichmäßige Ausleuchtung des Bildes, das am oberen Rand sichtbar dunkler ist. Große Schwächen offenbaren sich in überwiegend dunklen Filmen wie "Pandorum". Hier verursacht Local Dimming in manchen Bildern störende Aufhellungen. Zudem ist der Kontrast niedrig, das bläuliche Restlicht verhindert, dass sich Tiefenwirkung aufbaut. Schon bei leicht seitlichem Blickwinkel verschlechtert sich der Kontrast zusätzlich.
1.900 Euro: DerLCD-TV von LG kostet relativ wenig und sieht mit seinem
planen Design gut aus. Die Materialien sind allerdings recht kratzempfindlich.
Fazit
Der LG bietet zum günstigen Preis ein großes Bild mit ordentlichen Farben bei niedrigem Stromkonsum. Kompromisse eingehen muss man bei der Bildqualität am Abend: Für heutige Verhältnisse ist der Kontrast zu niedrig und das Schwarz zu flau.

Technische Ausstattung und Bewertung

Der Testbericht LG 47 LE 7500 (Gesamtwertung: 69, Preis/UVP: 1900 Euro) ist in audiovision Ausgabe 10-2010 erschienen.
Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

