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    av-Test

    JVC LT-42 A80 SU (Test)

    1. November 20073 Minuten Lesezeit

    JVC LT-42 DS 9 BU

    Auf den ersten Blick besteht der JVC nur aus dem Display. Dank superschmaler Bildschirm­einfassung und flachem Gehäuse wirkt er sehr kompakt. 

    Ausstattung und Bedienung

    Der LCD-Fernseher beschränkt sich aufs Wesentliche, es gibt weder Multimedia-Extras wie USB oder LAN noch tiefgehende Bildregler. Die wirklich wichtigen Dinge wie Analog-und DVB-T-Empfang, eine automatisch und manuell regelbare Hintergrundbeleuchtung und ein Drehfuß sind jedoch vorhanden. Bei der Ersteinrichtung fanden wir den automatischen Sendersuchlauf erst im zweiten Anlauf, weil die entsprechende Taste auf der Fernbedienung unauffällig und die erklärende Bildschirmeinblendung sehr klein ist. Ansonsten wirkt das Menü aufgeräumt. Der TV-Alltag gestaltet sich dank Senderliste (zeigt nur 22 von 32 Kennungen), Programmtauschtaste und zentralen Wippen für Kanalwechsel und Lautstärke recht komfortabel.

    Brauchbar: Der JVC-Geber lässt sich grundsätzlich gut steuern, nur das untere
    Tastenfeld wirkt unübersichtlich. 

    Bildqualität TV & Standard-Signale

    Obwohl die Farben in der Voreinstellung "Weich" gut gelingen, wirkt das Bild künstlich: Hautstrukturen gehen unter, Gesichter wirken wie aus Wachs. Erst nach dem Ausschalten aller Bildverbesserer macht der JVC ein ordentliches TV-Bild mit guter Schärfe und feiner Skalierung, die auch im Zoom-Modus erhalten bleibt. Feine Details leiden unter einer leichten Kantennachzeichnung, dunkle Bildstellen werden selbst bei erhöhter Helligkeit zu wenig differenziert, und Brauntöne wirken rotstichig.
    Die Videoverarbeitung überzeugt bei TV, bei Spielfilmen kommt es sowohl in der Auto- als auch in der "Kino-Effekt"-Einstellung zu Zeilenflimmern, wie im Schwenk über den Strand von "Sechs Tage, sieben Nächte" (Kapitel 5). Scart-RGB-Signale bereitet der JVC fast überscharf auf; auch wenn man den Regler zurückdreht, bleiben Kantensäume. HDMI-Signale in Standard-Auflösung (576i/p) sind dann derart überschärft, dass erst mit hochskalierten Eingangssignalen (1080i/p) ein DVD-Bild mit optimaler Feinzeichnung gelingt. Die Lautsprecher geben Musik und Sprache mit klaren Höhen wieder, die Bässe klingen eher schlaff und hohl.

    Neben drei HDMI-Eingängen (nicht im Bild) bietet der JVC zwei Scartbuchsen und einen YUV-Anschlus.

    Bildqualität HDTV-Signale

    Bei Filmen von Blu-ray zeigt der JVC ein plakativ scharfes Bild. Das sieht gut aus, die Lesbarkeit von PC-Grafiken leidet aber unter der überhöhten Schärfe. Die Videoverarbeitung schwächelt bei Zeilen­sprungsignalen (1080i) von Filmen; so erscheint der Zierstreifen des Wasserflugzeugs in "Casino Royale" (Kapitel 4) mit Zeilenflimmern. HD-Dokumentationen wie "Antarctica Dreaming" gelingen dagegen perfekt. Im 24p-Modus bringt der JVC ein sauberes, ruckelarmes Bild zustande, das bei 60-Hertz-Zuspielung sonst sichtbare "Pulldown"-Stottern verschwindet. Hautfarben erscheinen natürlich, manche Mischfarben gelingen mit HD-Signalen aber nicht ganz: So wirken türkise Töne wie der Ozean im Bond-Streifen entweder zu intensiv (Farbmanagement ein) oder zu blass (Farbmanagement aus). Schwarz-Weiß-Passagen gelingen ordentlich, nur in dunklen Bereichen ergibt sich ein leichter Braunstich. Im Vergleich zu den High-End-TVs im Testfeld fällt der beschränkte Kontrastumfang auf: Das Bild entwickelt weniger Dynamik zwischen lichten und dunklen Stellen, die dreidimensionale und filmische Wirkung bleibt aus.

    1.900 Euro: Ein extraschmaler Rahmen verhilft dem JVC zu einen gediegenen Auftritt.

    Fazit

    Der JVC punktet mit niedrigem Preis und ansprechendem Design. Die Bildqualität geht insgesamt in Ordnung, Farbtreue und Kontrastumfang sind jedoch allenfalls durchschnittlich. Der Kandidat eignet sich daher weniger fürs ambitionierte Heimkino, sondern eher als günstiger, attraktiver und alltagstauglicher Flachbild-TV fürs Wohnzimmer.

    Zusatzinfo

    *optimiert auf naturgetreue HDTV-Wiedergabe über den HDMI-Eingang in dunkler Umgebung.
    Serienstreuungen und HDMI-Übertragungsvarianten können leicht veränderte
    Einstellungen erforderlich machen.

     

    Technische Ausstattung und Bewertung



     

     

    Der Testbericht JVC LT-42 A80 SU (Gesamtwertung: 61, Preis/UVP: 1700 Euro) ist in audiovision Ausgabe 11-2007 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

    • JVC LT-42 A80 SU, Panasonic TX-37 LZD 70 F, Philips 42 PFL 7662 D/12, Samsung LE-40 M 87 BD, Samsung PS-42 C91 H, SEG Kreta, Sharp LC-42 AD5 E, Toshiba 37 X 3030 D (audiovision 11/2007)In den Warenkorb

      JVC LT-42 A80 SU, Panasonic TX-37 LZD 70 F, Philips 42 PFL 7662 D/12, Samsung LE-40 M 87 BD, Samsung PS-42 C91 H, SEG Kreta, Sharp LC-42 AD5 E, Toshiba 37 X 3030 D (audiovision 11/2007)

      PDF-Download €1,99

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