Close Menu
    Newsticker
    • Blu-ray-Test: Vaiana 2
    • Blu-ray-Test: Old Guy – Alter Hund mit neuen Tricks
    • Pure EAR Award 2026 fördert Zukunft des Radios
    • Sony stellt neue True Wireless In-Ear-Kopfhörer WF-1000XM6 vor
    • Welttag des Radios 2026
    • Studiocanal: Die Home Entertainment Highlights im März 2026
    • Blu-ray-Test: Das Gesetz ist der Tod
    • UHD-Blu-ray-Test: Hagen – Im Tal der Nibelungen
    audiovision
    • Home
    • News
    • Tests
      1. Gesamtübersicht
      2. Fernseher
      3. Projektoren
      4. Blu-ray-Player
      5. Ultra-HD-Blu-ray-Player
      6. Boxen-Sets
      7. Receiver & Verstärker
      8. Sound-Bars & Sound-Decks
      9. Bluetooth-Speaker
      10. Subwoofer
      11. Sonstige
        • Settop-Boxen
        • Kopfhörer
        • HDMI-Kabel
        • Media-Player
        • Digital-Radios
        • Weitere Geräte
      Im Blickpunkt
      26. Januar 2026

      Panasonic TV-55W95A (Test)

      Aktuell
      26. Januar 2026

      Panasonic TV-55W95A (Test)

      19. Januar 2026

      LG 55QNED86T6A (Test)

      14. Januar 2026

      JBL Stage 2 (Test)

    • Movies & More
      1. Gesamtübersicht
      2. Ultra HD-Blu-ray
      3. Blu-ray-Filme
      4. TV-Serien
      5. Musik & Comedy
      Im Blickpunkt
      12. Februar 2026

      Blu-ray-Test: Das Gesetz ist der Tod

      Aktuell
      13. Februar 2026

      Blu-ray-Test: Vaiana 2

      13. Februar 2026

      Blu-ray-Test: Old Guy – Alter Hund mit neuen Tricks

      12. Februar 2026

      Blu-ray-Test: Das Gesetz ist der Tod

    • Heft
    • Abo & Shop
      • Das aktuelle Heft
      • Digitale Ausgaben
      • Abo und Abo+
      • Digitales Abo
      • Heftnachbestellung
      • audiovision-App
      • Shop mit PDF-Tests
      • Jahresinhalt CD-ROMs
    2 Einkaufswagen
    audiovision
    • audiovision iOS-App
    • audiovision Android-App
    av-Test

    Stormaudio ISP Elite MK3 & PA 16 MK3 (Test)

    10. Dezember 202514 Minuten Lesezeit

    Stormaudio spielt neben Trinnov in der Königsklasse der AV-Heimkino-Elektronik zuhause. Die Vor-End-Kombi ISP Elite MK3 und PA 16 MK3 zeigt, was geht – für 35.000 Euro.

    Bereits Anfang des Jahres begrüßten wir ein Gerät von Stormaudio in unserem Labor. Der ISR Fusion 20 mit 16 integrierten Endstufen ist nicht nur der bislang teuerste (21.000 Euro) von uns getestete AV-Verstärker, sondern auch klanglich eine Wucht. Unser Fazit: „Wer das nötige Kleingeld übrig hat, bekommt mit dem ISR Fusion 20 die ultimative Heimkino-Maschine. Funktionsumfang, Flexibilität, Leistung und vor allem der Klang erfüllen höchste Ansprüche.“

    Mit neuem Deutschlandvertrieb in Form von Mediacraft im Rücken wollen die Franzosen ihre Präsenz am deutschen Markt stärken. So trudelte jüngst die dickste Vor-End-Kombi im zugegeben überschaubaren Portofolio von Stormaudio ein. Die Vorstufe ISP Elite MK3 bringt 16 Kanäle mit und kostest in der Basisausstattung 17.600 Euro. Optional lassen sich bis zu weitere 16 Kanäle in Form digitaler und/oder analoger Boards aufstocken, was den Preis entsprechend in die Höhe treibt. Unsere Version mit 32 Kanälen in Form von 32 XLR-Outputs schlägt mit 22.600 Euro zu Buche. Für die 16-Kanal-Endstufe PR 16 MK3 muss man 12.500 Euro investieren, wer weniger Kanäle benötigt, der kann zur 8-Kanal-Version PM 8 MK3 Ultra für 10.700 Euro greifen.

    Wie zu erwarten, ist die Kombi eine Anschaffung für Puristen, die auf kompromisslosen Klang und ausgefeilte Funktionalität bzw. Praktikabilität setzen. Schnickschnack wie ausgeklügelte Streaming-Optionen, eine Sprachsteuerung oder Multiroom findet man in der High-End-Klasse selten, so auch nicht im Falle des Elite-Prozessors. Immerhin lässt sich das Gerät per LAN in ein Roon-Netzwerk einbinden („Roon ready“). Auf Bluetooth, Chromecast, DTS PlayFi, AirPlay oder WiFi muss man hingegen verzichten. Nicht nur in dieser Hinsicht unterscheidet sich die Elite-Vorstufe softwareseitig kaum vom AV-Verstärker Fusion 20, denn die Bedienung, das Menü-Setup und der Funktionsumfang fallen weitgehend identisch aus – Unterschiede ergeben sich vor allem bei der Anzahl und Art der ansteuerbaren Tonkanäle.

    Die vergleichsweise kleine Fernbedienung verströmt keinen besonderen High-End-Charme. Auch die Bedienung lässt im Alltag Wünsche offen, viele eng beieinander sitzende Tasten ohne signifikante Unterscheidungsmerkmale verleiten häufig zum Verdrücken.

    Lautsprecher-Layouts
    Die ISP Elite 32 MK3 kann bis zu 24 diskrete Kanäle (13.1.10) nativ ausgeben, das interne Postprocessing macht jedoch auf Wunsch 32 Kanäle daraus. Bis zu 32 Lautsprecher kann man für ein „Boxen-Layout“ definieren. Zudem kann man einzelne Kanäle duplizieren, das heißt, 8 individuell konfigurierbare Surround-Boxen oder 2 Center-Speaker sind kein Problem.

    Die Boxenkonfiguration ist komplex und braucht Einarbeitung. Im ersten Schritt wird ein „Layout“ erstellt. Auf der 2D-Ebene lassen sich maximal 19 Lautsprecher an unterschiedlichen Positionen defi nieren. Auf der Height-Ebene sind 5 Speaker (4 x Height und 1 x Height Center) realisierbar, auf dem Top-Layer stehen 7 Lautsprecher (6 x Top-Speaker und Voice of God) zur Wahl. Aus den möglichen Positionen (siehe Foto) kann man sich sein Wunsch-Layout zusammenbasteln, das als so genanntes „Theater“ im „Layout“ abgelegt wird. Bis zu 6 unterschiedliche „Layouts“ darf man erstellen, in denen ein „Theater“ und dazugehörige „Sub-Theatres (für Kopfhörer- oder Zonen-Wiedergabe) möglich sind. Innerhalb eines „Theaters“ kann man „Profile“ speichern, wie viele, verschweigt das Handbuch, wir haben mit bis zu 5 Profilen hantiert, auch 10 und mehr sind machbar. Ein „Profi l“ umfasst die individuelle Anpassung aller im „Theater“ definierten Lautsprecher inklusive Equalizer und die Zuweisung eines der bis zu 10 speicherbaren Dirac-Filter. Automatisch von Dirac generierte Profile lassen sich allerdings nicht bearbeiten, sondern müssen zuerst in ein neues Profi l umkopiert werden, bevor man Änderungen durchführen kann. Dann lassen sich alle Funktionen nutzen, die auch ohne Dirac-Filter justierbar sind, als da wären:

    • Neben den üblichen Parametern wie Pegel (0,1-dB-Einheiten) und Abstände zum Hörplatz (1-cm-Schritte) gibt es einen Limiter, der den Ausgabepegel auf einen definierten Wert beschränkt, um eine Schädigung von Lautsprecher oder Verstärker zu vermeiden. Ferner lässt sich die Polarität einer jeden Box umkehren. Mit dem TiltEQ kann man den Klang „heller“ oder „dunkler“ gestalten, was sinnvoll ist, wenn Lautsprecher zum Beispiel hinter einer motorisierten Leinwand stehen und sich damit die akustischen Bedingungen permanent ändern. Natürlich könnte man dieses Problem auch mit mehreren Dirac-Filtern angehen.

    • Das Bass-Management ist ein weiteres Highlight: Im „Standard“-Modus steht die Justage von Crossover-Frequenz, Flankensteilheit der Filter (12, 24, 36, 48 dB jeweils nach den Filtertypen Linkwitz-Riley, Bessel und Butterworth) sowie eine Bassumleitung des LFE-Signals auf jeden als „Groß“ definierten Lautsprecher in Anteilen zwischen 0 und -20 dB zur Wahl. Klingt kompliziert, ist es auch. Der Experten-Modus des Bass-Managements bietet noch mehr, etwa um Bässe einzelner Lautsprecher an verschiedene Subwoofer zu routen.

    • Ist die Konfi guration eines „Theaters“ und die Definition von „Profilen“ abgeschlossen, kommen die „Presets“ ins Spiel. Ein „Preset“ vereint ein ausgewähltes „Theater“ mit einem „Profil“ nach Wahl und lässt sich direkt über die Fernbedienung (oder App) wählen. Wie viele „Presets“ sich erstellen lassen, verschweigt das Handbuch ebenso, bei 10 hörten wir auf, zu testen. Zudem lässt sich für jedes „Preset“ ein bevorzugter Upmixer (Dolby Surround, DTS Neural:X, AuroMatic) definieren, man kann Trigger aktivieren, die Zonen-Wiedergabe anstoßen und den Low-Latency-Mode nutzen, der die AV-Ausgabeverzögerung auf laut Handbuch unter 15 Millisekunden reduziert. Allerdings werden hierbei einige DSP-Funktionen deaktiviert, darunter Dirac.

    Die ISP Elite 32 MK3 bietet weitere Funktionen wie verschiedene Zonen für die Basswiedergabe oder das Überbrücken von Kanälen, deren Beschreibung im Detail würde jedoch den Rahmen dieses Tests sprengen.

    Bei der Definition eines „Theaters“ stehen etliche Boxen-Positionen zur Wahl. Maximal 32 Kanäle sind möglich, auch für dickste Heimkinos mehr als genug.
    Das Boxen- bzw. Bassmanagement erlaubt neben einer frei definierbaren Crossover-Frequenz auch die Justage der Flankensteilheit des Filters und vieles mehr.

    Äußere Werte
    Auch auf ein übermäßig eindrucksvolles Gewand verzichten die Franzosen, die Storm-Kombi haust in einem schwarzen, eher schlichten Metallgehäuse. Die inneren Werte zählen, so kann man sich trösten – zumal im High-End-Heimkino, wo sich die Storm-Kombi am wohlsten fühlt, die Elektronik meist im Nebenraum oder auf Racks ausgelagert wird.

    Die Front der Elite besteht aus einer 8 Millimeter starken Aluplatte, darin eingelassen ist eine große, aber gemessen am Preis nicht sonderlich edel anmutende Kunststoffblende, auf welche die Endstufe verzichtet. Sonst sind Material und Verarbeitung identisch. Der Gehäusedeckel wirkt ebenso stabil und lässt sich nicht durchdrücken.

    Im Verhältnis zur Kunststoffblende der Front geriet das mittig sitzende LCD-Display recht klein. Während die Lesbarkeit bei frontaler Draufsicht sehr gut ist, nimmt sie aufgrund der starken Abdunklung des Screens aus allen anderen Sichtwinkeln schnell ab. Wie beim Fusion 20 gefällt uns der wackelige Lautstärkeregler nicht. Diese Besonderheit liegt vor allem an der Push-Funktion, mit der man das Gerät stummschaltet und Eingaben im Menü bestätigt.

    Bedienung und Menüs
    Neben der nicht übermäßig hochwertig wirkenden Fernbedienung kann man die Kombi über die Storm-Remote-App steuern, die für Tablets oder Smartphones (unterschiedliche Apps) optimiert ist, allerdings nur einfache Steueroptionen bietet. Das Herzstück der Elite ist das Web-Interface mit grafischer Oberfläche (GUI), das über einen klassischen Web-Browser mit der IP-Adresse des Geräts im heimischen Netzwerk zugänglich ist. Ohne dieses läuft so gut wie nichts mit der Elite, das GUI ist die Anlaufstelle für alles zum Thema Grundkonfiguration, Boxen-Setup, Einmessung, Equalizer, Presets, HDMI und Co. Das klassische On-Screen-Menü beschränkt sich hingegen auf wenige Informationen wie Lautstärke, Decoder und Daten zu den Bild- und Tonsignalen.

    Unter „Presets“ legt man Schnellwahlspeicher an. Jedem Preset kann ein Theater (Boxenlayout), ein Profil (Konfiguration eines Boxen-Layouts, optional mit Dirac), eine Audiozone, Trigger, ein optionaler Upmixer und der Low-Latency-Modus zugewiesen werden. Über die Fernbedienung oder die Software-Remote lassen sich Presets bequem anwählen.
    Ordentlich was dran: Die Vorstufe ISP Elite 32 MK3 bietet in der abgebildeten Ausführung nicht nur analoge 32 XLR-Ausgänge für ihre 32-Kanal-Verarbeitung, auch die Erweiterungsboards für die digitale Konnektivität der 32 Kanäle sind hier installiert (AES / AoIP). Hinzu gesellen sich vier analoge Audio-Inputs in Form von Stereo-Cinch und 2x XLR, dazu je 3x Toslink und Koax. Auf Videoseite sind 7 HDMI-2.1-Eingänge und zwei HDMI-2.1-Ausgänge vorhanden. Die 16-Kanal-Endstufe PM 16 MK3 mit Digitalverstärkern kann nur über XLR verbunden werden, die Boxenanschlüsse wirken robust und sind auch für Bananenstecker geeignet. Die Überwachung der Endstufe kann über LAN erfolgen.
    Die virtuelle Fernbedienung des grafischen User-Interface bietet viele Funktionen.

    Decoder, Dirac und Kanäle
    An Decodern offeriert der Franzose Dolby Atmos, DTS:X Pro, IMAX Enhanced und Auro 3D. Hinzu kommen deren Upmixer. Das Cross-Format-Upmixing von 2D-Ton mit signalfremden Decodern klappte im Test problemlos.

    Die Elite-Vorstufe kann in ihrer größten Ausbaustufe bis zu 24 Kanäle decodieren und bis zu 32 Kanäle prozessieren, mehr zur Boxenkonfiguration finden Sie im Kasten oben. Die Vorstufe kommt ab Werk mit dem Dirac-Einmess-System, Lizenzen für die Live-Software (Full Range), die „Bass Control“-Erweiterung und das neue „Active Room Treatment“ (ART) sind an Bord (Details im Kasten auf der nächsten Doppelseite) und müssen nicht wie bei Denon oder Marantz zusätzlich gekauft werden.

    Nicht zum Lieferumfang gehört ein Messmikrofon, für den Test verwendeten wir das UMIK-1 von Mini-DSP. Wer lieber selbst Hand anlegt, kann auch REW (Room EQ Wizard) zur Raumeinmessung und Filtererstellung nutzen und seine REW-Filter als Textdokument importieren. Für individuelles Sound-Tuning bietet die Elite zudem einen mächtigen, parametrischen Equalizer, den man zusätzlich zur bzw. über die Dirac-Einmessung bemühen darf. Eher simpel gestrickt sind die Bass-, Höhen- und Brillanz-Regler der virtuellen Remote. Auch eine Dynamik-Kompression und ein Lip-Sync findet man dort.

    Die Bildelektronik ist mit einem Videoboard nach HDMI-2.1a-Standard auf dem aktuellen Stand. Die Elite kann damit an allen 7 Ein- und den beiden Ausgängen Datenströme bis 40 Gbps und Auflösungen bis zu 8K/60p- bzw. 4K/120p-Signale inklusive dem Kopierschutz HDCP 2.3 sowie alle gängigen HDR-Formate (HDR, HDR10+, Dolby Vision und HLG) verarbeiten. Auch ein eARC für die Tonzuspielung vom Fernseher ist vorhanden.

    Das Kraftaket PA 16 MK3
    Die Endstufe mit 16 Digitalverstärkern von Pascal Audio bringt 25 Kilo auf die Wage; analog wäre solch eine Anzahl in einem vergleichsweise kompakten Gehäuse (49 x 44,1 x 13 Zentimeter) wohl kaum unterzubringen. Lüftungsschlitze gibt es nur seitlich, was für eine geringe Wärmeentwicklung der Endstufen spricht – eine Stärke von Class- D-Amps. Für die zusätzliche Belüftung verbaute Storm audio zwei Lüfter auf der Rückseite, die beim Anschalten des Geräts laut aufheulen, sich ansonsten aber ruhig verhielten. Die PA 16 MK3 kommt nur mit XLR-Buchsen (sehr robust und für Bananas geeignet), Cinch gibt es nicht. Wer trotzdem unsymmtrische RCA-Verbindungen benötigt, kann zu Adaptern greifen. Ebenfalls vorhanden sind zwei Trigger-Ports (etwa zum Ein/Ausschalten der PA 16 zusammen mit der Elite-Vorstufe) sowie eine LAN-Buchse zum Monitoring (z.B. Temperatur, Power-Status, Fehlfunktionen, Lüftergeschwindigkeit). Via Y-XLR-Kabel ist zudem ein Brücken-Betrieb mit 2 x 8 Kanälen für eine erhöhte Leistungsabgabe möglich. Diverse Schutzmechanismen überwachen unter anderem die Betriebstemperatur sowie das Laufen der Lüfter und bewahren das Gerät so vor Überspannungen.

    Im Messlabor bot unser Testmuster der PA 16 MK3 dicke Leistungsreserven: Im Stereo-Modus an 4 Ohm waren es rund 400 Watt pro Kanal, an 6-Ohm-Widerständen immer noch knapp 270 Watt. Im 5-Kanal-Betrieb stellte die PM 16 an 4-Ohm-Last etwa 300 Watt bzw. 330 Watt an 4-Ohm-Last pro Kanal zur Verfügung. Im 7-Kanal-Betrieb (6 Ohm) stemmte der Franzose immer 260 Watt (6 Ohm) pro Kanal. Der durchschnittliche Stromverbrauch lag mit rund 110 Watt erfreulich niedrig (die ISP Elite benötigt knapp über 44 Watt), die gute Ökobilanz spricht grundsätzlich für Digitalverstärker.

    Der parametrische Equalizer ist komplex und etwas umständlich zu bedienen, der Funktionsumfang ist aber top. Wer weiß, was er tut, kann so den Klang bestmöglich optimieren.
    Besserer Bass mit Active Room Treatment
    „Aktive Raum-Behandlung“ nennt sich Diracs jüngster Einmessungs-Streich. Die neue Funktion (im Original „Active Room Treatment“ oder kurz ART) arbeitet im Falle der ISP Elite MK3 von 20 bis 150 Hertz und soll demnach besonders die Bass-Performance am Hörplatz verbessern. Bisher war es üblich, Überhöhungen im Tiefton durch eine Pegelabsenkung betreffender Frequenzen zu eliminieren. Hochwertige Einmess-Systeme wie Dirac gleichen zudem das Phasen- bzw. Impulsverhalten aller Lautsprecher untereinander an, Ziel hierbei ist ein möglichst zeitrichtiges Zusammenspiel aller Speaker für eine präzisere, klarere und schnellere Wiedergabe. Lange Laufzeiten respektive Hallzeiten des abgestrahlten Schalls im Hörraum bzw. am Hörplatz kann man damit aber nicht in den Griff bekommen, das klappt nur mit einer Behandlung des Hörraums durch großvolumige Absorber.

    Genau hier setzt ART an. Die Idee dahinter ist simpel wie genial – und ähnelt dem Prinzip des Noise Cancellings bei Kopfhörern. Mit Dirac ART produzieren alle Lautsprecher einer Surround-Anlage nicht nur Schall, sondern löschen auch aktiv und gezielt „Störschall“ im Raum mit gegenphasigen Schallwellen aus. In der Theorie könnte man dank ART so auch auf raumakustische Maßnahmen wie Bassfallen, Baffle Walls oder Double Bass Arrays verzichten, in der Praxis sind Absorber trotzdem eine gute Wahl, zumal ART nur bis 150 Hertz arbeitet.

    Für die Nutzung von ART werden mindestens 9 Messpositionen benötigt. Die Messung und Modifikation der Zielkurve nach persönlichen Wünschen (Stormaudio stellt auch eigene Zielkurven zum Download bereit) läuft wie gewohnt und oft in der audiovision beschrieben ab.

    Dirac Live nach der Boxen-Einmessung: Die ART-Funktion (rote Ellipse) kann man oben rechts aktivieren.

    Tonqualität Surround
    Für den Hörtest nutzten wir die Einmessung mit Dirac ART und verglichen den Sound ohne Dirac-Filter. Wenig überraschend begrüßten wir zu Beginn Steely Dan mit seinem Studioalbum „Two Against Nature“ von DVD-Audio (5.1-Mix) in unserem Player. Sofort fühlten wir uns an den Sound der „Fusion 20“ erinnert, allerdings verzichten wir aus Gründen mangelnder A-B-Vergleichbarkeit (das Gerät ist längst wieder beim Hersteller) auf weitere Referenzen in diesem Test.

    Sofort fiel uns jedenfalls die schnelle und blitzsaubere Bass-Performance auf, die der Rock-Musik eine gewisse Leichtigkeit, Klarheit und Durchhörbarkeit verlieh; alles töne schlackenfrei, sehr dynamisch und lebendig. Tonal beschönigt die Storm-Kombi nichts – was in der Aufnahme steckt, bekommt man auch: Im Falle von Pop auf Youtube eine starke Kompression mit grellem Klang, mit Jazz von erstklassigen CDs oder SACDs offenbarte das Duo hingegen ein räumlich ultrastabiles, ausgesprochen körperhaftes und dabei realistisch anmutendes Klangbild samt einer superfeinen Hochtonauflösung, die Nebengeräusche mitschwingender Gitarrenkörper oder das Schwirren von gezupften Saiten filigran hörbar machte. Apropos SACD: DSD-Streams über HDMI unterstützt die Storm Elite nicht, hier musste unser Oppo-Player das Signal zu PCM wandeln. Die Deaktivierung von Dirac ART brachte ein dezentes Dröhnen in den Bass, zudem mutete das Klangbild grundsätzlich dunkler und damit etwas wärmer an – aber im Vergleich auch etwas belegt bzw. verhangen. Räumlichkeit, Präzision und Plastizität ließen ohne Dirac ART ebenfalls etwas nach. Ähnliches zeigte sich auch bei Filmton mit den obligatorischen Dolby-Atmos-Trailern diverser Demo-Discs, weshalb wir Dirac wieder aktivierten und zusätzlich dem Subwoofer etwas mehr Schub mitgaben.

    So katapultierte der Panzer im tontechnisch ausgezeichneten Finale von „Ghost in the Shell“ (Dolby Atmos) die Geschosse wie Explosionen mit glaubhafter Räumlichkeit, verblüffender Tiefenstaffelung und gefühlter Kraft. Dank Dirac ART rumpelte der sechsbeinige Panzer schön differenziert in allen Basslagen, jedes Ächzen und Krächzen der gewaltigen Maschine krachte klar nachvollziehbar aus den Lautsprechern.

    Bei der Platzierung der Effekte im Raum gab es nichts zu meckern, alles rumpelte dreidimensional, präzise und glaubhaft überzeugend. Höheneffekte wie in den Dolby-Clips „Audiosphere“ und „Leaf“ wurden ebenfalls bestens ortbar auf unseren Top-Speaker platziert. Mehr geht kaum, außer man verwendet mehr als unsere 5 Höhenlautsprecher.

    Tonqualität Stereo
    Natürlich spielte die Storm-Kombi auch mit Zweikanal-Material ausgezeichnet: Klar, hervorragend durchhörbar, schlackenfrei, dynamisch, präzise, dabei körperhaft, ausgesprochen fein auflösend und bei aller Vorliebe zur Lautstärke (der man gerne frönt) stets frei von Härten und offensichtlichem Sounding. Musikfreunde mit Drang zu schillernden Klangfarben, kuscheliger Wärme und audiophilem Schmelz werden sich mit dem nüchternen, neutralen Sound der Storm-Kombi womöglich etwas schwer tun – geschmeichelt wird woanders. Doch das ist persönliche Präferenz bzw. Geschmacksfrage, die der Storm-Kombi nicht angelastet werden kann. Wer sein persönliches Klangtuning betreiben will, kann hierfür neben Dirac den ausgefeilten Equalizer nutzen – hier muss man aber schon wissen, was man tut (technisch wie „künstlerisch“), sonst verbiegt man den Sound schnell.

    Natürlich schallte es im Stereo-Mix nur von vorne, dort aber schön plastisch, luftig und präzise. Mit den Upmixern, wir bevorzugten die individuell konfigurierbare Auro-Matic, spielte alles naturgemäß räumlicher, womit sich auch die Dirac-Filter mehr bemerkbar machten. Mit Dirac schallte Musik noch dreidimensionaler, freier bzw. luftiger und prägnanter. Für Musik- wie Filmfans mit Faible für Upmixer ist das eine sehr feine Sache.

    Der Testbericht Stormaudio ISP Elite MK3 & PA 16 MK3 (Gesamtwertung: 94, Preis/UVP: 22.600/12.500 Euro) ist in audiovision Ausgabe 5-2024 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

    • STORMAUDIO ISP ELITE MK3 & PA 16 MK3 (audiovision 5-2024)In den Warenkorb

      STORMAUDIO ISP ELITE MK3 & PA 16 MK3 (audiovision 5-2024)

      PDF-Download €1,99

    AV-Fazit

    94 Sehr gut

    Die Stormaudio ISP Elite MK3 in Kombination mit der PA 16 MK3 ist ein traumhaftes Duo für den Einsatz in High-End-Heimkinos: klanglich erstklassig, hochflexibel und mit Leistung satt. Preislich ist das Duo allerdings kein Schnäppchen.

    Andreas Oswald

    Das könnte Sie auch interessieren...

    Blu-ray-Test: Vaiana 2

    Blu-ray-Test: Old Guy – Alter Hund mit neuen Tricks

    Pure EAR Award 2026 fördert Zukunft des Radios



    > Übersicht aktueller Tests
    Aktuelle Umfrage

    Wie groß ist Ihr aktueller Fernseher?

    Zeige Resultat

    Wird geladen ... Wird geladen ...
    [the_ad_group id="1393"]
    [the_ad_group id="1392"]
    • Brandneu
    13. Februar 2026

    Blu-ray-Test: Vaiana 2

    13. Februar 2026

    Blu-ray-Test: Old Guy – Alter Hund mit neuen Tricks

    13. Februar 2026

    Pure EAR Award 2026 fördert Zukunft des Radios

    13. Februar 2026

    Sony stellt neue True Wireless In-Ear-Kopfhörer WF-1000XM6 vor

    13. Februar 2026

    Welttag des Radios 2026

    Version 2.1 © 2026, Cybermedia GmbH und SGC Network
    • Team
    • Impressum
    • Datenschutz
    • Barrierefreiheit
    • AGB
    • Kontakt
    • Werben auf audiovision.de

    Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.