Sonoro Lounge (Test)

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Die schlanke Infrarot-Fernbedienung steuert alle wichtigen Funktionen und Tonquellen sowie gespeicherte Radiosender.

Der deutsche Hifi-Spezialist aus Neuss bringt mit dem Lounge ein kompaktes 2.1-System, das sich zwischen den Modellen Prestige und Elite platziert, aber ohne Internet-Anbindung auskommen muss. Stattdessen hat man die Wahl zwischen Radio, Bluetooth, kabelgebundenen Audioquellen und CDs. Das Slot-in-Laufwerk verarbeitet Audio-, WMA- oder MP3-CDs. Alternativ gelangt Musik über die rückseitigen Anschlüsse an die Boxen. Der Lounge besitzt zweimal 3,5-mm-Klinke (In und Out) sowie einen Ein- und Ausgang für RCA (über Cinch-Buchse). Vorbildlich ist der Netztrennschalter sowie das integrierte Netzteil. Daneben findet sich an der Rückseite ein USB-Port (für MP3-Wiedergabe oder zum Laden externer Geräte) sowie ein Anschluss für Antenne, welche gleich mitgeliefert wird. Radioempfang ist über UKW und DAB+ möglich. Sender lassen sich per automatischen Suchlauf finden und sichern (jeweils sechs Speicherplätze). Zusätzlich gibt es eine Weckfunktion mit zwei Alarmzeiten.

Entspannung pur

Außergewöhnlich am Sonoro Lounge ist ein integriertes Audioprogramm zum Relaxen. Hier hat man die Wahl aus einem mehrteiligen Entspannungsprogramm, meditativen Klängen oder Naturgeräuschen, welche sich auch zum Einschlafen oder Aufwachen eignen. An der Vorderseite des Geräts finden sich elf Tasten zum Einschalten, Auswerfen von CDs, Dimmen des Displays, Wiedergabe, Quellen-wahl, Wecker und Menü. Nicht zuletzt befindet sich hier ein stufenlos verstellbarer Lautstärkeregler. Alternativ bedient man den Lounge per Fernbedienung, auf der alle wichtigen Funktionen unterkommen.

Rückseitig finden sich Ein- und Ausgänge für RCA und 3,5-mm-Klinke. Daneben auch USB-Anschluss zum Laden und zur MP3-Wiedergabe sowie Antennenbuchse.

Im formschönen Gehäuse kommen zwei nach vorne gerichtete 3-Zöller mit 20 Watt im Stereoverbund sowie an der Unterseite ein 4-Zoll-Subwoofer zum Einsatz. Dank digitalem Soundprozessor gefallen die klaren Höhenabstufungen inklusive schön abgegrenzten Gesängen.

Smart Light ohne Internet: Sonoro Light wird an herkömmliche Lampen zwischengeschaltet und lässt sich von Qubo- und Lounge-Systemen ansprechen.

Der Tiefton-Raum wird satt abgedeckt, muss aber des Öfteren heruntergepegelt werden, da er sonst übersteuert. Neben den Bässen sind auch Höhen per Fernbedienung einstellbar. Bei manchen Stücken (zum Beispiel „Propaganda“ von Muse) wirken Mitten dagegen etwas unterrepräsentiert. Für diese Preisklasse hätte das Klangbild etwas homogener ausfallen können. Für kleine und mittelgroße Räume ist der Sonoro Lounge aber ein guter Spielpartner.  

Der Testbericht Sonoro Lounge (Gesamtwertung: gut, Preis/UVP: 600 Euro) ist in audiovision Ausgabe 3-2020 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

AV-Fazit

gut

Der Sonoro Lounge ist ein edel verarbeiteter Allrounder für vielfältige Quellen inklusive Radio, CD und Bluetooth. Mit 600 Euro ist das Sound-System allerdings nicht gerade günstig.
Thomas Stuchlik

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