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    av-Test

    Magnat New Omega 360 (Test)

    10. Juli 20184 Minuten Lesezeit
    Per mitgelieferter Fernbedienung lässt sich der Magnat-Sub im Pegel regeln sowie ein- und ausschalten.

    Mit dem New Omega 380 hat Magnat einen 15 Zoll großen Heimkino-Subwoofer im Portfolio – und das für gerade mal 600 Euro. Doch wieviel Bass bekommt man wirklich für sein Geld?

    Da werden Erinnerungen wach: Tieftonchassis mit 15 Zoll waren früher in etlichen berühmten Lautsprechern zu finden, beispielsweise im Klipschorn und der JBL 4343B. Und die waren im Bass keine Kinder von Traurigkeit, sondern setzten in diesem Frequenzbereich Maßstäbe. Dafür verantwortlich ist die nahezu optimale Kombination aus Membranfläche und Hubfähigkeit eines hochwertigen Chassis dieser Größe.

    Natürlich kann man für einen Subwoofer nicht irgendein 15-Zoll-Chassis hernehmen und darauf setzen, dass die Wiedergabe vergleichbar mit diesen Koryphäen wird. Das aber hat Magnat beim mit 600 Euro erstaunlich günstigen New Omega 380 auch nicht getan, sondern das Chassis auf seinen Einsatzzweck abgestimmt und eine maßgeschneiderte Behausung drumherum gebaut. Diese geriet zudem recht üppig, was hervorragende Arbeitsbedingungen für den XXL-Tieftöner schafft. Einziger Nachteil dabei: Der New Omega 380 lässt sich schwerlich unauffällig im heimischen Wohnzimmer platzieren und dürfte somit designorientierte Heimkino-Fans abschrecken.

    Technik

    Zu sehen ist vom 15-Zöller im Betrieb nichts, denn er ist in der Bodenplatte eingebaut und arbeitet somit im Downfire-Betrieb. Für den korrekten Abstand zum Boden sorgen vier massive Standfüße, deren Silikon-Unterseite für eine Schwingungsentkopplung sorgen. Ein weiterer Vorteil dieser Technik ist, dass eventuelle Mittelton-Anteile vom Chassis zum Boden abgestrahlt werden und so weniger hörbar sind.

    Lediglich einen Stereo-Cinchanschluss und die Netzbuchse trägt der New Omega 380 auf seiner Rückseite. Außerdem gibt es den Netzschalter und Umschalter für Phase und Einschalt-Modus.

    Das aus MDF hergestellte Gehäuse ist zur Stabilisierung und Vermeidung von Resonanzen innen versteift. Da ist es kein Wunder, dass der Sub mit gut 30 Kilo ordentlich Gewicht mitbringt. Ein wichtiger Vorteil dabei: Auch durch heftige Bassimpulse dürfte er sich nicht aus der Ruhe bringen lassen.

    Optisch präsentiert der Magnat sich mit einer schwarzen Folienbeschichtung: Die Seiten sind geschliffenem Metall nachempfunden, der Deckel genarbtem Leder. Das gewählte Material macht einen wertigen Eindruck und muss sich auch in gepflegt eingerichteten Wohnzimmern nicht verstecken.

    In Sachen Ausstattung war der Hersteller etwas sparsamer, was angesichts des Preises verständlich ist. Zumindest gibt es eine Fernbedienung, über die sich der New Omega 380 ein- und ausschalten sowie im Pegel regeln lässt. Am Gerät sitzen die Regler für Pegel und Trennfrequenz sinnvollerweise vorn, zusammen mit der Betriebs-LED. Die Schalter für Phase und Bereitschafts-Modus (immer eingeschaltet oder mit signalgesteuerter Automatik) sowie der Stereo-Cincheingang und der Netzanschluss wurden auf der Rückseite platziert, wo sich auch die beiden großen Bassreflexöffnungen befinden.

    Tonqualität

    Trotz einer nicht gerade üppigen Verstärkerleistung von 150 Watt trumpft der Magnat mit satten 108 (Tiefpass auf Minimum) und 109 Dezibel (Tiefpass auf Maximum) auf. Seine Frequenzgänge fallen zu tiefen Tönen hin jedoch deutlich ab, was zumindest beim Tiefpass auf „max“ für eine nicht gerade standesgemäße untere Grenzfrequenz von 56,3 Hertz sorgt. Zum Glück ist der Abfall bis 30 Hertz – darunter setzt das Subsonic-Filter ein – nicht zu steil, so dass eine wand- oder eckennahe Aufstellung die fallende Flanke kompensieren kann. So platziert stellt er in eindrucksvoller Weise klar, was ein 15-Zoll-Chassis ausmacht: Bis zu hohen Pegeln hin drückt er unverzerrte, sauber konturierte Basstöne in den Hörraum. Die Magenwände beben, wenn die alte Dame in „Ratatouille“ ihre Schrotflinte zum Einsatz bringt. Zudem stören keinerlei Unsauberkeiten oder Nachschwinger den Hörgenuss. Auch das tiefe Dröhnen der Maschinen über der Brücke in der Abschleppwagenszene von „Terminator – Die Erlösung“ kommt mit Nachdruck und lässt die Hosenbeine schwingen. Musik hören macht ebenfalls viel Spaß. Die Bassdrum in Omar Hakims „Listen Up“ kommt sauber konturiert und integriert sich schön in den Gesamtklang. Für erkennbar mehr Präzision muss man schon deutlich tiefer in die Tasche greifen.  

              

    Der Testbericht Magnat New Omega 360 (Gesamtwertung: 76, Preis/UVP: 600 Euro) ist in audiovision Ausgabe 5-2018 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

    • Magnat New Omega 380 (audiovision 05-2018)In den Warenkorb

      Magnat New Omega 380 (audiovision 05-2018)

      PDF-Download €1,99

    AV-Fazit

    76 sehr gut

    Ob bei Musik oder Hollywood-Blockbuster, der New Omega 380 von Magnat überzeugt mit Durchsetzungskraft und Präzision – und das für vergleichsweise günstige 600 Euro.
    Michael Nothnagel

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