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    Klipsch RSB-14 (Test)

    5. Dezember 20177 Minuten Lesezeit
    klipsch-rsb-14-fb
    Die Fernbedienung liegt gut in der Hand und besitzt separate Volume-Tasten für Bar und Woofer.

    prosconsMit der RSB-14 präsentiert Klipsch eine 2.1-Soundbar im gehobenen Preissegment. Für 800 Euro kommt der Klangriegel im Gespann mit einem Subwoofer und trumpft besonders bei den Streaming-Optionen auf.

    Die RSB-14 platziert sich relativ weit oben innerhalb einer Flotte von Soundbars, die US-Boxenbauer Klipsch aktuell im Programm hat. Zum 800 Euro teuren Klangriegel gehört ein separater Wireless-Subwoofer sowie die neue Streaming-Technologie DTS Play-Fi. Zudem ist die Bar fit für die 4K-Videowiedergabe inklusive HDCP-2.2-Kopierschutz und HDR-10. Mit 3D-Sound via Dolby Atmos oder DTS:X kann die RSB-14 allerdings nicht dienen.

    2.1-Kanäle samt Mini-Hörner

    Zwar bestehen die Gehäuse von Soundbar und Subwoofer lediglich aus Kunststoff, sie sind aber fehlerfrei verarbeitet; die robusten und nicht abnehmbaren Metallgitter schützen zuverlässig die Chassis. Die Bar ist mit 4,6 Kilo Gewicht vergleichsweise leicht und kann dank zwei Lochauf-hängungen auch problemlos an die Wand montiert werden. Mit nur 8,3 Zentimetern Höhe darf man die RSB-14 auch vor dem Fernseher platzieren, ohne dass diese ins TV-Bild ragen sollte.

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    Lochhalterungen auf der Rückseite erlauben die Wandmontage der RSB-14. Bei Tischauf- stellung sorgen große Gummifüße für einen rutschfesten Stand.

    Sämtliche Anschlüsse befinden sich auf der Rückseite: Gleich 3 HDMI-Eingänge und ein HDMI-Ausgang samt CEC und ARC sind für eine Soundbar stattlich, Ton gelangt auch via Toslink oder 3,5mm-Klinke in den Klangriegel. Musik-Streaming von externen Zuspielern ermöglicht die Ethernet-Buchse sowie das integrierte WiFi-Modul. Auf der Front sitzen fünf Tasten zur grundlegenden Bedienung wie Lautstärke und Quellenwahl; der gewählte Eingang wird allerdings nur über winzige Leuchtsymbole angezeigt, die bereits aus 2 Metern Entfernung nicht mehr entzifferbar sind. Mehr Optionen offeriert die gut in der Hand liegende Fernbedienung, die getrennte Volume-Tasten für Bar und Woofer aufweist. Allerdings reagierte der Soundriegel nicht immer sofort auf unsere Eingaben, sodass öfter das mehrmalige Drücken derselben Taste nötig war. Da ein normales Display und auch Onscreen-Menüs fehlen, muss man die RSB-14 quasi blind bedienen – außer man greift auf Klipschs „Stream“-App zurück, die in Kombination mit DTS Play-Fi auch die Vernetzung mit weiteren WLAN/LAN-Speakern und damit den Aufbau von Multiroom-Systemen ermöglicht.

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    Auf der Rückseite der RSB-14 stehen gleich 3 HDMI-Eingänge und ein HDMI-Ausgang zur Verfügung. Ton findet den Weg auch über Klinke und Toslink in die Bar. Die Funktion des USB-Anschlusses wird im Handbuch nicht erwähnt.

    Die „Stream“-App
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    Große Auswahl an Musikdiensten, auch Amazon Music ist dabei.

    Wer Musikdateien lokal von einem Netzwerkserver oder online per Streaming-Dienst hören möchte, benötigt im Falle von Klipschs RSB-14-Soundbar ein Handy, ein Tablet oder einen Computer, die mit Android beziehungsweise iOS-Betriebssystem laufen. Für diese Plattformen stellen die Amerikaner nämlich ihre viel­seitige „Stream“-App zur Verfügung, die Streaming- und Multi­room-Lösungen vereint und dabei auf die neue DTS Play-Fi-Technik setzt.

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    Im Grundmenü lassen sich etwa Boxen einzelnen Räumen zuordnen.

    So ermöglicht „Stream“ das Einrichten separater Lautsprecher oder von Multiroom-Systemen sowie deren Steuerung durch einen oder mehrere Benutzer. Zudem kann man auf viele Online-Dienste wie Spotify, Amazon Music, Deezer, Juke oder Tidal zugreifen. Auch das Netzwerk-Streaming mit DLNA ist per „Stream“-App möglich. Unterstützt wird zudem die verlustfreie Audioübertragung mit bis zu 24 Bit / 192 kHz via Wi-Fi und Ethernet.

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    Hi-Res Audio unterstützt eine Auflösung von bis zu 192 kHz / 24 Bit.

    Im Inneren der Soundbar verbaute Klipsch zwei 19 Millimeter große Soft-Dome-Tweeter samt den für Klipsch typischen Schallführungen namens „Tractrix Horn“. Zu diesen gesellen sich vier 2,5 Zoll große Fiber-Composite-Cone-Woofer. Die Sinus-Verstärkerleistung inklusive Subwoofer beziffert Klipsch mit 135 Watt. Der knapp 11 Kilogramm schwere Bass-Quader gehört mit zum Lieferumfang, misst 17,8 x 40,7 x 33,4 Zentimeter und kommuniziert via Funk mit der Bar. Das 8 Zoll große Chassis des Bassreflex-Gehäuses strahlt seitlich ab. Toneingänge besitzt der Woofer keine, so dass er ausschließlich mit der Soundbar in Betrieb genommen werden kann. Die Verarbeitung ist hochwertig, die schwarze Kunststoff-Folie imitiert Aluminium.

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    Der Bassreflex-Subwoofer nimmt drahtlos via Funk zur Soundbar Kontakt auf.

    PCM und Dolby, aber kein DTS

    An Tonsignalen versteht die Bar PCM und Dolby, einen DTS-Decoder sparten sich die Amerikaner, was angesichts der Integration von DTS Play-Fi verwundert – und weshalb entsprechende DTS-Streams vom Zuspieler  ins PCM-Format gewandelt werden müssen; Gleiches gilt für DSD-Streams von SACD. Die 3 Klangprogamme verbessern entweder die Sprachverständlichkeit, reduzieren die Dynamik oder sorgen für virtuellen Surround-Sound. Ein Lip-Sync fehlt indes ebenso wie Regler für Bässe und Höhen oder ein Equalizer; auch auf ein Einmess-System muss man verzichten. Nach dem Ausschalten merkt sich die Bar nicht die zuletzt eingestellte Lautstärke, sondern springt auf einen Standardpegel zurück.

    Video & Multimedia

    Dank HDMI 2.0 sind alle Bildschnittstellen  4K/60p-tauglich und schleifen den HDCP-2.2-Kopierschutz sowie HDR-10-Metadaten durch. Einen Video-EQ oder Scaler besitzt die Soundbar nicht. Dank ARC-Funktion gelangt Ton aus dem Fernseher zur Soundbar, via CEC lässt sich die Soundbar in geringem Umfang auch über die normale TV-Fernbedienung steuern, etwa ein-/ausschalten oder die Lautstärke regeln.

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    Fünf Tasten auf der Front erlauben die grundlegende Bedienung. Die winzigen Leuchtsymbole darüber sind selbst aus der Nähe aber schwer zu entziffern.

    Über die Funktion der USB-Buchse schweigt sich die Bedienungsanleitung aus, Tondateien lassen sich über diese jedoch nicht zuspielen, was den Nutzen auf die Stromausgabe reduziert. Zum Hören von Mediendaten wird demnach eine externe Quelle wie das Handy oder Tablet benötigt, die mit der Soundbar via Bluetooth (mit apt-X-Codierung) oder über das WiFi-Modul drahtlos kommunizieren können. Auch der Zugriff auf einen Medien-Server sowie das Abspielen von Hi-Res-Audiodateien ist mit Klipschs „Stream“-App möglich, die darüber hinaus den Zugang zu freien Internet-Radios und Musik-Bezahldienste wie Spotify, Amazon Music, Deezer, Juke und Tidal ermöglicht.

    Tonqualität

    Im Leerlauf, also eingeschaltet, aber ohne Ton, gab unser Testmuster der RSB-14 ein Rauschen und elektronisches Surren von sich, das in leiser Umgebung auch aus mehreren Metern wahrnehmbar war. Tönt der Riegel, spielt dies natürlich keine Rolle mehr. Dann sorgen die 135 Watt für lautstarke Pegel, die auch große Wohnzimmer beschallen. Wie bei Bar/Woofer-Kombis üblich, sollte für Sound aus einem Guss der Krawallmacher nahe der Bar positioniert werden. Dessen Bass polterte zwar nicht abgrundtief, dafür aber konturiert. Die Bar spielte relativ neutral und ohne große Verfärbung in den Mitten; Höhen ließ sie ohne Schärfe erklingen.

    Schallte die RSB-14 im Standard-Modus frontbetont und auf den Riegel fokussiert, änderte sich dies, sobald wir den „Surround“-Modus aktivierten: Dann öffnete sich das Effektegewitter im Action-Finale von „Ghost in the Shell“ (2017) zu einem verblüffend großräumigen und luftigen Klang, der die Box akustisch verschwinden ließ. Klar ortbare Effekte von seitlich oder Töne von  hinter dem Sitzplatz vermochte die RSB-14 in unserem Hörraum allerdings nicht zu reproduzieren. Die „Night“-Funktion senkte Dynamikspitzen zuverlässig ab, während der „Dialog“-Modus den Klang etwas aufhellte. Aus stark seitlichem Hörwinkel verfärbte der Sound etwas, die Sprachverständlichkeit leidet darunter aber nur geringfügig. Stereo-Musik verschiedenster Couleur machte auf der RSB-14 ebenfalls viel Spaß. Auch hier sorgt der „Surround“-Modus für größere Räumlichkeit, die leichten tonalen Verfärbungen dieses Modus fallen bei Musik naturgemäß deutlicher als bei Filmton auf – woran man sich aber schnell gewöhnt.      

    bewertung

    Der Testbericht Klipsch RSB-14 (Gesamtwertung: 72, Preis/UVP: 800 Euro) ist in audiovision Ausgabe 10-2017 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

    • Klipsch RSB-14 (audiovision 10-2017)In den Warenkorb

      Klipsch RSB-14 (audiovision 10-2017)

      PDF-Download €1,99

    AV-Fazit

    72 gut

    Klipschs 800 Euro teure Soundbar punktet mit gutem Klang, externem Sub und vielen Streaming-Optionen samt DTS Play-Fi. Verbesserungspotenzial sehen wir vor allem bei der Bedienung.
    Andreas Oswald

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