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    av-Test

    KEF V300 (Test)

    2. Dezember 20152 Minuten Lesezeit

    Mit seinem 3,5 Zentimeter flachen Aktiv-boxenset V300 hat der englische Hersteller KEF für 700 Euro eine Lösung für all die parat, denen der Klang ihres Fernsehers zu dünn, die Stereowirkung von Soundbars und Sounddecks zu eng und AV-Receiver samt Boxen zu kompliziert sind. 

    Flach und elegant

    Die rund 60 Zentimeter hohen Lautsprecher finden neben dem Fernseher oder mit beiliegender Halterung auch an der Wand ihren Platz. Das 2 x 50 Watt-Verstärkermodul ist kaum größer als ein Taschenbuch und versorgt die Boxen über normale Lautsprecherkabel – wem die mitgelieferten 1,5 Meter zu kurz erscheinen, kann daher problemlos längere anschließen. Die Verarbeitung hinterlässt mit gebürsteten Metalloberflächen an den Standfüßen und am Verstärker einen hochwertigen Eindruck. Gesteuert wird das Set mit der Fernbedienung des Fernsehers, das Steuersignal gelangt via HDMI-CEC-Protokoll in den Verstärker, der Ton über HDMI oder den optischen Eingang. Am Verstärker gibt es keine Tasten. Als Tieftöner fungieren zwei vertikal angeordnete 115 Millimeter große Flach-Chassis, während den Hochton-Bereich eine mittig platzierte 25-Millimeter-Alu-Kalotte übernimmt, die mit einer „Tangerine-Waveguide“-Schalllinse versehen ist. Diese verbessert das Abstrahlverhalten und schützt die Kalotte vor Beschädigung. 

    Klare Höhen, wenig Bässe

    Im Klang können die KEF-Flachmänner mit ihrer feinauflösenden, weitgefächerten Vorstellung überzeugen, von der die meisten Fernseher weit entfernt sind. Bei Sprache begeistert die klare Verständlichkeit und das natürliche Timbre, das auch auf seitlichen Sitzplätzen erhalten bleibt. Für einen bestmöglichen Klang sollten die Boxen zum Hörer hin ausgerichtet werden, was dank verstellbarer Füße unkompliziert gelingt. Bei Kammerkonzerten liefern die KEFs eine packende, anspringende Dynamik, die den Geigenstrich und Klavierhammer selbst bei gehobener Lautstärke knackig und verzerrungsfrei hörbar macht. Beim Bass setzt dem Tiefgang ihr Volumen von 1,4 Litern Grenzen: Unterhalb von 200 Hertz beginnt sich der Klang auszudünnen und bei etwa 80 Hertz endet die Übertragung. Dies fällt vor allem bei Bombast-spektakeln wie „Transformers“ oder „Der Hobbit“ auf, weswegen die Tonqualität von uns nur ein „gut“ bekommt. Mit einem Subwoofer (KEF bietet viele Modelle an) kann man den Klang aber problemlos auf Top-Niveau trimmen. (fg)

    Die 3,5 Zentimeter flachen KEF-Boxen eignen sich ideal zur Aufstellung neben dem TV oder an der Wand.
    Die 3,5 Zentimeter flachen KEF-Boxen eignen sich ideal zur Aufstellung neben dem TV oder an der Wand.

    kef-wertung

    AV-Fazit

    0 gut

    AV-Fazit: KEFs Aktiv-Stereoset V300 adelt den TV-Ton auf elegante Weise. Der Klang überzeugt bis auf die größenbedingte Bassschwäche.

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