Der JBL Tour One M3 für 350 Euro unterscheidet sich vom B&W Px7 S3 (oben) in wesentlichen Punkten. Ja, beide Kopfhörer lassen sich Wireless oder per Kabel betreiben und beherrschen das Noise Cancelling prima; beides sind geschlossene Over-Ear-Modelle. Aber wo dem Px7 S3 nach ca. 30 Stunden Spielzeit die Puste ausgeht, hält der Tour One M3 noch weitere 40 Stunden durch. Während B&W die Begleit-App – nett formuliert – äußerst schlank belässt, protzt JBL mit Features: Hörtest inklusive individuellem Hörprofil, 10-Band-EQ samt voreingestellten Klangkurven (Studio, Club, Extreme Bass etc.), optionaler „Raumsound“, Lautstärkebegrenzung und so weiter – Fans vieler Optionen kommen voll auf ihre Kosten. Zudem ist der Tragekomfort ausgezeichnet, selbst nach Stunden drückt nichts. Andererseits: Der Tour One M3 ist zwar ordentlich verarbeitet, es dominiert aber Kunststoff; hier hat der edle B&W die Nase fühlbar vorn.
Druckvoll & angenehm
Bei aktiviertem Raumsound treten leider klangliche Verfärbungen auf: Elektronisch-instrumentale Musik („Nocturnal“ – The Midnight) tönt breit und groß, jedoch tendenziell hohl und spitz. Bei Stimmen ist dies problematisch, komischerweise funktioniert es etwa bei „Espresso“ von Sabrina Carpenter jedoch sehr gut. Unser Rat: Ausprobieren und vom eigenen Geschmack leiten lassen. Der JBL spielt druckvoll mit tiefen Bässen und angenehmen Höhen, gut zu hören etwa bei Pink Floyds Albumklassiker „The Dark Side Of The Moon“. Es fehlt dem Tour One M3 aber das High-Endige des B&W.

Der Testbericht JBL Tour One M3 (Gesamtwertung: Sehr gut, Preis/UVP: 350 Euro) ist in audiovision Ausgabe 9-2025 erschienen.
Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.
AV-Fazit
Ausstattung und Laufzeit sind klasse, auch das Noise Cancelling und der Klang überzeugen. Es fehlt lediglich der High-End-Glanz.
Oliver Schultes

