Zwei Jahre nach dem „Mate Pro“ hat Hama mit dem „Mate Pro MKII“ den Nachfolger auf den Markt gebracht. Das robuster daherkommende Design orientiert sich am hauseigenen „Ultimate Pro“ (Test in 9-2025). Wie der Vorgänger wurde die zweite Ausbaustufe der Bluetooth-Box in Zusammenarbeit mit den Chassis-Spezialisten von Canton entwickelt. Ein Umstand, der beim Blick auf den 150 Euro teuren Lautsprecher sofort ins Auge fällt. Denn das „Canton“-Logo ist nicht nur prominent platziert, sondern genauso groß wie der „Hama“-Schriftzug. Für die von den Boxenbauern aus dem Taunus optimierte Klangerzeugung namens „Pro Sound Experience“ zeichnet eine Zwei-Wege-Tief-/Mittel- und -Hochtonbestückung verantwortlich, die von zwei Passivmembranen an den Außenseiten ergänzt wird. An Gesamtleistung stehen solide 60 Watt zur Verfügung.
Jetzt mit App
Was uns zum größten Pluspunkt des MKII gegenüber dem Original-Mate bringt: Der Neue lässt sich per „Hama Smart Home“-App steuern. Das kostenlose Programm für iOS und Android bietet nicht nur Zugriff auf die Klang-Modi „Bass Sound“, „Power Sound“ und „Balanced Sound“, man kann mit seiner Hilfe den Klang auch individuell anpassen, den Eingang wechseln (Bluetooth, AUX, USB) und einiges mehr.




Bereits seine kompakten Maße (Höhe 17,2 cm, Tiefe 12 cm, Breite 31 cm) prädestinieren den Mate Pro MKII für den Außeneinsatz, zusätzliche Outdoor-Anreize sind seine IPX6-Klassifizierung gegen Regen und Spritzwasser sowie ein Tragegriff. Wer keine Hand frei hat, kann sich die 2,3 Kilo schwere Powerröhre per beiliegendem Gurt umschnallen. Ebenfalls Teil des Lieferumfangs ist ein USB-C-Ladekabel, ein Netzteil konnten wir hingegen nicht finden. Dank Powerbank-Funktion lässt sich mit dem Mate Pro MKII auch das Smartphone laden. Trotz identischer Akkuleistung wurde die maximale Laufzeit von 13 auf 16 Stunden gesteigert. Zum vollständigen Laden werden 3 Stunden benötigt.
Kräftiger Klang
Da sich die Maße, die Chassis-Bestückung und die Verstärkerleistung gegenüber dem Vorgänger kaum oder gar nicht geändert haben, gibt es auch beim Sound keine gravierenden Unterschiede. Das ist aber nicht tragisch, denn der klang für seine Größe richtig klasse. Als erstes fällt uns die saubere und präsente Stimmwiedergabe bei Podcasts auf. Ein Eindruck, der sich bei unserer Musikauswahl („Bad“, „Walking in Memphis“ und „Hotel California“) mit markanten Gesangsstimmen verfestigt. Auch die instrumentale Begleitung klingt ausgewogen. Für die Extra-Portion Tiefgang (z.B. bei Ushers „Yeah!“) empfiehlt sich der Modus „Bass-Sound“, der die Klangcharakteristik Richtung Boom-Box verschiebt – ohne die Mitten und Höhen unter einem Tieftonteppich zu begraben. Wer sich Hollywood-Blockbuster zu Gemüte führen will, sollte den Klang-Modus „Power Sound“ probieren. Aufgrund der Abmessungen ist der Stereo-Effekt überschaubar, doch mit der „True-Wireless-Stereo“-Funktion kann man zwei MKII via Bluetooth verbinden und so markanteren Stereo-Sound erzeugen.

Der Testbericht Hama Mate Pro MKII (Gesamtwertung: Sehr gut, Preis/UVP: 150 Euro) ist in audiovision Ausgabe 1-2026 erschienen.
Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.
AV-Fazit
In seiner Preisklasse zählt der Hama Mate Pro MKII zu den klanglich besten Bluetooth-Lautsprechern. Auch die Steuerung ist dank App-Unterstützung jetzt auf der Höhe der Zeit.
Christoph Steinecke

