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    Elac Discovery Z3 (Test)

    6. Mai 20193 Minuten Lesezeit

    Mit dem 600 Euro teuren Discovery Z3 stößt Elac in die Gefilde der immer beliebter werdenden Smart Speaker vor. Wie bei ihren ausgewachsenen Passiv-Modellen setzt die Kieler Lautsprecherschmiede auf ein elegantes Design. Der Rahmen des 4,5 Kilogramm schweren Stereo-Quaders besteht aus silbernem Aluminium, die Membranen verstecken sich hinter schwarzen, nicht abnehmbaren Gittern. An der Oberseite des knapp 30 Zentimeter breiten und 13 Zentimeter hohen Gehäuses sorgt eine mit Noppen versehene Gummifläche für eine, sagen wir mal, ungewöhnliche Optik. Hinter den vorderen Gittern werkeln zwei 10-Zentimeter-Tieftöner und 2,5-Zentimeter-Hochtöner. Zwei auf der Rückseite verbaute Passivradiatoren mit einem Durchmesser von 10 Zentimetern ergänzen den Frequenzgang im Bassbereich. Laut Elac deckt der Lautsprecher so einen Frequenzbereich zwischen 60 Hertz und 20 Kilohertz ab. Mit 140 Watt steht den Klangerzeugern ausreichend Verstärkerleistung zur Verfügung. 

    An der Rückseite verstecken sich der Stromanschluss, eine 3,5-Millimeter-Buchse sowie ein Ethernet-Eingang. Einen Netztrennschalter sucht man dagegen vergebens, sodass der Speaker einen konstanten Standby-Verbrauch von 2,4 Watt aufweist.

    Musik erreicht den Discovery Z3 via LAN und WLAN über das heimische Netzwerk, per Bluetooth oder über eine 3,5-Millimeter-Buchse. Letztere funktioniert sofort, für die Einrichtung von Bluetooth- und Internetverbindung benötigt man die „Discovery Z3“-App.

    Steuerung per App

    Um den Elac Discovery Z3 kabellos nutzen und bedienen zu können, benötigt man die kostenlose „Discovery Z3“-App für iOS und Android – ein klassischer Signalgeber liegt nicht bei, und es gibt auch keinen gegen Aufpreis. Die App erkennt das Gerät per WLAN und ermöglicht die Einbindung ins Heimnetzwerk. Danach lässt sich Musik vom Smartphone oder Tablet streamen. Außerdem ermöglicht die App Lautstärkeregelung, Höhen- und Bassanpassung sowie das Ausschalten der Status-LED am Speaker.

    In der „Discovery Z3“-App finden sich Regler Für Bässe und Höhen. Außerdem werden Bluetooth und Wifi-Verbindung in der übersichtlichen Benutzeroberfläche hergestellt. Das Aufspielen von Firmware-Updates geschieht ebenfalls per App.

    Ist der Z3 erst einmal mit dem heimischen WLAN verbunden, kann er auch vom PC aus mit lokal gespeicherter Musik gefüttert werden. Außerdem kann das Discovery Z3 zusammen mit dem Computer-Programm „Roon Essentials“ genutzt werden. Dieses ermöglicht Zugriff auf eine große Online-Musikdatenbank und ordnet auch lokale Dateien über ihren Titel nach Genres und Interpreten, setzt aber ein kostenpflichtiges Abo voraus.#

    Die Einbindung ins heimische WLAN klappte zwar erst im zweiten Anlauf, danach lief allerdings alles reibungslos und die Box kommunizierte problemlos mit unserem Test-Handy Huawei Y5. So konnten wir lokal gespeicherte Musik-dateien abspielen und dank integriertem Spotify Connect stand auch die riesige Song-Bibliothek des schwedischen Streamingdienstes zur Verfügung – allerdings setzt die Nutzung das kostenpflichtige Premium-Abo voraus.


    Breite Klangkulisse

    Angesichts der meist hervorragend klingenden Passiv-Modelle waren unsere Klangerwartungen an das erste von uns getestete Aktiv-Modell entsprechend hoch – und wurden zuerst auch nicht enttäuscht. Pop-Musik und Hip-Hop-Tracks brachte der Z3 bei Zimmerlautstärke locker und erstaunlich basskräftig ans Ohr. Auch aus seitlicher Hörposition fiel die Klangqualität kaum ab. Dreht man die Lautstärke in der App voll auf, erreicht der Speaker beachtliche Pegel, verzerrt aber auch hörbar.

    Bei filigraneren Stücken, wie der von Disturbed gecoverten Rockballade „Sound of Silence“ klang die tiefe Stimme des Sängers etwas hallig und dis-tanziert, zudem fehlten dem Streicher-Crescendo Feinzeichnung und Dynamik. Die Klanganpassung über den Equalizer der „Discovery Z3“-App schaffte hier nur bedingt Abhilfe. Zwar ermöglicht sie, die Höhen und Bässe in 13 Stufen anzupassen, die klanglichen Unterschiede zwischen höchster und niedrigster Einstellung fielen aber gering aus.     

     

    Der Testbericht Elac Discovery Z3 (Gesamtwertung: gut, Preis/UVP: 600 Euro) ist in audiovision Ausgabe 2-2019 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

    • Elac Discovery Z3 (audiovision 2-2019)In den Warenkorb

      Elac Discovery Z3 (audiovision 2-2019)

      PDF-Download €1,99

    AV-Fazit

    0 gut

    AV-Fazit: Elacs Discovery Z3 überzeugt mit bequemer App-Bedienung und stilvollem Design. Breite Klangkulisse und satter Bass liefern gute Klangqualität bei Zimmerlautstärke.
    Tobias Schönig

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