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    News

    DAB+ im ersten Halbjahr 2023

    25. August 20234 Minuten Lesezeit

    DAB+ Radio hat seinen Erfolgskurs auch in der ersten Jahreshälfte 2023 fortgesetzt. Die Nutzung von DAB+ Programmen wächst, während regional und überregional der Netzausbau fortgesetzt wird. Sendestarts in Niedersachsen, Sachsen und Schleswig-Holstein bringen mehr Auswahl für Hörerinnen und Hörer.

    DAB+ Nutzung steigt
    Laut der ma 2023 Audio II nutzen 52 Millionen Menschen täglich (Mo.-Fr.) Radioangebote. In der aktuellen durch die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (agma) veröffentlichten Studie behauptet sich DAB+ Radio mit leichtem Wachstum: So wird DAB+ im Segment „Weitester Hörerkreis“ (WHK) von 28,6 Prozent (ma 2023 Audio I: 28,5 Prozent) gehört und insbesondere in der Zielgruppe der 30- bis 59-Jährigen überproportional genutzt (WHK: 33,6 Prozent – ma 2023 Audio I: 32,0 Prozent).

    Laut agma sind es auch die bundesweit über DAB+ verbreiteten Angebote, die Steigerungen der Hörerinnenzahlen verzeichnen. So zum Beispiel die „Absolut“-Radioprogramme: Mit einer Wachstumsrate von 21,4 Prozent bei den Hörern in der Durchschnittsstunde erzielen die Sender neue Spitzenwerte.

    Auch die Radiomarke BOB! wächst vor allem durch digitale Verbreitungswege: Radio BOB! erreicht über unterschiedliche Empfangswege 9,86 Mio. Kontakte pro Tag. Das ist eine Steigerung von 15,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

    Das nationale Programm Deutschlandfunk Kultur gehört ebenso zu den Gewinnern. Es verzeichnet ein Plus von täglich 120.000 Hörerinnen und Hörern. Das bundesweite Kulturprogramm erreicht mittlerweile 644.000 Hörerinnen und Hörer.

    DAB+ mit Plus in Bayern
    Knapp die Hälfte (48 Prozent) der Bayern hat mindestens ein DAB+-Empfangsgerät in der Wohnung oder im Auto (plus vier Prozentpunkte). Rund 31 Prozent der Bevölkerung in Bayern bzw. rund 3,5 Mio. Menschen hören an einem Durchschnittstag Radio über DAB+ (plus vier Prozentpunkte). DAB+ baut damit seine Führung als digitaler Ausspielweg in Bayern aus – vor Webradio mit einer seit drei Jahren quasi stagnierenden Tagesreichweite von 17 Prozent (2022: 16,5 Prozent, 2021: 16,8 Prozent).

    DAB+ Abverkäufe stabil
    Im vergangenen Jahr sind über 2,5 Mio. neue PKW mit DAB+ zugelassen worden. Dazu kommen rund 1,99 Mio. stationäre Geräte, die in diesem Zeitraum verkauft wurden. Zum ersten Mal lag der Absatzanteil an DAB+ fähigen Geräten bei 52 Prozent. Gegenüber 2019 ist das ein relatives Wachstum in Höhe von 9 Prozent. Der Gesamtanteil von DAB+ im Radiosegment stieg um 3 Prozent. Die herausfordernde Marktsituation macht sich dennoch bei DAB+ bemerkbar. Lieferengpässe und Inflation haben zu einer rückläufigen Entwicklung beigetragen, wobei sich DAB+ besser behauptet als das CE-Marktumfeld.

    DAB+ in den Bundesländern
    Mit dem Start einer neuen DAB+ Programmplattform können Hörerinnen und Hörer in Schleswig-Holstein ein deutlich erweitertes Programmangebot empfangen: In vier Regionen erhöht sich die Gesamtzahl der Programme auf bis zu 52. Das übersteigt das vorhandene UKW-Angebot deutlich. Durch die Unterteilung des Sendernetzes in vier Regionen mit separaten Programmpaketen wurde eine große Sendervielfalt mit landesweiten, regionalen und lokalen Programmen realisiert.

    Im Freistaat Sachsen hat die Landesmedienanstalt 37 neue kommerzielle und nicht-kommerzielle Programme zugelassen. Damit sind in Sachsen je nach Region bis zu 70 lokale, regionale, landes- und bundesweite Programme von privaten und öffentlich-rechtlichen Veranstaltern via DAB+ zu empfangen.

    Auch in Niedersachsen wächst DAB+ mit der Inbetriebnahme der ersten landesweiten Plattform für private Rundfunkanbieter weiter. Hörerinnen und Hörer können jetzt 18 verschiedene private Radioprogramme auf 117 belegten Programmplätzen in zehn Verbreitungsgebieten über DAB+ empfangen. Pro Region können maximal 16 Programme verbreitet werden.

    Die DAB+ Entwicklungen in allen 16 Bundesländern finden sich hier im Überblick:

    Digital Switchover: Stilllegung von UKW-Sendeanlagen
    Deutschlandradio treibt die Digitalisierung entscheidend voran, indem es seit 2018 kontinuierlich unwirtschaftliche UKW-Sendeanlagen abschaltet und auf DAB+ setzt. An insgesamt zehn Standorten in Sachsen, Thüringen, Hessen und Bayern werden die Programme Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur seit Juli mehrheitlich digital ausgestrahlt. Insgesamt hat das Deutschlandradio bereits über 40 UKW-Antennenanlagen stillgelegt.

    Updates auf Branchenportal dabplus.de
    Die neugestaltete Landingpage dabplus.de mit einer aktualisierten Farben- und Formensprache verlinkt direkt auf das neue DAB+ Magazin. Mit starkem Fokus auf Hörerinnen und Hörer thematisiert das Online-Journal leicht verständlich und attraktiv alles, was digitales Radio und unterschiedlichste Lebenswelten miteinander verbindet.

    Um neue Zielgruppen anzusprechen, ist auf der neu gestalteten Landingpage ein Ticker für Instagram-Posts integriert.

     

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