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    Blu-ray-Test: The Hateful 8

    31. August 20163 Minuten Lesezeit

    Hateful8_CoverWyoming, einige Jahre nach dem amerikanischen Bürgerkrieg: Ein heftiger Schneesturm bringt acht Fremde (u. a. Samuel L. Jackson, Kurt Russell, Jennifer Jason Leigh, Tim Roth, Walton Goggins) in einer abgelegenen Hütte zusammen. Schnell wachsen Streit und Misstrauen unter den Anwesenden – denn nicht jeder ist, was er vorgibt zu sein. Und bald wird klar, dass das Zusammentreffen nicht zufällig stattfindet.

    Quentin Tarantinos achter Spielfilm ist mit 167 Minuten auch sein längster. Entsprechend streckt sich der mit typischen Tarantino-Dialogen und diversen Nebenkriegsschauplätzen ausstaffierte Western auch ein wenig. Gut gespielt und spannend-undurchsichtig inszeniert, dürfte er aber dennoch niemanden enttäuschen.

    Das besondere an „The Hateful 8“ ist aber nicht die Laufzeit, sondern der Dreh im superbreiten „Ultra Panavision“-Format, das der Beitrag „Der Zauber von 70 mm“ behandelt. Hier erfährt man unter anderem, dass fünfzehn spezielle Objektive aus dem Archiv des Kamera-herstellers  zum Einsatz kamen, um das 2,76:1-Seitenverhältnis (dickste Balken wo gibt) zu realisieren – zuletzt geschah das vor 50 Jahren bei „Khartoum“. Für ausgewählte Kinos mit 70-mm-Projektor fertigte Tarantino zudem eine rund 20 Minuten längere und anders geschnittene Roadshow-Version mit Overtüre und Intermission an. Diese Version wäre ein tolles Extra gewesen, doch stattdessen bekommt man nur den 5-Minuten-Beitrag „Beyond the 8“, in dem sich die Darsteller gegenseitig auf die Schulter klopfen. sg

    Film: Quentin Tarantinos achter Film setzt auf bekannte Stilmittel: exzentrische Charaktere, ausufernde Dialoge und krasse Gewaltspitzen. Heraus kommt ein beinharter und doch lakonischer Western.

    Bild: Fast der komplette Film spielt in Inneren einer klapprigen Hütte, entsprechend dominieren Brauntöne das Bild. Trotz weitgehend spärlicher Ausleuchtung fallen Kontrast und Durchzeichnung erstklassig aus, auch Details (z. B. Kaffeebecher, Bärte) sind sehr gut erkennbar. Rauschen ist kein Thema. Der Dreh mit Ultra-Panavision-Kameras auf 70-Millimeter-Film sorgt für ein extrem breites 2,76:1-Bild.

    Ton: Der Oscar-prämierte Score von Ennio Morricone nimmt mit seinem räumlichen und bisweilen dynamischen Auftritt die akustische Hauptrolle ein. Dennoch hat die Effektkulisse einiges zu bieten: Der den Film über dauernde Schneesturm pfeift glaubhaft durchs Heimkino (u.a. bei 46:01). Bei einer Schießerei (1:59:11)  klingen die abgefeuerten Waffen druckvoll, anschließend zischen die Kugeln direktional durch den Hörraum.

    Extras: „Beyond the 8: Ein Blick hinter die Kulissen“ (4:58), „Der Zauber von 70 mm“ (7:32), Trailer.

    Die Wertung 
    Film 5 von 6 Punkten
    Bildqualität 5 von 6 Punkten
    Tonqualität 5 von 6 Punkten
    Bonusmaterial 2 von 6 Punkten
    Die technischen Daten
    Anbieter Universum
    Bildformat 2,76:1 (1080/24p)
    Tonspur Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1
    Tonspur Englisch DTS-HD Master Audio 5.1
    Untertitel deutsch

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