Mit knapp 200 Gramm Gewicht und 100 Euro Verkaufspreis lässt der von Beyerdynamic als „Over-Ear-Studiokopfhörer für Recording und Monitoring“ ausgewiesene DT 270 Pro aufhorchen. Denn die Anforderungen für den Einsatz im Aufnahmeraum sind nicht trivial: Die hörbaren Frequenzen müssen komplett und möglichst neutral wiedergegeben werden – ohne Bass- Boost oder Höhenabfall etwa. Und natürlich sollte der Kopfhörer bequem sitzen für längere Sessions und ein gewisses Maß an natürlicher Dämpfung von Lärm mitbringen, wenn der Drummer im Nebenraum richtig in die Felle langt. Der DT 270 Pro bringt zwar kein Active Noise Cancelling mit, schafft es mit seiner geschlossenen Bauweise und den weichen, ohrumschließenden Velourspolstern aber trotzdem, Alltagsgeräusche einigermaßen zu reduzieren.
Praktisch: Das mitgelieferte Spiralkabel (3,5 mm Klinke, bis rund 3 Meter ausziehbar) lässt sich am linken oder rechten Hörer anschließen, was etwa beim Aufnehmen mit einem Instrument sinnvoll sein kann. Alternativ erfolgt der Anschluss per beiliegendem Klinke-USB-C-Adapter. Dank 45 Ohm Nennimpedanz harmoniert der DT 270 Pro zudem mit Laptop oder Smartphone – die erzielte Lautstärke ist dabei mehr als ausreichend. Letzter Ausstattungspluspunkt: Beyerdynamic setzt auf Langlebigkeit – Ohr- und Kopfpolster sowie Spiralkabel lassen sich ohne großen Aufwand ersetzen.
Bequemer Allrounder
Im Hörtest gefällt das zierliche Over-Ear-Modell mit seiner Abstimmung. Bassintensive Popsongs wie „Die With A Smile“ (Lady Gaga & Bruno Mars) oder „Lavender Haze“ (Taylor Swift) drücken ordentlich, im Oberbass mitunter fast schon etwas zu viel. Auch Metal-Gewitter wie „The Blister Exists“ (Slipknot) werden dank schön gerundeter Mitten und kontrollierter Höhen authentisch wiedergegeben. Retrowave-Tracks wie „Nocturnal“ (The Midnight) fehlt der letzte Tiefbass, dennoch macht elektronische Musik richtig Spaß. In die Spitzenklasse stößt der DT 270 Pro nicht vor, für 100 Euro muss er aber kaum Konkurrenz fürchten.


Der Testbericht Beyerdynamic DT 270 Pro (Gesamtwertung: Gut, Preis/UVP: 100 Euro) ist in audiovision Ausgabe 1-2026 erschienen.
Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.
AV-Fazit
Klangstark, bequem und preiswert – nicht nur für Recording und Studio geeignet, sondern auch für Musikgenuss. Knapp am „sehr gut“ vorbei!
Oliver Schultes

