Autor: Christoph Steinecke

Böse Zungen behaupten, Produzent Jerry Bruckheimer wollte mit "Prince of Persia" mal schnell eine Übergangs-Franchise aus dem Boden stampfen, um vor der für nächsten Mai geplanten Fortsetzung der "Pirates of the Caribbean"-Reihe ordentlich Geld in die Kasse zu spülen. Knete kam zwar rein, doch die geplante Trilogie wird nicht mal ansatzweise den Erfolg der Piratenabenteuer (Gesamteinspiel: 2,7 Milliarden Dollar) wiederholen. Denn mit 330 Millionen Dollar spielte das orientalische Fantasymärchen gerade mal halb so viel ein wie der erste und umsatzschwächste der drei "Pirates"-Filme. Trotzdem ist die 200 Millionen Dollar teure Produktion die erfolgreichste Video­spielverfilmung aller Zeiten (siehe Kasten). Apropos Videospiel:…

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In einer der besten Screwball-Komödien der Filmgeschichte wechseln vier identische Koffer versehentlich ihre Besitzer – dieses Missgeschick sorgt für reichlich Chaos im Leben einer temperamentvollen Studentin (Barbra Streisand) und eines spießigen Musikwissenschaftlers (Ryan O’Neal). Bild: Fast alle Verschmutzungen wurden entfernt, allerdings ist wie bei vielen Filmen aus den frühen Siebzigern die Schärfe im Vergleich zu heutigen Produktionen gering und das Rauschen hoch. Trotzdem ist die Blu-ray filmischer, detailreicher und plastischer als die DVD von 2003. Unterm Strich ein schönes Bild für einen fast 50 Jahre alten Film. Dicke drei Punkte. Ton: Ohne 5.1-Remix klingt der Monoton wie im TV. Extras:…

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Nachdem der erste Teil 585 Millionen Dollar eingespielt hatte, konnte Regisseur Jon Favreau bei der Besetzung des Sequels aus dem Vollen Schöpfen. Und so tummeln sich in der Comic-Verfilmung neben Robert Downey Jr. und Gwyneth Paltrow unter anderem nam­hafte Mimen wie Don Cheadle, Scarlett Johansson, Sam Rockwell, Mickey Rourke und Samuel L. Jackson. Leider sind sie in dem überfrachteten Plot ("Spider-Man 3" lässt grüßen) gänzlich unterfordert und wirken teils wie Fremdkörper. Auf der Habenseite stehen schöne Schauwerte (bei einem Budget von 140 Millionen keine wirkliche Überraschung) und ein beherzt aufspielender Robert Downey Jr. – unterm Strich ist das aber etwas…

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Eine Bankierstochter (Salma Hayek) und eine Bauern­tochter (Penélope Cruz) rauben als weibliche Robin Hoods Geld für die geknechtete Bevölkerung Mexikos. Ein gewiefter Ermittler (Steve Zahn) soll die Bandidas überführen. Von Luc Besson produzierter Westernspaß für zwischendurch. Bild: Selten sah der Wilde Westen so brillant und einladend aus wie hier: Kräftige Farben (Gelbfilter inklusive) und ein satter Kontrast lassen den Cinemascope-Transfer förmlich aufleuchten. Gesichter erscheinen stets plastisch und die Panorama-Aufnahmen der Steppen und Canyons bestechen mit hoher Tiefenwirkung. Dicke fünf Punkte. Ton: Der detailreiche 5.1-Mix bietet eine gute Räumlichkeit und viele Surroundeffekte, allerdings enttäuschen der schwache Dynamikumfang und der maue Subwoofer-Einsatz. …

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FBI-Agent Art Jeffries (Bruce Willis) muss einen autistischen Jungen, der den eigentlich sicheren US-Militärcode "Mercury" geknackt hat, beschützen. Schon bald stehen beide auf der Abschussliste von Colonel Kudrow (Alec Baldwin). Klingt spannend, ist aber ziemlich langweilig. Bild: Für einen zwölf Jahre alten Film ohne Remastering sieht der von bildverfremdenden Maßnahmen weitgehend verschonte Cinemascope-Transfer toll aus. Kräftige Farben, ein ausgewogener Kontrast und eine hohe Kantenschärfe lassen das Bild stets knackig wirken. Allerdings könnte die Detailzeichnung besser sein und es blitzen zu oft weiße Dropouts auf. Dicke vier Punkte. Ton: Während der raren Actioneinlagen (u.a. Zugszene) bietet der 5.1-Mix dem Zuschauer eine…

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Um schnell ans große Geld zu kommen, versucht sich der ungehobelte Hockeyspieler Happy Gilmore (Adam Sandler) als Golfer. Dank seines exzentrischen Stils und der wuchtigen Abschläge avanciert er innerhalb kürzester Zeit zum Medienstar. Wunderbar duchgeknallte Sport-Komödie. Bild: So schlimm wie das unscharfe, verwackelte und verrauschte Universal-Logo zu Beginn sieht der Film zwar nicht aus, der Qualitätsgewinn gegenüber der DVD hält sich aber in Grenzen. Lediglich bei einer Hand voll sonnendurchfluteter Außenaufnahmen kommt etwas HD-Feeling auf (83:18). Ton: Während beim englischen 5.1-Mix ab und an nette Split-Surroundeffekte ans Ohr des Zuschauers dringen (21:40, 23:33), bleibt davon in der deutschen 2.0-Surround-Fassung nicht…

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Für Frank Slade (Al Pacino) besteht das Leben nur noch aus Alkohol und Erinnerungen. Ein letztes Mal will der blinde Ex-Colonel es richtig krachen lassen. Unfreiwilliger Begleiter auf seiner Wochenendreise nach New York ist ein lebensunerfahrener Internatszögling (Chris O’Donnell). Großes Gefühlskino, für das Al Pacino seinen ersten Oscar erhielt. Bild: Da Universal auf ein Remastering verzichtete, trüben Dropouts, vermatschtes Videorauschen sowie eine eingeschränkte Kantenschärfe und mangelnde Plastizität das HD-Sehvergnügen. Ein ordentlicher Film-Look (keine Kompressionsartefakte, keine Doppelkonturen) rettet den dritten Punkt. Ton: Einzig die Filmmusik sorgt beim deutschen 2.0-Mix für etwas klangliche Tiefe. Der englische 5.1-Track bietet zwar nicht mehr Surround,…

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Als Wolfgang Petersen 1997 "Das Boot" mit einem Budget von 1,5 Millionen Mark überarbeitete, fügte er nicht nur 59 Minuten an neuen Szenen hinzu. Seine Wunschfassung erhielt für die Wiederaufführung in den Kinos auch ein restauriertes Bild und eine nagelneue 5.1-Mehrkanalabmischung. Für die Blu-ray-Veröffentlichung spendierte Eurovideo der Gechichte über die Besatzung des deutschen U-Boots U96 jetzt eine Neuabtastung und erweitertes Bonusmaterial. Einen einzigartigen, wenn auch teils etwas steif kommentierten Einblick in die Produktion vermittelt das 57-minütige Making-of "Die Feindfahrt der U96". Die Produktion des Südfunks Stuttgart aus dem Jahr 1981 ist eine Chronologie der 166 Tage dauernden Dreharbeiten, begleitet Filmteam…

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Dann und wann finden Schauspieler in ihrer Laufbahn die eine Rolle, für die sie wie geschaffen scheinen. Bei Jeff Bridges ist es die des abgewrackten Ex-Country-Stars und Alkoholikers Bad Blake, der im Herbst seiner Karriere durch kleine Bars und Bowlingbahnen in den Südstaaten tingelt. Erst die Liebe zu einer jungen Frau (Maggie Gyllenhaal) und ihrem Sohn sowie die Chance auf ein Comeback wecken in Blake die Motivation, seinem selbstzerstörerischen Treiben ein Ende zu setzen. Bridges spielt diesen Antihelden mit Herzblut, aber ohne Pathos oder Übertreibung und vermeidet, dass die Rolle ins Rührseelige oder Klischeehafte abdriftet. Zurecht erhielt er für diese…

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Nach den Beatles und den Rolling Stones haben die Kanadier von Rush die meisten aufeinanderfolgenden Gold- oder Platinalben in ihrem Fundus. Die fesselnde Doku porträtiert die 40-jährige Band-Geschichte anhand von Interviews (u.a. mit Gene Simmons, Billy Corgan und Jack Black) und bisher unveröffentlichtem Archiv­material. Der 5.1-Track verteilt eingespielte Songs oder Live-Auftritte dynamisch auf alle Boxen. Die Interviews sind knackscharf, Archivmaterial fällt qualitativ ab. Extras: 67 Minuten mit zusätzlichem Dokumaterial und Live-Songs. Die Wertung Musik 5 von 6 Punkten Bildqualität 4 von 6 Punkten Tonqualität 4 von 6 Punkten Bonusmaterial 3 von 6 Punkten Die technischen Daten …

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