Autor: Christoph Steinecke

Die Ärztin Catherine Stewart (Julianne Moore) engagiert Escort-Girl Chloe (Amanda Seyfried), um die Treue ihres Ehemanns (Liam Neeson) zu tes­ten. Doch bald verfällt die Mittvier­zigerin selbst den Reizen der jungen Konkurrentin. Toll gespieltes Beziehungsdrama mit etwas nackter Haut. Bild: Fernab von jedweden analogen oder digitalen Artefakten sieht der 1,85:1-Transfer nicht nur ungemein filmisch aus, sondern bietet zudem ein durchweg sehr gutes Schärfe- und Detail­niveau. Ton: Surroundeffekte kann man dramaturgisch bedingt zwar an einer Hand abzählen, dafür verteilt sich die Musik oft auch über die hinteren Lautsprecher. Extras: Making-of (25:41), Interviews (33:37), „Der seltsame Fall des Atom Egoyan“ (85:57), entfallene Szenen…

Weiterlesen

Im Herbst 1989 zieht Studentin Franzi (Felicitas Woll) in eine Berliner Wohnung direkt an der Mauer. Bei einer Einkaufstour in den Osten – drüben ist alles billiger – lernt sie den Grenzer Sascha (Maxim Mehmet) kennen und lieben. Doch Stasi, CIA und BND versuchen das junge Glück für sich zu instrumentalisieren. Melancholische Liebeskomödie vor dem Hintergrund des Untergangs der DDR (siehe Kasten). Bild: Das Bild zeichnet sich durch sehr gute Schärfe und hohe Tiefenwirkung aus. Viele der weniger gut ausgeleuchteten Innenaufnahmen fallen jedoch qualitativ ab. Dicke vier Punkte. Ton: Eine präzise platzierte Klangkulisse (Laster rechts bei 8:44, Türklingel links bei…

Weiterlesen

Die 16 Jahre alte und 200 Kilo schwere Precious geht im Harlem des Jahres 1987 durch die Hölle: Von der Mutter (oscarprämiert: Mo’Nique) wird sie misshandelt, vom Vater geschwängert und mit HIV infiziert. Trotzdem gibt das Mädchen nicht auf. Ergreifende Sozialstudie (Oscar für die beste Drehbuchadaption), die einen sprachlos zurücklässt. Bild: Trotz harter Kontraste sind Szenen im Klassenraum oder auf den Straßen Harlems scharf und plastisch. In Precious‘ düs­terer Wohnung gehen hingegen viele Details verloren. Ton: Neben einer Handvoll Umgebungsgeräuschen (U-Bahn bei 16:40) bekommen die Rears immer wieder bei Flashbacks und Traumsequenzen (u.a. 6:55 und 20:49) zu tun. Extras: Regiekommentar,…

Weiterlesen

Weil er seine Freundin in China besuchen will, überlässt Zinos seinem Bruder (Moritz Bleibtreu) das gut gehende Hamburger Szenerestaurant Soul Kitchen. Doch der neue Chef fährt den Karren prompt in den Dreck. Spritzige Komödie und ehrliche Liebeserklärung an Hamburgs Multikulti-Kiez. Bild: Detail- und Kantenschärfe liegen mit Ausnahme von verrauschten Düsterszenen (93:18) auf gutem Niveau. Gräuliche Farben visualisieren das Hamburger Schmuddelwetter. Ton: Statt HD-Ton birgt die Blu-ray nur Dolby Digital 5.1 mit 480 kBit/s. Surroundeffekte gibt es kaum, aber die zahlreichen Songs (von Curtis Mayfield bis Jan Delay) klingen klasse und verteilen sich auf alle Boxen. Bei einem Disco-Besuch (ab 36:01)…

Weiterlesen

Nach zahlreichen persönlichen Rückschlägen will die beleibte und arbeitslose Friseuse Kathi (Gabriela Maria Schmeide) in einem Berliner Einkaufszentrum ihren eigenen Salon aufmachen. Nach einem Spießruten­lauf durch Behörden und Banken scheint sich der große Traum endlich zu erfüllen. Für das tragikomische Portrait einer starken Frau verfilmte Doris Dörrie erstmals kein eigenes Drehbuch. Bild: Obwohl auf einfachen HD-Videokameras (Sony EX1) und teils ohne künstliches Licht gedreht, ist das Bild schön scharf und detailreich. Der Doku-Look in bestimmten Szenen ist beabsichtigt. Ab und an treten Bewegungsunschärfen auf. Ton: Ein Hauch von klanglicher Tiefe stellt sich nur dank des Scores und vereinzelter Umgebungsgeräusche ein…

Weiterlesen

Die Annäherungsversuche des unauffälligen Kellners David (Daniel Brühl) finden bei der hübschen Marie (Hannah Herzsprung) keinen Anklang. Erst als er auf dem Flohmarkt ein Manus­kript findet und sich als Autor des Werks ausgibt, schenkt ihm die Studentin Beachtung. Die Bestsellerverfilmung ist eine beißende Satire auf die Literaturszene. Bild: Der von warmen Farben geprägte Cinemascope-Transfer verdient sich dank sehr guter Detail- und Kantenschärfe (plastische Flohmarktszenerie bei 5:57) und nach Filmkorn aussehendem Rauschen knappe fünf Punkte. Ton: Hier und da untermalen Umgebungsgeräusche (Applaus im Theater bei 4:48, Schlittschuh-Crash bei 25:06) die Handlung. Meist spielt aber vorne die Musik. Extras: Making-of (21:01) Interviews…

Weiterlesen

Ein Kredithai (Curtis „50 Cent“ Jackson, siehe Kasten) gibt Klein­ganove Nick 24 Stunden, um Schulden von 100.000 Pfund zu begleichen. Andernfalls müsse seine Mama (Brenda Blethyn) dran glauben. Sofort versucht der Sohnemann das Sümmchen in der Unterwelt von Manchester mit allerlei illegalen Methoden aufzutreiben. Kurzweilige Action-Komödie im britischen Gangstermilieu. Bild: Das zumeist nächtliche Treiben bietet bis auf wenige Ausnahmen kaum HD-Flair. Kanten- und Detailschärfe sind oft schwach, dunkle Szenen rauschen stark (im Auto, 36:17). Ton: Leider spielt sich das Unterweltgeschehen fast ausnahmslos vor dem Zuschauer ab. Nur die Songs nutzen hin und wieder die Rears und den Sub (u.a. bei…

Weiterlesen

Als ein übermotivierter Grenzpolizist versehentlich einen mexikanischen Cowboy erschießt, ersinnt dessen bester Freund (Tommy Lee Jones) einen perfiden Vergeltungsplan. Der Neo-Western mit malerischen Landschaftsaufnahmen ist das solide Regie­debüt von Tommy Lee Jones. Bild: Angesichts grandioser Bilder der schroffen Landschaft im amerikanisch-mexikanischen Grenzgebiet hätte dem Transfer eine Spur mehr Tiefenschärfe und Detailzeichnung gut getan. Ein überzogener Kontrastumfang (helle Flächen überstrahlen) visualisiert das heiße Steppenklima. Ton: Die Klangkulisse verteilt sich meist auf die vorderen Lautsprecher. Hier und da nutzt der Score die Rears, zuweilen darf auch der Sub ordentlich zupacken (28:27). Extras: Interview (13:42), erweiterte und entfallene Szenen (27:22), „Making the Music“…

Weiterlesen

Was sich wie ein Söldnerstreifen aus den Achtzigern anhört, ist einer der besten Kriegsfilme der letzten Jahre. Sergeant William James (Jeremy Renner) stößt neu zu einem Bombenentschärfungs-Team der US-Armee im Irak. Seine Kollegen merken schnell, dass sie der risikofreudige Neuling noch in große Gefahr bringen kann. Bild: Um dem Film einen Doku-Anstrich zu verleihen, wurde überwiegend mit HD-Hand- und 16mm-Kameras gedreht. Statt detailreich und plastisch wie bei den Irak-Kriegsfilmen „Jarhead“ und „Operation: Kingdom“, präsentiert sich „Tödliches Kommando“ verwackelt, grießelig und weder sonderlich scharf noch übermäßig detailreich. Um den schmuddeligen Doku-Look zu unterstreichen, wurde das gesamte Material auf 16mm transferiert und…

Weiterlesen

Um das Familienleben zu entlasten und seine Ehe zu retten, schafft sich Joe Hawkins einen Android an. Doch der Roboter entwickelt schon bald überaus humane Züge. Gelungene, wenn auch überflüssige Brit-Adaption der schwedischen Originalserie „Äkta människor“. Extras: „Single Topic VTS“ (2:50), „Character Profiles“ (11:32), „Greetings from Set“ (1:20), Making-of (6:31), „Series Overview“ (4:09), „Being a Synth“ (3:40), „Family Matters“ (3:54), „Short IV Clips Compilation“ (15:23). Die Wertung  Serie 5 von 6 Punkten Bildqualität 4 von 6 Punkten Tonqualität 3 von 6 Punkten Bonusmaterial 1 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter justbridge Format Blu-ray Discs / Folgen 2 / 8…

Weiterlesen