Autor: Christoph Steinecke

Die wohlerzogene Annabelle passt nicht so recht ins Mädcheninternat St. Trinian, wo Direktorin Fritton (Rupert Everett in Frauenklamotten) die Schülerinnen zu Chaos und Anarchie ermutigt. Doch um die Lehranstalt vor dem Bankrott zu retten, hecken die kessen Girls einen Plan aus. Überdrehte Campus-Comedy mit prominenter Brit-Besetzung. Bild: Wie auf DVD (audiovision 2-2009) ist das mäßig scharfe Bild mit einem milchigen Schleier überzogen. Dass die Farben mal viel kräftiger waren, beweisen die entfallenen Szenen. HD-Feeling kommt so selten bis gar nicht auf. Ton: Das chaotische Schultreiben kommt meist frontlastig daher. Auch der dynamisch-basskräftige Score mit vielen Dance-Songs verteilt sich nur ab…

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Wie "Toy Story 3" erscheint "Für immer Shrek" trotz 3D-Kinofassung auf Blu-ray nur zweidimensional. Doch auch in 2D wirken die Animationen detailreicher und vor allem plastischer als bei den Vorgängern. Inhaltlich muss sich die dritte "Shrek"-Fortsetzung sogar eine gewisse Eindimensionalität vorwerfen lassen. Dass die Macher im letzten Teil der Shrekologie meist alte Gags recyceln, spiegelt sich auch in einem wenig originellen Drehbuchkniff wider: Man lasse den vom Dasein als Ehemann und Vater gelangweilten Shrek einen Vertrag mit dem zwielichtigen Rumpelstilzchen schließen, damit er noch einmal für einen Tag den gefürchteten Oger von früher geben kann. Doch natürlich hat der grüne…

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"Alles was man auf die Disc packt, benötigt Platz: die Menüs, die Extras und die Trailer. All das haben wir weggelassen, um die bestmögliche Bild- und Tonqualität zu gewährleisten." So begründete Produzent John Landau die bonusfreie Erstauflage von "Avatar". Ein halbes Jahr später erscheint eine randvolle Collector’s Edition mit über sechs Stunden an Bonusmaterial sowie drei Filmfassungen. Und siehe da: Die Bild- und Tonqualität ist genausogut wie bei der Erstauflage. Aber den meisten war ohnehin klar, dass Landaus Aussage nur das übliche Marketing-Gewäsch war. Doch ob man mit dem Blu-ray-Kauf bis jetzt gewartet hat oder sich den Film ein zweites…

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Für 80.000 Dollar übernimmt Bandit (Burt Reynolds) mit Freund Cledus den Auftrag, in 28 Stunden 400 Kis­ten Bier illegal von Texas nach Atlanta zu schaffen. Sheriff Buford T. Justice (Jackie Gleason) versucht das rasende Duo hinter Gitter zu bringen. PS-Klassiker mit 1a-Klamauksynchro. Bild: Da man 2006 eine neue Filmabtastung vornahm, sieht das Bild filmisch aus und wird von Nachschärfungen oder sonstigen Artefakten verschont. Allerdings ist die 70er-Jahre-Filmoptik mit ihren eher tristen Farben, dem eingeschränkten Kontrastumfang, der geringen Plastizität und den Rauscheinlagen alles andere als HD-Demomaterial. Ton: Auch in DTS klingt der deutsche Monoton nach Koffer­radio. Der englische 5.1-Upmix kann sich…

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Das nennt man wohl Ironie. Da bombardiert Disney den Zuschauer nach Einlegen der Disc (bei englischer Sprachwahl) als Erstes mit einem tollen Trailer über die Vorzüge von 3D auf Blu-ray, und dann kommt der eigent­liche Film nur in 2D daher. Das ist umso ärger­licher, da die zweite Fortsetzung des ersten abendfüllenden Pixar-Films von 1995, in dem Woody und Buzz aus einer Kindertagesstätte ausbrechen, den enormen Erfolg (über 1 Millarde Dollar Einspiel) seiner 3D-Präsentation zu verdanken hat. Von diesem Fauxpas abgesehen, liefert das Mäuse-Imperium aber eine tolle Blu-ray ab. Bild und Ton grenzen an Perfektion und das Bonusmaterial macht Kinder froh…

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Mit spektakulären Unterwasseraufnahmen und fotorealistischen Animationen beleuchtet die dreiteilige Doku (lief im ZDF als Teil der "Terra X"-Reihe) die Geheimnisse der Ozeane. Man erfährt Wissenswertes über die Entstehung des Lebens und die Tierwelt der Weltmeere – nur die selbstdarstellende Moderation von Autor Frank Schätzing stört. Bild: Das komplette Quellmaterial der Doku ist natives HD. Entsprechend toll fallen Detail- und Kantenschärfe aus. In dunklen Bildbereichen rauscht es zuweilen und ab und an erkennt man MPEG-Artefakte (Steine, 27:55 in Teil 1). Ton: 5.1-Sound gibt es nicht, aber via ProLogic-Schaltung spannt sich dank blubbernder Wasserbläschen, stürmischen Windes auf einer Klippe oder coolen Computeranimationen…

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Auf dem Weg in die Semesterferien nimmt das College-Paar Grace und Jim einen Anhalter (Sean Bean) mit. Doch der entpuppt sich als mordlüs­terner Psycho­path. Bombast-Produzent Michael Bay liefert hier ein mäßiges Remake des 80er-Jahre-Horror-Klassikers ab. Zwar wurde die Zahl der Explosionen und Austrittswunden nach oben korrigiert, der Suspense-Faktor blieb dabei allerdings auf der Strecke. Bild: Obwohl das defektfreie Cinemascope-Bild mittels grün-gelblicher Einfärbung und überhöhtem Kontrast auf schmuddelig getrimmt wurde, ist das Schärfe­niveau meist gut. Sowohl Nahaufnahmen wie die Wüstenlandschaft New Mexicos sehen besser aus als auf DVD. Ton: Fortwährend sorgt die Musik für einen räumlichen Höreindruck. Wenn es zur Sache…

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"Es ist eine Mischung aus Bond, Bourne und Salt." Besser wie Angelina Jolie im Bonusmaterial kann man die Quintessenz des Agentenhrillers nicht auf den Punkt bringen. Denn die Parallelen zum Geheimagenten Ihrer Majestät und Jason Bourne sind frappierend. Da überrascht es keineswegs, wenn man im Kommentar von Regisseur Phillip Noyce erfährt, dass im ersten Drehbuchentwurf ein Mann namens Edwin A. Salt vorgesehen war. Aber weil Tom Cruise ablehnte, wurde Edwin zu Evelyn und aus Cruise Jolie. Kein schlechter Tausch. Die Story Denn die 35-Jährige knüpft an ihre megacoole Performance in "Mr. & Mrs. Smith" an und gibt in dem 110…

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Schuhdesignerin Lisa (Laura Linney) fragt ihren Mann Peter (Liam Neeson), ob er sich vorstellen könnte, fremdzugehen. Kurz darauf ist die Ehefrau spurlos verschwunden. Dann meldet sich ihr vermeintlicher Liebhaber (Antonio Banderas) und Peter beschließt zu handeln. Das langatmige Drama um Betrug und Vergebung basiert auf einer Kurzgeschichte von Bernhard Schlink ("Der Vorleser"). Bild: Der rauscharme Cinemascope-Transfer verfügt über eine gute bis sehr gute Detail- und Kantenschärfe. Ein flauer Kontrast lässt das Bild jedoch in einigen Szenen fad wirken. Ton: Viel ist auf den hinteren Lautsprechern nicht los, zum Score gesellen sich hier und da Umgebungsgeräusche wie Modenschau-Applaus (3:01) oder Meeresbrandung…

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Für Hip-Hop-Tänzerin Honey (bauchfrei: Jessica Alba) scheint der Showbusiness-Traum endlich in Erfüllung zu gehen. Doch ihr Förderer möchte mit dem süßen Ghetto-Girlie nur in die Kiste steigen. Klischeeüberfrachtete Tanzromanze mit flottem Soundtrack. Bild: Der Transfer von 2003 ist scharf, bunt und kontrastreich, könnte aber während der Tanzszenen detailreicher und plas­tischer sein. Filmkorn wird adäquat reproduziert, allerdings wurden Kanten leicht nachgeschärft Ton: Während der Clubbesuche und Tanzeinlagen der Protagonistin spielt leider nur vorne die Musik. Solide Dynamik und ein ordentliches Bassfundament retten die Vierer-Wertung. Extras: Audiokommentar, Making-of (10:55), entfallene Szenen (33:16), verpatzte Szenen (4:07), "Tanz wie Honey" (9:06), drei Musikvideos mit…

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