Autor: Christoph Steinecke

Wenn er sich nicht gerade das Gehirn mit Drogen zudröhnt, besteht die Lebensaufgabe von Ben Stone (Seth Rogen) darin, Filme nach nackten Tatsachen zu durchforsten. Während eines feuchtfröhlichen One-Night-Stands schwängert der lebenslus-tige Loser aus Versehen die attraktive Karrierefrau Alison (Katherine Heigl). Mit dieser Mischung aus vordergründig vulgärem Humor und ernsthaften Beziehungsproblemen schuf Judd Apatow eine der besten Komödien 2007. Bild: In puncto Tiefenschärfe und Plastizität kann es das Bild zwar nicht mit Top-Titeln aufnehmen, Gesichter werden aber meist schön scharf abgebildet. Allerdings schwankt der Detailgrad mit der Szenenausleuchtung. Die teils etwas zu gelbliche Farbgebung und das Grießeln sind von den…

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Der tolpatschige Hirsch Elliot verusacht im Alltag von Zoo-Grizzlybär Boog ein derartiges Chaos, dass man die beiden auswildert – mitten in der Jagdsaison. Trotz einiger netter Gags ist Sonys erster Animationsfilm nicht so lustig wie die CGI-Kollegen von "Madagascar" & Co. Bild: Der Digitaltransfer ergattert sich locker unsere Höchstwertung. Vor allem die Felle der Protagonisten begeistern – hier lassen sich Haare einzeln zählen (Kapitel 9). Infos zum 3D-Effekt finden Sie im Kasten unten. 3D: Die gute dreidimensionale Staffelung von Objekten erzeugt oft eine schöne Tiefenwirkung. Allerdings erscheinen die Objekte regelmäßig flach und eindimensional – wie Scherenschnitte. Am stärksten tritt dieser…

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Der erste in 3D gedrehte Tanzfilm handelt von einer Londoner Streetdance-Crew, die kurz vor den Meisterschaften Verstärkung von einer Handvoll Balletttänzern bekommt. Die britische Antwort auf die US-"Step-up"-Franchise gefällt dank toller Choreo­grafien und cooler Musik. Bild: Dank HD-Dreh (Red One Camera) liegen Schärfe und Detailzeichnung des von warmen Farben geprägten Bildes auf Top-Niveau. Infos zur 3D-Wirkung gibt’s im Kasten unten. 3D: Helle und bunte Bilder bieten 1a-Voraussetzung für eine gute Tiefenwirkung. Der beste 3D-Effekt entsteht, wenn die Tänzer hinter – und nebeneinander durch den Raum wirbeln, oder bei einer Essensschlacht (36:01). Wie bei "Schock Labyrinth" korrespondieren 2D- und 3D-Bildschärfe, d.h.…

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Für den 3D-Boom, den "Avatar" auslöste, kam "Eine Weihnachstgeschichte" zu früh. Eineinhalb Monate vor Camerons Mega-Blockbuster gestartet, lockte die auf Charles Dickens‘ Klassiker basierende Geschichte des menschenverachtenden Geizhalses Ebenezer Scrooge, der an Heiligabend durch den Besuch dreier Geister eines Besseren belehrt wird, bei uns vergleichsweise magere 933.000 Zuschauer ins Kino – trotz 3D. Der geringe Publikumszuspruch liegt auch daran, dass Robert Zemeckis keinen süßen Weihnachtsfilm drehte, sondern eine der düstersten Verfilmungen des Stoffes. Wie bei seinem "Polarexpress" setzte Zemeckis auf Motion-Capturing, um seine Schauspieler in eine computeranimierte 3D-Welt zu verfrachten. Doch all die visuelle Pracht der CGI-Technik erzeugt eine Distanz…

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Die vor zehn Jahren spurlos verschwundene Yuki taucht eines Abends wieder auf. Ihre Freunde bringen sie in ein scheinbar verwaistes Krankenhaus, wo ein Alptraum beginnt. Die Blu-ray birgt den 08/15-Japan-Horror vom "Der Fluch"-Macher als 2D und 3D-Version (anaglyph und echtes 3D). Bild: Obwohl auf HD-Video gedreht (Sony CineAlta HDC-F950), enttäuschen Schärfe und Plastizität. Vor allem in mäßig ausgeleuchteten Szenen – und davon gibt es viele – erreicht das verrauschte Bild gerade mal DVD-Niveau. Knappe drei Punkte. 3D: Viele Einstellungen des 3D-Realfilms irritieren durch fehlerhafte Anordnung von Ebenen oder Objekten. Auch die vielen dunklen Einstellungen des Films sind dem 3D-Effekt nicht…

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Bei der HD-DVD von "Spartacus" (Test in audiovision 2-2008) bemängelten wir neben permanentem und längst nicht immer nach feinem Filmkorn wirkenden Grießeln die für HD-Verhältnisse eklatante Detailarmut sowie die Verschlimmbesserung mit elektronischen Schärfefiltern und die daraus resultierenden Doppelkonturen. Die "50th Anniversary Edition" von Stanley Kubricks vierfach oscarprämiertem Monumentalfilm über den Gladiator Spartacus (Kirk Douglas), der 70 nach Christus eine Armee von Sklaven in einen Aufstand gegen Rom führt, sieht leider fast genauso bescheiden aus. Kein Wunder, denn Universal hat denselben Transfer verwendet. Eine digitale Säuberung mit neuer Software, die das Studio durchführen ließ, bringt da leider auch nicht viel. Auch…

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Nachdem er der Versklavung durch einen Normannenhäuptling entkommen ist, schließt sich ein stummer Krieger (Mads Mikkelsen) einer Gruppe von Wikingern auf deren Reise ins Heilige Land an. Von halluzinatorischen Bildern durchsetzter Arthaus-Wikingerfilm (siehe Fakten-Check). Bild: Der rauscharme Transfer komplementiert mit seiner erdig-olivgrünen Farbpalette die archaische Stimmung des Films vorzüglich. Die Schärfe liegt auf gutem Niveau, in dunklen Szenen geht die Detailzeichnung jedoch in die Knie. Ab und an zeigen sich Farbabstufungen (7:46, 29:25, 42:47). Ton: Macht der Trailer Hoffnung auf ein Effektspektakel, wird der Film in weiten Teilen von Stille und einem monotonen Score dominiert. Nur in den Kampfszenen und…

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Seine überbordende Adaption von Shakespeares "Romeo & Julia" verlegte Regisseur Baz Luhrmann ins Miami der 90er, würzte die Handlung mit modernen Popsongs und verpflichtete zwei charismatische Hauptdarsteller (Leonardo Dicaprio, Claire Danes). Bild: Dem knalligen Look des Films trägt der Cinema­scope-Transfer mit einer kräftigen Farbpalette Rechnung. Ferner wird die sommerliche Miami-Szenerie durch einen überzogenen Kontrastumfang visualisiert. Die Schärfe schwankt zwischen gut und sehr gut, die Detailzeichnung liegt durchweg auf solidem Niveau (verdorrte Wiese bei 94:53) – auch in dunklen Szenen (Kapitel 21). Rauschen sieht hingegen nicht immer nach feinem Filmkorn aus. Ton: Der 5.1-Mix gibt den Score mit seiner musikalischen Collage…

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Im Winter 1946 landen deutsche Kriegsgefangene (u.a. Thomas Kretschmann, Daniel Brühl) in einem russischen Frauenknast. Die Lagerärztin soll die Deutschen auf Befehl ihres Vorgesetzten (John Malkovich) ausspionieren. Eindringliches Gefangenendrama mit Top-Besetzung. Bild: Mit seiner entsättigten Farbpalette erinnert der Cinemascope-Transfer an "Der Soldat James Ryan". Allerdings fiel die Körnung weniger stark aus. Dank guter Schärfe zeichnen sich in der trostlosen Winterszenerie viele Details ab – selbst in weniger gut ausgeleuchteten Szenen (Küche bei 60:55). Ton: Die Akustik des Lageralltags wird meist von Stille geprägt, die Filmmusik erklingt, wenn überhaupt, nur dezent. Ab und an erwecken Umgebungsgeräusche (Lokomotive bei 47:01, Wind säuselt…

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Die wohlerzogene Annabelle passt nicht so recht ins Mädcheninternat St. Trinian, wo Direktorin Fritton (Rupert Everett in Frauenklamotten) die Schülerinnen zu Chaos und Anarchie ermutigt. Doch um die Lehranstalt vor dem Bankrott zu retten, hecken die kessen Girls einen Plan aus. Überdrehte Campus-Comedy mit prominenter Brit-Besetzung. Bild: Wie auf DVD (audiovision 2-2009) ist das mäßig scharfe Bild mit einem milchigen Schleier überzogen. Dass die Farben mal viel kräftiger waren, beweisen die entfallenen Szenen. HD-Feeling kommt so selten bis gar nicht auf. Ton: Das chaotische Schultreiben kommt meist frontlastig daher. Auch der dynamisch-basskräftige Score mit vielen Dance-Songs verteilt sich nur ab…

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