Sonderling Brad (Michael Shannon) hat seine Mutter getötet und sich anschließend in einem Nachbarhaus verschanzt. Die belagernde Polizei (u.a. Willem Dafoe) geht mithilfe von Zeugen möglichen Motiven auf den Grund. Verstörender Arthaus-Thriller, produziert von David Lynch. Bild: Dank HD-Videodreh (Red One Camera) liegt die Detailschärfe des rauscharmen Transfers auf Top-Niveau. Eine noch bessere Durchzeichnung scheitert am steilen Kontrast (inklusive überstrahlender Flächen). In pechschwarzen Flächen saufen hin und wieder Details ab. Knappe fünf Punkte. Ton: Analog zur ruhigen Inszenierung kommt der 5.1-Mix frontlastig und wenig dynamisch daher. Der avantgardistische Score verteilt sich hingegen meist über alle Lautsprecher, ab und ab klinkt…
Autor: Christoph Steinecke
Auf einer Fährfahrt zur Kanareninsel El Hierro verschwindet Marias fünfjähriger Sohn spurlos. Ein halbes Jahr später kehrt die Mutter auf die Insel zurück, um die Leiche eines unbekannten Jungen zu identifizieren. Dabei gerät sie in einen Strudel alptraumartiger Ereignisse. Beklemmender Mysterythriller von den "Pans Labyrinth"-Produzenten. Bild: Wie "My Son, My Son, What Have Ye Done" (siehe oben) wurde "Hierro" mit Red One HD-Videokameras gedreht. Doch die Top-Detailschärfe und Rauscharmut des Herzog-Thrillers wird nicht erreicht. Vor allem in dunklen Szenen leidet die Durchzeichnung. Knappe vier Punkte. Ton: Die Insel-Szenerie wird nur selten durch Umgebungsgeräusche wie eine Meeresbrise (9:56) oder Brandung (30:49)…
Diesmal knüpfen sich die Parodie-Experten vom "Scary Movie"-Team die in Kino und TV herrschende Vampir-Manie vor. Im Mittelpunkt der schonungs- wie anspruchslosen Abrechnung steht die "Twilight"-Saga. Die Disc birgt die Kinofassung und den zwei Minuten längeren Extended-Cut. Bild: Dank kräftiger Farben und hoher Detailzeichnung (Szenen im Wald, ab 29:18) bekommt der Zuschauer ein tolles HD-Bild geboten. Nur die Kompression arbeitet nicht immer fehlerfrei (regelmäßig kleine Artefakte in feinen Strukturen). Ton: Anders als in den "Twilight"-Filmen flitzen die Vampire hier nur selten über die Rears, sondern meist nur über die Frontkanäle. Hier und da kommen von hinten ein paar Umgebungsgeräusche und…
Filmproduzent Ben (Robert De Niro) durchlebt eine Horrorwoche: Er muss einen Regisseur dazu bringen, den neuen Sean-Penn-Streifen umzuschneiden, und Bruce Willis überzeugen seinen Waldschratbart zu rasieren. Die Stars spielen sich selbst, doch trotz einer Handvoll amüsanter Momente fehlt es der Hollywood-Satire (siehe Kasten) an Biss. Bild: Außenaufnahmen sind meist scharf und detailreich, bei Innenaufnahmen wünscht man sich regelmäßig mehr Klarheit und Details. Trotzdem weit besser als die DVD. Ton: Surroundeffekte sind Mangelware, dafür überzeugt der überraschend dynamische Score mit Songs wie "Der Mann mit der Mundharmonika" und "Brothers in Arms". Extras: "Vom Buch zum Skript" (23:45), "Von Beruf: Produzent"…
Nachdem Danny und Wheeler ihren Firmenwagen geschrottet haben, bekommen sie 150 Sozialstunden in einer Einrichtung für Problemkids aufgebrummt. Fortan müssen sie sich um einen Rollenspiel-Nerd und einen Dreikäsehoch mit Brustfetisch kümmern. Seichte Buddy-Komödie nach Schema F – vorheriger Bier-Konsum ist empfehlenswert. Bild: Die Kantenschärfe des von warmen Farben geprägten Transfers ist gut, das Bild wirkt aber etwas flach, Gesichter hin und wieder zu weich. Die Doppelkonturen und MPEG-Artefakte der DVD sind verschwunden. Ton: Surroundeffekte gibt es kaum, der Score mit zahlreichen Rocksongs (u.a von Kiss) klingt hingegen klasse. Extras: Audiokommentar, entfallene Szenen (24:20), "Patzer" (3:55), "Am Set" (7:41), "Erschaffen einer…
Eigentlich lebt Victor Maynard (Bill Nighy) nach festen Regeln. Doch als sich der Gentleman-Berufskiller in sein neues Ziel, eine gewitzte wie bildhübsche Trickbetrügerin (Emily Blunt), verliebt, regiert das Chaos. Die turbulente britische Kriminalkomödie macht einfach Spaß. Bild: Der Cinemascope-Tranfser kommt bei hellen Szenen (rund 90 Prozent) scharf, detailreich, kontraststark und bunt daher. Das teils heftige Rauschen in dunklen Szenen sieht hingegen nicht immer nach feinem Filmkorn aus. Für knappe fünf Punkte reicht es dennoch. Ton: Die Musik klingt zwar voluminös (19:04), die Effektkulisse beschränkt sich hingegen meist auf die Frontkanäle (u.a. Autoverfolgung bei 46:30). Extras: Das Bonusmaterial fällt mit einen…
Um die Erde zu retten, reist die völlig inkompetente Crew des Raumschiffs "Surprise" (Herbig, Kavanian, Tramitz) in die Vergangenheit – und richtet dort jede Menge Chaos an. Mit hollywoodreifen Spezialeffekten gewürzte Persiflage auf bekannte SciFi-Kracher. Bild: Der Cinemascope-Transfer ist zwar bunt und kontrastreich, müsste aber angesichts der meist guten Szenenausleuchtung erheblich detailreicher und plastischer sein. Dicke drei Punkte. Ton: Nicht nur die Musik nutzt alle sieben Kanäle, auch die überraschend dynamischen Effekte prasseln aus allen Heimkino-Ecken auf den Zuschauer ein. Extras: Audiokommentar, isolierte Filmmusik, Making-of, 6 Featurettes (31:22), entfallene Szenen (2:35), Outtakes (8:55), Musikvideo, TV-Auftritte (43:22), Trailer, Teaser, TV-Spots. Die…
Als Teil der Abschlussprüfung fliegt FBI-Ausbilder Jake Harris (Val Kilmer) seine Top-Rekruten auf eine verlassene Insel. Dort sollen die Nachwuchs-Profiler einen Killer stellen. Doch aus der Übung wird bald blutiger Ernst. Kurzweiliger Psychothriller mit prominenter Besetzung. Bild: Der meist von Blautönen geprägte Transfer leidet unter teils grobem Rauschen, überschärften Kanten, einer mäßigen Detailzeichnung und geringer Plastizität – HD-Feeling kommt so kaum auf. Ton: Aufgrund eines beschnittenen Hochtonbereichs klingt die 5.1-Abmischung zu dumpf. Eingeschränkte Räumlichkeit und mangelnde Klangtreue sind die Folge. Auch der Dynamikumfang enttäuscht. Extras: Making-of (20:57), Musikvideo und Trailer. Ärgerlich: Der Regiekommentar der US-Disc fehlt. Die Wertung Film…
In den Extras erinnert sich Regisseur John Lasseter in einer Diskussionsrunde, wie sein Team während der Produktion von "Das große Krabbeln" Versagensängste plagten. Nach "Toy Story" wollte man kein One-Hit-Wonder sein und die Zukunft von Pixar hing nach dem Börsengang des Studios vom Erfolg des zweiten abendfüllenden Spielfilms ab. Doch alle Ängste waren unbegründet. Denn auch wenn "Krabbeln" im Einspielvergleich mit seinen späteren Pixar-Brüdern den Kürzeren zieht – "Toy Story" konnte mit 363 zu 361 Millionen Dollar geschlagen werden. Wie von Pixar gewohnt, begeistert "Krabbeln" nicht nur mit toller Animationstechnik, auch die Story kommt nicht zu kurz. In einer Abwandlung…
Als einziges Besatzungsmitglied ist Sam Bell (fesselnd: Sam Rockwell) seit fast drei Jahren auf einer Mondbasis stationiert, wo er die Förderung des Rohstoffs Helium3 überwacht. In drei Wochen geht es endlich wieder heim zu Frau und Kind. Doch was dann passiert, lässt ihn an seinem Verstand zweifeln: Aus einem verunglückten Mondfahrzeug rettet er einen Mann, der genauso aussieht wie er selbst. Keine Raumschiffe, keine Laserpistolen, keine Außerirdischen – nur ein Mann auf einer Mondstation. Das ist das reduzierte Setting von "Moon", dem beachtlichen Erstlingswerk von Regisseur Duncan Jones, seines Zeichens Sprößling von Musikikone David Bowie. Das Independent-Budget von fünf Millionen…