Der Ex-Versicherungsermittler Leonard (Guy Pearce) sucht den Mörder seiner Frau. Ein fast aussichtsloses Unterfangen, denn seit der Tat leidet er an dem Verlust seines Kurzzeitgedächtnisses. Die Erzählstruktur macht den Film noir zu einem cineastischen Leckerbissen. (siehe Fakten Check). Bild: Die Schärfe gefällt, die Tiefenwirkung liegt aber kaum über DVD-Niveau. In den Schwarz-Weiß-Passagen lässt der überhöhte Kontrast Details verschwinden. Das Grundrauschen wird meist als Filmkorn reproduziert. Ton: Der 5.1-Mix wird von Dialogen und der druckvollen Musik geprägt. Surroundeffekte werden nur sporadisch, dann aber mit voller Wucht eingesetzt (z.B. 40:17). Extras: Audiokommentar, "Anatomie einer Szene" (25:14), Interview mit Regisseur Christopher Nolan (23:50),…
Autor: Christoph Steinecke
Der Immigrantensohn Yuri Orlov (vorzüglich: Nicolas Cage) steigt im New Yorker Einwandererviertel Little Odessa vom Kleinkriminellen zum international operierenden Waffenschieber auf. Solange der Preis stimmt, beliefert er jeden: vom blutrünstigen Dritte-Welt-Diktator bis zur marodierenden Rebellenarmee. Doch Yuris Machenschaften erregen die Aufmerksamkeit von Interpol (Ethan Hawke). Scharfzüngig-smarte Politsatire, die sich kein Cineast entgehen lassen sollte. Bild: Satte Farben und ein kräftiger Kontrast lassen das Cinemascope-Bild schön knackig werden. Schärfe und Detailzeichnung sind für ein HD-Medium gut. Die Doppelkonturen wurden gegenüber der DVD (Test in audiovision 9-2006) reduziert, stören aber in detailreichen Außenaufnahmen nach wie vor. Dicke vier Punkte. Ton: Trotz explosiver…
Signierte Basketbälle von Alba Berlin landen stets auf der Behindertentribüne. Also mogelt sich Bauarbeiter Fred (Til SChweiger) als Rollstuhlfahrer ins Stadion und ergattert das runde Souvenir. Doch dann wird er vom Verein als Star eines Werbefilms verpflichtet. Tabulose Screwball-Komödie, die nicht über, sondern mit Behinderten lacht. Bild: In Close-ups (Gesicht, 21:31) überzeugt der von warmen Farben geprägte Transfer mit vielen Details. Im Gegensatz zur DVD (audiovision 8-2007) verfügen Halbtotale und sogar Totale jetzt über eine gute Durchzeichnung. Ton: Lediglich der Score und die Basketball-Szenen vermitteln etwas Räumlichkeit. Ansonsten spielt sich alles vorne ab. Extras: Regiekommentar, PR-Making-of (20:44), Interviews (10:33), Outtakes…
Während eine junge Mutter (Michelle Williams) es auf der Couch mit dem Nachbarn (Ewan McGregor) treibt, fallen ihr Ehemann und der vierjährige Sohn einem Bombenanschlag im Fußballstadion zum Opfer. Verzweifelt versucht die Frau mit dem Verlust klarzukommen. Brillant gespieltes Drama über Schicksal und Trauerbewältigung. Bild: Schärfe und Tiefenwirkung liegen auf gutem Niveau, bei einer zwei Jahre alten Produktion hätten wir uns aber mehr Details gewünscht. Der triste Alltag der trauernden Mutter wird mit dezenter Farbgebung visualisiert. Ton: Hier und da dringen von hinten Umgebungsgeräusche ans Ohr. Zum Leben erwacht der 5.1-Mix aber nur, als er die chaotischen Ereignisse nach dem…
Um ihrem Freund einen Heiratsantrag zu machen, reist die Amerikanerin Anna (Amy Adams) nach Irland. Doch statt in Dublin landet sie in einem Provinznest, wo ihr Pub-Besitzer Declan einen Strich durch die Hochzeits-Rechnung macht. Trotz Schema-F-Plot vergnügliche Romantikkomödie. Bild: Die schroffen irischen Landschaften werden knackscharf, detailreich (Steine auf Weg bei 22:43) und plastisch abgebildet. Nur manch weniger gut ausgeleuchtete Innenaufnahme kann trotz hohem Kontrast nicht mithalten. Ton: Immer wenn es sich anbietet (leider nicht oft), untermalt der 5.1-Mix das Geschehen mit netten Umgebungsgeräuschen wie einem tosenden Sturm (13:19), plätscherndem Regen (43:31) oder rauer Brandung (87:09). Extras: Making-of (10:49), entfallene Szenen…
Der Rockmusiker Eric Draven (Brandon Lee) muss hilflos mitansehen, wie die Männer des Gangsters Top Dollar (Michael Wincott) seine Verlobte vergewaltigen und ermorden, bevor sie auch ihn töten. Ein Jahr nach dem Verbrechen steigt Eric aus seinem Grab, an seiner Seite eine Krähe als ständiger Begleiter. Sie hat ihn zum Leben erweckt und verleiht ihm übernatürliche Kräfte. Mit diesem vor visuellen Effekten nur so strotzenden Großstadtmärchen gab Werbefilmer Alex Proyas ("I, Robot") 1994 sein Regiedebüt. Bild: Eurovideo griff auf den zehn Jahre alten Disney-Transfer zurück – mit entsprechend enttäuschendem Ergebnis. Das Rauschen ist grob, die Detailzeichnung und Plastizität eingeschränkt, in…
Der zum Islam konvertierte Nuklear-Experte Steven Younger gesteht, in drei amerikanischen Großstädten Atombomben platziert zu haben. Eine FBI-Agentin (Carrie-Anne Moss) und ein Black-Ops-Verhörspezialist (Samuel L. Jackson) müssen mittels geeigneter Methoden binnen zwei Tagen den Terrorist zum Reden bringen. Kammerspielartig inszeniertes Folterdrama mit ungewöhnlichem Ende. Bild: Schärfe und Detailzeichnung sind meist gut, allerdings wurde das Bild oft bewusst gekörnt, um einen Schmuddel-Look zu erzeugen. Tiefenwirkung und HD-Feeling sind daher begrenzt. Ton: Surroundeffekte gibt es zwar so gut wie keine, aber die Filmmusik nutzt hin und wieder die rückwärtigen Kanäle. Auch an der Klangtreue gibt es nichts auszusetzen. Extras: Audiokommentar, Trailer. Die…
Der drogenabhängige Mark (Ewan McGregor) beschließt, von der Nadel wegzukommen. Alle Versuche scheitern, bis sich die Chance seines Lebens bietet – in Form von zwei Kilo seines Lieblingspulvers. Inhaltlich und optisch eindrucksvolle Verfilmung des Kultromans von Irvin Welsh. Bild: Wenig Details, vermatschtes Videorauschen, überschärfte Kanten und eine geringe Tiefenwirkung lassen das Blu-ray-Bild durchgehend wie eine DVD erscheinen. Ton: Im Vergleich zum Original klingt der deutsche 5.1-Track weniger räumlich und dynamisch eingeschränkt. Extras: Audiokommentar, "Der Anfang" (9:28), "Der Trick mit der Nadel" (6:24), Interviews (37:36), "Calton Athletic" (0:32), "Der Stil des Films" (7:13), "Der Sound des Films" (12:02), "Trainspotting bei den…
Egal ob "Der Anchorman", "Ricky Bobby" oder "Die Eisprinzen" – kein anderer Schauspieler verkörpert schrägen Humor so wie Will Ferrell. Doch während der ehemalige Saturday Night Live Comedian damit in den USA Millionen begeistert, laufen die Filme bei uns meist unter Ausschluss der Öffentlichkeit. "Die etwas anderen Cops" wollten hierzulande immerhin 473.181 auf der großen Leinwand sehen, vermutlich auch weil die Story nicht so abgedreht ist wie bei Ferrells Vorgängerwerken und weil Mark Wahlberg mitspielt. Die New Yorker Detectives Gamble (Will Ferrell) und Hoitz (Mark Wahlberg) sind zu Bürotätigkeit verdonnert und können sich – Überraschung (!) – nicht ausstehen. Doch…
Mit Hilfe von Abstechern in die Paläontologiegeschichte und in die fossilienreiche Wüste Gobi sowie computeranimierten Dinosauriern gibt die Doku ein guten Überblick über die Ära der Urzeit-Reptilien. Bild: Sowohl Aufnahmen der Wüste Gobi, des Grand Canyon oder von wissenschaftlichen Laboren sind scharf und detailreich. In der 3D-Version bleibt die gute Schärfe erhalten, dazu gesellt sich eine ordentliche Tiefenwirkung in Landschaftsaufnahmen (10:28, 12:09). Auch Schwenks über Museumsfossilien wirken dreidimensional. Computeranimierte und in reale Umgebungen verpflanzte Dinos leiden jedoch unter Doppelkonturen Ton: Mit Ausnahme von Umgebungsgeräuschen und auf den Rears nachhallendem Dinogeschrei spielt sich alles vorne ab. Extras: Making-of (26:41). Die Wertung …