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    Sonoro Primus (Test)

    28. Juni 20214 Minuten Lesezeit
    Das 2,8-Zoll-Farbdisplay zeigt die große Auswahl an integrierten Streaming-Diensten, ein Internetradio und auch ein Radio für UKW und DAB+. Viele Funktionen lassen sich auch über kleine Tasten direkt anwählen.

    Primus bedeutet auf Latein „der Erste“. Der 700 Euro teure Primus ist zwar nicht das erste Digital-Radio mit Streaming-Funktion von Sonoro, aber eines der am besten ausgestatteten. Man sieht es dem kompakten Zwei-Wege-Gerät allerdings nicht gleich an, denn es möchte sich elegant in moderne Wohnzimmer einfügen – und pflegt daher das Understatement.

    Äußerlich gibt sich der pieksauber verarbeitete, 45 Zentimeter breite Primus klassisch, in puncto Ausstattung hat er es allerdings faustdick hinter den Ohren: Zu den vielen Anschlussmöglichkeiten (AUX-in, Line-in, optischer Eingang und USB-Port mit Abspiel- und Ladefunktion) gesellen sich inte­grierte Streaming-Dienste wie Spotify Connect, Amazon Music, Tidal, Napster, Deezer, Qobuz sowie Internetradio und klassischer Radioempfang per UKW und DAB+. Das macht das in Schwarz, Weiß, Graphit und Champagner erhältliche Gerät zum musikalischen Tausendsassa. WLAN und aptXTM Bluetooth sorgen dabei für eine hohe Wiedergabe­qualität. Die bidirektionale Bluetooth-Verbindung eignet sich zudem auch für kabellose Kopfhörer.

    Die Gehäuserückseite zeigt einen Teil der großen Anschlussvielfalt des Sonoro
    Primus. Hier finden sich die Ein- bzw. Ausgänge für AUX, Cinch, Optik und USB, ebenso wie der Netztrennschalter, eine LAN-Buchse und der Schraubverschluss für eine FM/DAB-Teleskopantenne.

    Trotz zahlreicher Anschlüsse und umfangreicher Funktionalitäten lässt sich der 7,2 Kilogramm schwere Primus einfach einrichten. Das geht auch ohne die kleine Fernbedienung, die zum Lieferumfang gehört – über Direktwahltasten, einen Vollmetall-Bedienknopf sowie ein 2,8-Zoll-Farbdisplay. Kopfhörer-Freunde bemerken auf der Vorderseite noch einen 3,5-Millimeter-Klinkeneingang, auch eine Weckfunktion ist vorhanden.
    Wer den Klang aufpäppeln möchte, dem stehen nicht nur Möglichkeiten für die Einstellung von Bass, Höhen und Loudness zur Verfügung, sondern auch ein Equalizer für die Sound-Profile Pop, Rock, Jazz, Klassik und Flach. Um dem Stereoklang zusätzliche Breite zu verleihen, gibt es 3D-Klang.

    Versteckter Subwoofer
    Wenn man den Sonoro Primus zur Abwechslung mal auf den Kopf dreht, entdeckt man auf der Unterseite des Gehäuses nicht nur ein sauber eingelassenes und strömungsoptimiertes Reflexrohr, sondern auch ein 13 Zentimeter großes Bass-Chassis. Es arbeitet nach dem sogenannten Downfire-Bass-Prinzip. Bei dieser weitverbreiteten Subwoofer-Technologie wird der Bass nach unten gerichtet abgestrahlt und nutzt so die Reflexion des Bodens, um seine Signalanteile möglichst gleichmäßig im Raum zu verteilen.

    Aufgedeckt: auf der Unterseite des Sonoro Primus finden sich ein Reflexrohr und ein Bass-Chassis, um die Tiefton-Performance zu steigern.

    Der Abstand, den die untere Gehäusekante zur Stellfläche hat, muss für einen solchen Downfire-Bass aber genau berechnet sein, nur dann arbeitet der Treiber auf das richtige Volumen. Konstruiert man alles sauber, werden Bereiche im Raum mit abfallendem Bass – sogenannte Raummoden – aber deutlich minimiert. Aus diesem Grund kann man ein Gerät mit Downfire-Bass auch an Plätzen unterbringen, die sich ansonsten auf den ersten Blick nicht für die Aufstellung eignen.

    Die Klangqualität
    Um die Qualitäten möglichst objektiv zu würdigen, aktivierten wir weder 3D noch eines der erwähnten Profile. In Sachen „Stereo Sound“ brauchte der Primus auch keine Unterstützung, das konnte man bei Madonnas „Hung Up“ gut hören: Das leise Uhrticken, vor allem aber die gegenphasigen Sound­effekte, bei denen man die gesampelte Synthie-Melodie von ABBA mal rechts, mal links, mal hinten, mal vorne im Stereopanorama hört – all das brachte die Stärken der frontseitigen Koaxialtreiber hervor: einen detailreichen, plastischen und erstaunlich raumfüllenden Klang. Bei den zwei „Koaxen“ sitzt ein kleines Hochton-Chassis in der Mitte des Mitteltöners – ideal für gute Stereoortung.

    Das Madonna-Stück offenbarte auch, dass der Primus in den Mitten etwas vorlaut tönte und bei komplexeren Passagen mitunter etwas „zu“ machte. Trotz dieses kleinen Mankos klingt der in Deutschland entwickelte und designte Alleskönner fast immer putzmunter und kommt seiner Aufgabe, Räume bis 25 Quadratmeter mit ausreichend Schalldruck zu erfüllen, bestens nach.

    Der Testbericht Sonoro Primus (Gesamtwertung: sehr gut, Preis/UVP: 700 Euro) ist in audiovision Ausgabe 6-2021 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

    • Sonoro Primus (audiovision 6-2021)In den Warenkorb

      Sonoro Primus (audiovision 6-2021)

      PDF-Download €1,99

    AV-Fazit

    0 Sehr gut

    Kompakt, klassisch, kompetent – so kann man die Qualitäten des Sonoro Primus zusammenfassen. Hinzu kommen eine umfangreiche Ausstattung und eine Top-Verarbeitung.

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