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    av-Test

    Denon Heos HomeCinema (Test)

    6. Juni 20164 Minuten Lesezeit

    Beim Heos HomeCinema von Denon handelt es sich um einen echten klanglichen Alleskönner, der auch als Soundbar für den Fernseher konzipiert wurde: Denn wie beim Mitbewerber Raumfeld spielen die Themen Musik-Streaming und Multiroom bei Denon eine immer wichtigere Rolle (siehe Kasten „Heos: Musik im ganzen Haus“).

    Ein großes Plus des rund einen Meter langen Klangriegels ist dessen üppige Anschlussvielfalt: Die Rückseite zieren sowohl ein HDMI-Ein- als auch ein -Ausgang mit Audio Return Channel, dazu gesellen sich ein optischer und ein koaxialer Digitaleingang, eine Klinken- sowie eine USB-Buchse. Hinter der schwarzen Stoffbespannung sitzen zwei Mittel-/Tieftöner mit ovalen Treibern und Doppelmagneten und zwei 20-Millimeter-Weichkalotten-Hochtöner mit Neodym-Magneten.

    Drahtloser Subwoofer

    Heos_Homecinema_PCBefeuert wird der Lautsprecher von einer 4-Kanal-Class-D-Endstufe. Eine Angabe zur Verstärkerleistung macht Denon nicht, das System soll jedoch ausreichen, um bis zu 30 Quadratmeter große Räume ansprechend zu beschallen.

    Zum Set gehört zudem ein drahtloser Subwoofer mit zwei 5,25-Zoll-Treibern. Ist die Soundbar eingeschaltet, koppelt sich der Tieftöner automatisch. Die Einrichtung des HomeCinema erfolgt App-gesteuert, indem das entsprechende Mobilgerät per Klinkenstecker mit der Soundbar verbunden wird – das funktioniert schnell und problemlos. Denon hat der Soundbar zwar keine eigene Fernbedienung spendiert, dafür reagiert der Klangriegel wahlweise auf die App von Android- und iOS-Smartphones und -Tablets (hier können unter anderem auch Bässe und Höhen modifiziert werden) sowie auf die Fernbedienung des Flachbildfernsehers – das Anlernen erfolgt in wenigen Schritten ebenfalls über die Heos-Anwendung.

    Die Heos-Soundbar kann sowohl hingelegt als auch aufgehängt werden. Zu den Anschlüssen des WLAN-Klangriegels gehören HDMI-Ein- und Ausgang sowie optischer, koaxialer und analoger AUX-Eingang.
    Die Heos-Soundbar kann sowohl hingelegt als auch aufgehängt werden. Zu den Anschlüssen des WLAN-Klangriegels gehören HDMI-Ein- und Ausgang sowie optischer, koaxialer und analoger AUX-Eingang.

    Heos: Musik im ganzen Haus
    Ob Musik vom Smartphone oder Tablet, von USB-Stick, vom Server oder von Streaming-Diensten wie Soundcloud, Tidal, Spotify, tunein, Deezer oder Napster: Die gut durchdachte Heos-App für iOS, Android und Amazon Kindle Fire vereinfacht das Streamen in den eigenen vier Wänden. Besitzt man mehrere Heos-Boxen, so kann man diese unterschiedlichen Räumen zuweisen und individuell ansteuern. Alternativ ist es kein Problem, vom Dachboden bis in den Keller über jeden Lautsprecher dasselbe musikalische Portfolio zum Leben zu erwecken. Egal, wo man sich gerade aufhält: Man verpasst keine Sekunde der Berieselung. Unterstützt werden die komprimierten Audio-Formate MP3, WMA, AAC, FLAC und ALAC sowie unkomprimierte WAV-Dateien. Heos kommt mit den Abtastraten 32, 44,1 und 48 Kilohertz zurecht. Zum Einrichten wird das Mobilgerät per Klinkenstecker mit dem Lautsprecher verbunden.

    Ihre Bedienung ergibt sich quasi von selbst: Die Heos-App ist übersichtlich und einfach zu handhaben.
    Ihre Bedienung ergibt sich quasi von selbst: Die Heos-App ist übersichtlich und einfach zu handhaben.

    Stimmen in ganzer Pracht

    Im TV-Betrieb fällt sofort die deutliche Sprachwiedergabe auf. Über den Modus „Dialog Enhancer“ können Stimmen bei Bedarf zusätzlich hervorgehoben werden, aus unserer Sicht führt das mitunter schon zu einer Überpräsenz. Auch mit ruhiger Instrumentalmusik kommt die Denon-Soundbar bestens zurecht: Diese erklingt angenehm warm und harmonisch mit pointierten und kristallklaren Höhen. Geht es hingegen actionreicher auf dem Bildschirm zu, so würde man dem Soundsystem punktuell ein klein wenig mehr spielerische Leichtigkeit und Pegelfestigkeit wünschen. Die Bässe sind kräftig und dominant, wirken jedoch im Vergleich zu anderen Systemen dumpfer und kälter. Letztendlich ist das aber auch eine Frage des persönlichen Geschmacks. Die Raumfülle ist größer als bei einem klassischen Stereo-System. Erst wenn man den Denon-Lautsprecher bei maximaler Lautstärke ausreizt, gehen tonale Brillanz und Reinheit verloren. Dann dürften die Nachbarn aber auch schon mit dem Besen gegen Wand oder Zimmerdecke schlagen. Erfreulich ist, dass sämtliche Kabel (HDMI, Klinke, Lichtleiter, Cinch-Klinken-Adapter) mitgeliefert werden. So ist man für alle Eventualitäten vorbereitet. Über seitliche Tasten am Gehäuse kann die Lautstärke verändert werden.

    Denon verkauft die Soundbar HomeCinema im Paket mit einem drahtlosen Subwoofer. Der Klangriegel kann nicht nur den TV-Ton aufpeppen, sondern auch Musik von Smartphones und Tablets wiedergeben.
    Denon verkauft die Soundbar HomeCinema im Paket mit einem drahtlosen Subwoofer. Der Klangriegel kann nicht nur den TV-Ton aufpeppen, sondern auch Musik von Smartphones und Tablets wiedergeben.

    Heos_Homecinema_Wertung

    Der Testbericht Denon Heos Homecinema (Gesamtwertung: 79, Preis/UVP: 800 Euro) ist in audiovision Ausgabe 5-2016 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

    • Denon Heos Homecinema (audiovision 05-2016)In den Warenkorb

      Denon Heos Homecinema (audiovision 05-2016)

      PDF-Download €1,99

    AV-Fazit

    79 gut

    Mit ihrer umfangreichen Ausstattung lässt die Heos-Soundbar viele Mitbewerber alt aussehen. Klanglich peppt sie nicht nur Flat-TVs effektiv auf, sondern ist ein echter Musik-Netzwerker.

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