Multiroom-Spezialist Sonos erweitert sein Portfolio mit dem Sonos Play in der 2026er Variante. Die Box misst gerade mal 11,3 x 19,3 x 7,7 Zentimeter und ist mit 1,3 Kilogramm ein Leichtgewicht, was sie für den mobilen Einsatz prädestiniert – genau wie eine Gummischlaufe an der Rückseite. Für den Outdoor-Einsatz ist der 350 Euro teure Speaker nach IP67-Standard spritzwassergeschützt und besitzt einen Akku mit einer Laufzeit von maximal 24 Stunden. Dieser lässt sich dank mitgelieferter Docking-Station per USB-C-Anschluss wieder aufladen. Ein Netzteil gibt es nur als kostenpflichtiges Extra für 33 Euro.
Bei den Anschlüssen wurde – Sonos-typisch – gespart. Lediglich ein USB-C-Port findet sich an der Rückseite. Um diesen als Audio-Eingang zu nutzen, gibt es separat erhältliche Adapter für Aux-In (25 Euro); alternativ einen Stecker mit Toslink-Ausgang für 30 Euro. Ein Kombi-Adapter (Aux, LAN) kostet 50 Euro. Was dem Sonos Play an physischer Konnektivität mangelt, macht er durch kabellose Optionen wett. Der Hersteller bietet per haus eigener App Bluetooth, WLAN und Apple AirPlay als Tonquellen an. Dabei ist nicht nur ein zweistufiger Equalizer in der Software integriert, sondern auch ein Großteil der gängigen Streamingdienste, allen voran Sonos Radio mit Genre-Sendern.




Die schnelle Einrichtung erfolgt ebenfalls über die App, erfordert aber ein kostenloses Sonos-Konto. Generell ist die App übersichtlich gestaltet und ermöglicht weitere Konfigurationen in Sachen Multiroom, Stereo-Sound und Trueplay. Letzteres gleicht automatisch, dank eingebautem Mikrofon am Speaker, den Equalizer an die räumlichen Gegebenheiten an.
Satter Sound im Kleinformat
Trotz der kompakten Maße gibt sich der Sonos recht druckvoll mit guter Raumwirkung – über die Verstärkerleistung schweigt der Hersteller. Höhen und Mitten besitzen genug Details, lediglich der Bass könnte etwas druckvoller sein. Vor allem Stimmen und Drums kommen bei Genesis’ „Invisible Touch” gut zur Geltung. Dank Trueplay-Einmessung füllt die Box den Raum relativ gleichmäßig. Im Speaker verstecken sich zwei Hochtöner, die seitlich abstrahlen, während im Zentrum ein Mittel-Tieftöner die tieferen Frequenzen versorgt.
Alternativ zur Mobil-App kann der Sonos Play eingeschränkt auch an der Geräte-Oberseite bedient werden. Vier Drucktasten für Lauter, Leiser, Wiedergabe und Sprachsteuerung sind allesamt mehrfach belegt. An der Rückseite findet sich ein Kippschalter zum Stummschalten der oben integrierten Mikrofone. Sowohl auf der Performance- als auch auf der Kostenebene reiht sich der neue Sonos Play gut zwischen dem Roam 2 (200 Euro) und dem Move 2 (500 Euro) ein.

Der Testbericht Sonos Play (Gesamtwertung: Gut, Preis/UVP: 350 Euro) ist in audiovision Ausgabe 7-2026 erschienen.
Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.
AV-Fazit
Ein gut durchdachter Speaker, der aber erst mit weiteren Sonos-Boxen und Multiroom-Funktion sein volles Potential ausschöpft. Physische Anschlüsse sind Mangelware.
Thomas Stuchlik

