„ALLEGRO PASTELL“ wird im August im Home Entertainment verfügbar sein: EST ab 13. August, TVOD ab 20. Augst und DVD ab 28. August.
Sommer in Berlin, 2018: Tanja und Jerome, eine Autorin und ein Webdesigner Anfang dreißig, führen eine scheinbar perfekte Fernbeziehung. Zwischen schlaflosen Nächten in der Großstadt und Entschleunigung im beschaulichen Maintal bewegen sich die beiden immer wieder zwischen Nähe und Distanz. An ihrem 34. Geburtstag überkommt Tanja eine Ahnung der gemeinsamen Zukunft eine, die geordnet und verlässlich wirkt. Aber ist es wirklich das, wonach sie sucht?
Regisseurin Anna Roller nähert sich der Vorlage mit großer Präzision und Respekt für deren Tonfall. Gemeinsam mit Leif Randt verdichtet sie das elliptische Erzählen des Romans für das Kino, ohne es zu dramatisieren oder emotional zu überhöhen. Stattdessen rückt der Film den Figuren behutsam näher gerade so weit, dass hinter der ironischen Distanz eine emotionale Verletzlichkeit sichtbar wird.
Getragen wird dies von einem intensiven Schauspielprozess mit Jannis Niewöhner und Syl Faligant, einer bewusst distanzierten, oft statischen Bildsprache sowie einer sorgfältig komponierten Pastell-Ästhetik, die innere Zustände über Oberflächen, Farben und Materialien erzählt. Der Soundtrack zwischen elektronischer Melancholie, ironischem Eurodance und zeitgenössischem Pop verankert den Film fest in Berlin und Frankfurt der späten 2010er-Jahre.
ALLEGRO PASTELL ist ein Film über Beziehungen, Selbstinszenierung und das diffuse Gefühl, dass etwas zu Ende geht, noch bevor man es ganz verstanden hat ein zeitdiagnostisches Liebesdrama, das lange nachhallt.
