„Ein Kopfhörer, der nichts zu verbergen hat“ – mit diesem Slogan wirbt Sennheiser für den 280 Euro teuren HD505. Der reiht sich in die Kategorie ein, die 1968 von der deutschen Firma mit dem „weltweit ersten Kopfhörer in offener Bauweise“ (HD414) begründet wurde. Ganz dieser Tradition folgend, fehlen hier moderne Features wie Wireless, Noise Cancelling oder eine App, mit der sich individuelle Hörprofile erstellen oder virtuelle Raumklangprogramme zuschalten lassen. Stattdessen gibt es ein abnehmbares 3,5-mm-Klinkenkabel, einen Adapter auf 6,35 mm und einen Tragebeutel mit Kordelzug – sowie das Versprechen, dass „Zubehör und Ersatzteile auch noch in vielen Jahren verfügbar sein werden“.
Die HD505 besitzen eine Nennimpedanz von 120 Ohm und sind damit nicht unbedingt für den mobilen Gebrauch mit dem Smartphone gedacht. Die offene Bauweise des Kopfhörers lässt aber sowieso Umgebungsgeräusche nach innen und Musik nach außen durchdringen – er sollte entsprechend in einem ruhigen Umfeld zum Einsatz kommen.
Detailverliebt und räumlich
Wer Musik gerne bewusst genießt und mit einem eher schlank-knackigen Bassbereich leben kann, der bekommt mit dem HD505 einen sehr bequemen, fein auflösenden und plastisch spielenden Kopfhörer – in der Tat hält er das eingangs erwähnte „Nichts zu verbergen“-Versprechen. Mit einer Einschränkung: Tieftongewaltige Songs oder Filme werden zu verhalten wiedergegeben.

Der Testbericht Sennheiser HD505 (Gesamtwertung: Gut, Preis/UVP: 280 Euro) ist in audiovision Ausgabe 7-2025 erschienen.
Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.
AV-Fazit
Dynamisch, analytisch, räumlich und äußerst bequem – gut geeignet für bewusstes Hören zu Hause; im Bass jedoch etwas zu dezent.
Oliver Schultes

