Pünktlich zu seinem 40-jährigen Jubiläum erscheint Wim Wenders preisgekröntes Roadmovie-Drama über eine verlorene Seele (Harry Dean Stanton) erstmals auf UHD-Blu-ray.
Bild
Dank frischer 4K-Restauration sieht „Paris, Teaxs“ besser aus als je zuvor. Die ikonische Bildersprache im schmalen 1,66:1-Format (in den 1980er-Jahren üblich für europäische Filme) ist scharf und kontrastreich und wirkt dabei stets filmisch – auch weil das in seiner Intensität variierende 35mm-Korn authentisch reproduziert wird. Für eine 40 Jahre alte Low-Budget-Produktion ein ganz starkes Bild. Im Rahmen eines neuen Color-Grading in Kombination mit HDR wurde die mitunter poetisch anmutende Farbgebung intensiviert. Im Gegensatz zu früheren Versionen haben vor allem dunkle Szenen einen stärkeren Grünanteil als früher (6:46, 23:37, 72:30, 83:16). Diese Anpassung verwundert, da Regisseur Wenders im Bonusmaterial erzählt, man hätte sich bei der Farbgebung an der US-Flagge orientiert, die ja bekanntlich in Rot, Weiß und Blau daherkommt.
Ton
Die deutsche wie englische Sprachfassung liegt wie einst im Kino auch auf der UHD-Blu-ray in Mono vor – ungewöhnlicherweise innerhalb eines 5.1-DTS-HD-Signals. Will heißen, der Verstärker zeigt 5.1 an, aber alles kommt aus dem Center. Das, was man hört, klingt richtig gut, zumindest dem ikonischen Gitarren-Score von Ry Cooder hätte man einen optionalen Stereo-Remix verpassen können.
Extras
Regiekommentar, „Wim Wenders – befragt von Roger Willemsen“ (30:13), entfallene Szenen (23:39, optional mit Kommentar), „Super 8 Footage“ (6:59), Interview mit Wim Wenders (49:13), „Wim Wenders über die Restaurierung“ (4:06), „Einführung von Wim Wenders“ (2:48), Trailer.

| Die Wertung | |
| Film | 6 von 6 Punkten |
| Bildqualität | 5 von 6 Punkten |
| Tonqualität | 1 von 6 Punkten |
| Bonusmaterial | 4 von 6 Punkten |
| Die technischen Daten | |
| Anbieter | Arthaus |
| Bildformat | 1,66:1 (UHD-Blu-ray) |
| Tonspur Deutsch | DTS-HD Master Audio 5.1 |
| Tonspur Englisch | DTS-HD Master Audio 5.1 |
| Untertitel | deutsch |
