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    av-Test

    Ruarkaudio R2 Mk 3 (Test)

    13. Oktober 20153 Minuten Lesezeit

    Unter der Rubrik „Digitalradio“ offerieren die Elektronikmärkte in der Regel kompakte Radiogeräte, die mit einem Tuner für DAB+ ausgerüstet sind. Im Unterschied zum analogen UKW-Rundfunk rauschen die digital übertragenen DAB-Sender nicht und die Senderauswahl ist größer.

    Als den Rolls Royce unter den Digitalradios kann man das 600 Euro teure R2 Mk3 des britischen Herstellers Ruarkaudio bezeichnen. Von seinen günstigeren Konkurrenten hebt sich das edle Tischradio ab, da es mit Stereo-Lautsprechern, drei Empfangswegen (UKW, DAB+, Internet) und einem Antenneneingang aufwartet. Das gab es in unserem Testlabor noch nie, weswegen wir bereits an dieser Stelle unser „Innovations“-Prädikat vergeben.

    Luxuriös Radio hören

    Die Empfangsleistung des Tuners geht eigentlich in Ordnung, auch wenn an unserem ungünstig gelegenen Standort mit der beiliegenden Teleskopantenne einige DAB-Sender gelegentlich aussetzten. Für solche Fälle ist der Antennenanschluss gedacht. Die achtstufige Signalstärke-Anzeige – die im deutschsprachigen Menü als „Signalfehler“ bezeichnet ist – hilft bei der optimalen Ausrichtung des Radios bzw. der Antenne. Die größte Senderauswahl erhält man beim Rundfunkempfang übers Internet, an das der R2 drahtlos per WLAN andockt. Das Internet-Radio lässt sich bestens bedienen, die alphabetisch sortierte Deutschland-Senderliste ist  gut zugänglich und erscheint vollständig. Sendungen in den Mediatheken und Podcasts lassen sich leicht finden, weil sie im jeweiligen Sendermenü aufgelistet sind und sich stationsübergreifend anhand ihres Namens suchen lassen. Die Navigation gelingt mit dem präzise reagierenden Dreh-/Druckknopf auf der Gehäuse­oberseite blitzschnell. Zur bequemen Bedienung trägt zudem das OLED-Display bei, das sich auch aus schrägen Winkeln gut ablesen lässt. Ein „sehr gut“ bei der Bedienung vereiteln die kleinen Folientasten der Fernbedienung sowie die komplizierte, manuelle WLAN-Konfiguration, auf die man allerdings in seltenen Fällen angewiesen ist. Technik-Fans würden sich eventuell mehr Details zum DAB-Empfang wünschen, wie etwa eine Signalstärkezeige in Dezibel sowie die Anzeige von Paket, Kanal und Frequenz.

    Eigentlich zu schön für die Küche: Das kompakte Radio von Ruarkaudio ist neben Nussbaum mit schwarzem und weißem Softlack erhältlich.
    Eigentlich zu schön für die Küche:
    Das kompakte Radio von Ruarkaudio ist neben Nussbaum mit schwarzem und weißem Softlack erhältlich.

    Radio ist die Kernkompetenz des R2, darüber hinaus ist ein USB/DLNA-Musikplayer vorhanden, der sich auf die wichtigsten Audioformate wie MP3, WAV, FLAC und WMA versteht. Im Schlafzimmer nützlich sind der flexibel einstellbare Sleeptimer und die Weckerfunktionen. Außerdem lässt sich das Radio per Smartphone-App „Undok“ steuern und mehrere R2s zu einem Mehrraum-System erweitern. Vervollständigt wird die umfangreiche Ausstattung mit Spotify und Blue­tooth-Audiostreaming samt apt-x-Unterstützung. Wünschenswert wäre ein Line-Ausgang statt zwei Eingängen, um das Radio auch an der HiFi-Anlage nutzen zu können.

    Flexibel: Die im ausgezogenen Zustand 65 Zentimeter lange Teleskopantenne für UKW und DAB+ lässt sich abnehmen. An den dahinter liegenden Eingang im F-Buchsen-Format kann man eine externe Antenne anschließen.

    Erstaunlicher Raumklang

    Die eigens für das Radio produzierten 3,5 Zoll großen Breitbandchassis produzieren einen verfärbungsarmen und bei moderaten Lautstärken sauberen Sound. Die Höhen klingen – typisch für Breitbandchassis – außerhalb der Achse etwas zurückhaltend. Dafür kann man den Klang mit Reglern für Bässe, Höhen und Loudness anpassen. Musik wie Sprache kommen so optimal zur Geltung. Die 3D-Schaltung sorgt für eine verblüffend luftige und raumfüllende Stereowirkung trotz des geringen Lautsprecher-Abstands. Maximallautstärke und Basswiedergabe sind in Anbetracht der Größe ordentlich, auch wenn das Radio nicht mit Basswundern wie Teufels Ghettoblaster Boomster konkurrieren kann. Vollen Pegel erreichen die von Bassreflex-Öffnungen an der Unterseite unterstützten Treiber ab etwa 100 Hertz, so dass man bei den meisten Musikstücken keine Bässe vermisst. Die Klangregler inklusive 3D-Schaltung wirken sich auch am Kopfhörer aus, erzielen hier aber keine so gute Wirkung wie über Lautsprecher.

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    Der Testbericht Ruarkaudio R2 Mk 3 (Gesamtwertung: , Preis/UVP: 600 Euro) ist in audiovision Ausgabe 9-2015 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

    • Ruarkaudio R2 Mk 3 (audiovision 9/2015)In den Warenkorb

      Ruarkaudio R2 Mk 3 (audiovision 9/2015)

      PDF-Download €1,99

    AV-Fazit

    0 gut

    Das Edel-Radio aus England verwöhnt mit ausgewogenem Klang, cooler Retro-Optik, hochwertiger Verarbeitung und pfiffiger Ausstattung. Besonderes Lob verdienen die gut bedien­baren Empfänger für UKW, DAB+ und Web-Radio.
    Florian Goisl

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