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    av-Test

    Denon AVR-X 520 BT (Test)

    13. Oktober 20155 Minuten Lesezeit

    Der 5.1-Einstiegs-Receiver von Denon lockt mit einer Einmessautomatik und einen USB-Musik­player. Zudem halbiert ein Öko-Modus je nach Lautstärke den Stromverbrauch.

    Ausstattung und Technik

    Denon AVR-X 520 BT:  Die Fernbedienung ist übersichtlich und hat dennoch genug Tasten.
    Denon AVR-X 520 BT: Die Fernbedienung ist übersichtlich und hat dennoch genug Tasten.

    Um Einsparungen kommt aber auch Denon nicht herum: Wo der Onkyo noch Schraubterminals für die beiden Hauptlautsprecher bietet, sind beim Denon sämtliche Boxen aufgrund der Klemmanschlüsse mit dünnen Litzen zu verkabeln. Außerdem vermissen wir einen koaxialen S/PDIF-Eingang. Die Einmessautomatik „Room EQ“ erledigt alle Einstellarbeiten, sie bietet im Unterschied zu den Audyssey-Systemen, die in größeren Denon-Modellen zum Einsatz kommen, aber keine umschaltbaren EQ-Kurven oder mehrere Messposi­tionen. Bei der Einrichtung von Hand gefallen uns die feinen Schritte für Kanalpegel und Distanz (0,5 dB / 1 cm) sowie die separat regelbaren Bassfilter für Lautsprecher und Subwoofer. Spartanisch fällt die Klangregelung aus, die nur in Form von Bass- und Höhenreglern für die Front vertreten ist. Ein manueller Equalizer fehlt, ebenso ein Cinema-Filter gegen grellen Filmklang. Mit Dolby TrueHD und DTS-HD verarbeitet der Denon unkomprimierten Heimkinoton von Blu-ray. Für den SACD-Genuss ist ein Player nötig, der das DSD-Signal zu Mehrkanal-PCM umsetzt.

    Obwohl das englischsprachige Menü alles andere als edel aussieht, hat uns die Bedienung gefallen: Der Receiver verwöhnt mit einem informativen Display sowie gerasterten Drehreglern, mit denen sich Quelle und Lautstärke präzise einstellen lassen. Auf Anhieb sympathisch war uns zudem die Fernbedienung.

    330 Euro: Der nur in Schwarz erhältliche Denon fällt durch ein schönes, großformatiges Display mit separater  Dezibelanzeige auf. Nur an den scharfen Kanten des Gehäuses im Metallic-Look könnte der Hersteller noch feilen.
    330 Euro: Der nur in Schwarz erhältliche Denon fällt durch ein schönes, großformatiges Display mit separater Dezibelanzeige auf. Nur an den scharfen Kanten des Gehäuses im Metallic-Look könnte der Hersteller noch feilen.
    Der Denon erfreut mit einer USB-Buchse an der Front, zwei Subwoofer-Anschlüssen sowie fünf HDMI-Eingängen, von denen sich drei auf 4K und HDCP 2.2 verstehen. Weniger schön sind die fehlende Einspeisemöglichkeit für Digitalton im Cinch-Format sowie die Lautsprecher-Klemmanschlüsse, in die nur dünne Kabel passen.
    Der Denon erfreut mit einer USB-Buchse an der Front, zwei Subwoofer-Anschlüssen sowie fünf HDMI-Eingängen, von denen sich drei auf 4K und HDCP 2.2 verstehen. Weniger schön sind die fehlende Einspeisemöglichkeit für Digitalton im Cinch-Format sowie die Lautsprecher-Klemmanschlüsse, in die nur dünne Kabel passen.

     

    Aufgeschraubt offenbart der Denon sein sehenswertes Innenleben: Die Netzteil-Platine (oben links) macht einen soliden Eindruck, ebenso der Transformator (vorne links). Die Kabelführung wirkt aufgeräumt, die Stromkabel sind für minimale Streuneigung verdrillt verlegt. Herzstück des Receivers sind seine fünf diskret aufgebauten Endstufen.
    Aufgeschraubt offenbart der Denon sein sehenswertes Innenleben: Die Netzteil-Platine (oben links) macht einen soliden Eindruck, ebenso der Transformator (vorne links). Die Kabelführung wirkt aufgeräumt, die Stromkabel sind für minimale Streuneigung verdrillt verlegt. Herzstück des Receivers sind seine fünf diskret aufgebauten Endstufen.

    Video und Multimedia

    Bei der HDMI-Durchleitung im Standby zeigt unser Strommessgerät erfreulich geringe 2,8 Watt – der Onkyo braucht mit 27 Watt fast das Zehnfache. Mit einem Videoscaler und Bildreglern kann Denons Kleinster nicht dienen, aber mit einem Lip-Sync-Delay, der ein dem Ton nachhinkendes Bild (200 ms) ausgleicht. Wie das „BT“ im Namen schon vermuten lässt, verfügt der AVR-X 520 BT über Blue­tooth für die drahtlose Audio-Einspeisung vom Smartphone samt Fernsteuer-App (siehe Kasten). Über die USB-Buchse an der Front spielt er Musik ab und lädt das Handy – auch im Standby.

    Das UKW-Radio mit 56 Speicherplätzen zeigt Zusatz­daten wie RDS, PTY und Radiotext übersichtlich an.
    Das UKW-Radio mit 56 Speicherplätzen zeigt Zusatz­daten wie RDS, PTY und Radiotext übersichtlich an.
    Die Lautsprecher-Einstellungen sind vollständig, wirken mangels Grafiken aber schlicht.
    Die Lautsprecher-Einstellungen sind vollständig, wirken mangels Grafiken aber schlicht.
    Der Info-Bildschirm ist übersichtlich, geizt aber mit detaillierten Daten zum HDMI-Signal.
    Der Info-Bildschirm ist übersichtlich, geizt aber mit detaillierten Daten zum HDMI-Signal.

    Tonqualität

    Für einen Einsteiger-Receiver sind Leistungen von 5 x 60 Watt an 6- und 4-Ohm-Lautsprechern beachtlich. Problemlos dürfte er damit auch im Heimkinokeller mit viel Dampf aufspielen. Den bass­geladenen Dolby-TrueHD-Trailer „Spheres“ gibt er ohne Subwoofer-Unterstüztzung druckvoll wieder. Bei Steely Dan haben uns der stabile und groo­vende Bass gefallen. Im Mittel- und Hochtonbereich musiziert der Receiver feinauflösend und präzise, wobei uns der Klang bei hohen Lautstärken im Vergleich zum Onkyo eine Spur härter erschien. Das Bassmanagement macht seine Sache grundsätzlich gut, nur bei einigen wenigen Tonspuren mit einem Phasenversatz zwischen Haupt- und LFE-Kanal, wie auf unserer „3 Doors Down“-DVD, wirkt der Sound etwas dünn.

    Im zweiten Hördurchgang überprüften wir den Klang in Verbindung mit Subwoofer und Einmessung. Letztere sorgt für einen stimmigen Abgleich der Kanalpegel und Distanzen, die Abtrenn­frequenz von 120 Hertz unserer durchaus bass­fähigen Center und Surroundboxen erschien uns aber zu hoch, weshalb wir sie von Hand korrigierten. Der zuschaltbare „Room EQ“ griff unauffällig in den Klang ein und machte ihn mit etwas mehr Bass druckvoller. Zum Musikhören mit Stereo-Quellen eignet sich der Denon ebenfalls gut: Er klingt bei analoger wie digitaler Verbindung per Optikkabel offen und detailliert.

    Zusatzinformation: Bluetooth-App fürs Smartphone
    Als Extra bietet Denon für den AVR-X 520 BT eine Smartphone-App, mit der man Musik drahtlos vom Telefon zum Receiver senden und ihn steuern kann. Derzeit ist die „Denon 500 Series Remote“ nur für Android-Geräte erhältlich, doch eine Apple-Version soll bald folgen. Telefon und Verstärker verständigen sich dabei per Bluetooth-Funk, weshalb kein WLAN-Hausnetz benötigt wird. Trotz der geringen Sendeleistung von maximal 2,5 Milliwatt (Handys strahlen beim Telefonieren bis zu 800-mal so stark) überbrückt Bluetooth abhängig vom verwendeten Smartphone und der Umgebung Distanzen um die zehn Meter. Hindernisse wie eine Leinwand, die eine herkömmliche Infrarot-Fernbedienung nicht durchdringt, überwindet der Funk problemlos. Die App ist übersichtlich aufgemacht, sie gestattet die bequeme Bedienung aller Grundfunktionen wie Lautstärke, AV-Quelle, Radiosender (UKW/MW) sowie Klangprogramm und funktionierte in unserem Praxistest tadellos. Wer will, kann den Verstärker auch per App einschalten, der Standby-Verbrauch erhöht sich dabei mit 1,3 Watt nur geringfügig.

    Mit der „Denon 500 Series Remote App“ kann man den Receiver steuern, auf dem Handy gespeicherte Songs auswählen (links) und abspielen (Mitte). Mit der Taste „Online Musik“ (rechts) bindet man externe Apps als Tonquelle ein.
    Mit der „Denon 500 Series Remote App“ kann man den Receiver steuern, auf dem Handy gespeicherte Songs auswählen (links) und abspielen (Mitte). Mit der Taste „Online Musik“ (rechts) bindet man externe Apps als Tonquelle ein.

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    Der Testbericht Denon AVR-X 520 BT (Gesamtwertung: 63, Preis/UVP: 330 Euro) ist in audiovision Ausgabe 8-2015 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

    • Yamaha RX-V 379, Denon AVR-X 520 BT, Onkyo TX-SR 343 (audiovision 8/2015)In den Warenkorb

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    AV-Fazit

    63 befriedigend

    Denons 5.1-Einstiegs-Receiver punktet mit seinem guten Klang, ausreichend Leistung und einer Einmessautomatik. Auf ein Internet-Radio wie einen Audio-Equalizer muss man hingegen verzichten, und für die Boxen stehen lediglich Klemmanschlüsse zur Verfügung.
    Florian Goisl

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