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    av-Test

    Technisat Digitradio C4 (Test)

    2. März 20204 Minuten Lesezeit
    Die Fernbedienung liegt gut in der Hand und ermöglicht die Kontrolle über sämtliche Funktionen des Technisat Digitradio 4C.

    Mit dem Digitradio 4C präsentiert Technisat eine Abwandlung seines bereits länger erhätlichen Digitradio 4. Das zusätzliche „C“ steht für „Color“ und bezieht sich auf das farbige TFT-Display an der Front. Dieses stellt neben einer etwas aufgeräumteren Front den einzigen Unterschied zum Schwestermodell dar. Mit einem Preis von 180 Euro kostet das 4C gerade mal 10 Euro mehr als sein Kollege mit Schwarz-Weiß-Display – da fällt die Wahl nicht schwer.

    UKW, DAB+ und Bluetooth

    Wie der Name bereits verrät, empfängt das C4 digitale Radiosignale über DAB+, auch UKW ist an Bord. Dazu gesellt sich Bluetooth, womit sich Musik kabellos von Handy, Tablet und Co. zuspielen lässt, und ein 3,5-Millimeter-Eingang. Ein weiterer Klinken-Ausgang an der Front ermöglicht den Anschluss von kabelgebundenen Kopfhörern. Ohne WLAN und LAN bleibt eine Internetverbindung außen vor, ein USB-Anschluss dient lediglich dem Aufspielen von Software-Updates. Sowohl der Radio-Empfang als auch die Bluetooth-Verbindung klappten in unserem Test reibungslos, die abnehmbare Antenne lässt sich auf 65 Zentimeter ausfahren – in unseren Redaktionsräumen reichte schon die Hälfte für einen perfekten DAB-Empfang. Unmittelbar nach der ersten Inbetriebnahme begann ein digitaler Sendersuchlauf, der Dutzende Sender zu Tage förderte und automatisch die Uhrzeit abrief. Die Navigation durch die Menüs, Quellenwahl, Sendersuche sowie Lautstärkeregelung gelingt über Knöpfe an der Gerätefront oder per Fernbedienung. In den zahlreichen Menüs finden sich klassische Funktionen wie Wecker, Sender-suche und Sleeptimer, aber auch in Radios eher selten anzutreffende Tugenden wie eine Dynamikreduzierung und ein Equalizer.

    Klanganpassung

    Zum Aufpeppen der Radio- und Bluetooth-Klänge bietet das Digitradio C4 den „MeinEQ“-Equalizer. Hier lassen sich Höhen und Bässe um jeweils 7 Dezibel nach oben und unten regeln. Gerade die Bassunterstützung fanden wir in unserem Test nützlich, da das Digitalradio ab Werk für unsere Ohren etwas schwachbrüstig klang. Eine zusätzliche Loudness-Schaltung erhöht hohe und niedrige Frequenzen gleichermaßen und sorgt dafür, dass auch bei geringen Pegeln alles verständlich bleibt. Auch bei schlechtem UKW-Empfang kann dieser Lautstärke-Boost hilfreich sein. Ein Speichern mehrerer Presets ist nicht möglich. Hinter dem nicht löschbaren, vordefinierten Menüpunkt „Optimal“ versteckt sich lediglich ein Reset der neutralen Klangeinstellungen.
    Neben dem Equalizer bietet das Digitradio C4 zudem eine Dynamik-Komprimierung (DRC), über die sich die Dynamik in zwei Stufen verringern lässt, was für das nächtliche Radiohören nützlich ist.

     

    Im „MeinEQ“-Menü finden sich Anpassungen für Höhen, Tiefen und Loudness.

    Sound von Elac

    Bei der Audio-Sektion setzt Technisat wie bei vielen seiner Radios auf das Know-how der Kieler Klangschmiede Elac. An der Front sind zwei mit Stoff bespannte 10-Watt-Stereolautsprecher verbaut, hinten sollen zwei Bassreflexrohre eine Extraportion Tiefton aus dem kompakten Gehäuse locken.

    Das klappte in unserem Test recht gut – zumindest nachdem wir dem Bass mit dem Equalizer unter die Arme gegriffen hatten. Dann klangen die Trommeln und Fanfaren in Howard Shores epischem „Herr der Ringe“-Score voluminöser und knackiger als bei neutraler Schaltung. Bluetooth- sowie Digitalradio-Klänge erzeugten angesichts der kompakten Größe des C4 eine erstaunlich breite Stereofront. Stimmen von Moderatoren und Podcastern blieben stets gut verständlich und klangen authentisch. Aktuelle Pop-Songs wie „So am I“ von Ava Max tönten mit solider Dynamik – so war Lindsey Stirlings Geige in „Something Wild“ stets gut konturiert heraushörbar. Dies änderte sich selbst bei voll aufgedrehtem  Volume-Regler nicht, auch weil man dem C4 nicht mehr als gehobene Zimmerlautstärke entlocken kann.

    Auf den UKW-Empfang sollte man hingegen nur im Notfall zurückgreifen, denn der klang im Vergleich muffiger, wenig dynamisch, und mitunter leicht verrauscht.                                              

    Der Testbericht Technisat Digitradio C4 (Gesamtwertung: sehr gut, Preis/UVP: 180 Euro) ist in audiovision Ausgabe 12-2019 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

    • Technisat Digitradio C4 (audiovision 12-2019)In den Warenkorb

      Technisat Digitradio C4 (audiovision 12-2019)

      PDF-Download €1,99

    AV-Fazit

    0 sehr gut

    Eine für diese Gerätekategorie sehr gute Klangqualität, eine Bluetooth-Verbindung und ein schickes Display. Das Technisat Digitradio C4 erfüllt seine Rolle als Musiklieferant ausgezeichnet.
    Tobias Schönig

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