Mit dem Headphone (1) bringt der britische Hersteller Nothing ein unkonventiell designtes Over-Ear-Modell für 300 Euro auf den Markt, denn die Treiber verbergen sich in einem schicken Aluminium-Gehäuse. Auch die Bedienung wirkt eigentümlich. Drucktasten steuern Bluetooth, Audioquelle und das Active-Noise-Cancelling. Dank der sechs eingebauten Mikrofone schützt letzteres gut vor Umgebungsgeräuschen. Für die Lautstärke ist eine stufenlose Rolle zuständig, die an ein Mausrad erinnert. Zur Titelwahl befindet sich darunter ein kleiner Kippschalter. Dank gepolstertem Kopfteil und drehbaren Metallbügeln sitzt der 329 Gramm schwere Over-Ear bequem auf.
Breit gefächert
Wirklich herausragend ist das Sounderlebnis. Sowohl Höhen und Mitten als auch Tiefen sind gut aufeinander abgestimmt und sorgen für ein klares, ausbalanciertes Klangbild. Das dürfte auch an den Treibern liegen, die von der britischen Boxenschmiede KEF stammen. Am Lieferumfang wurde ebenfalls nicht gespart. Neben dem obligatorischen USB-C-Ladekabel und der Aux-Strippe bekommt man ein Stoff-Case für die Kopfhörer. Für einen vollen Akku, der 80 Stunden bei mittlerer Lautstärke ohne ANC hält, sind gerade einmal zwei Stunden Ladezeit nötig.
Die zugehörige Nothing-X-App überzeugt mit mannigfaltigen Konfigurationsmöglichkeiten für die Geräuschunterdrückung und einem Bassverstärker. Außerdem bietet diese einen Modus für niedrige Latenz, einen stufenlosen, kreisförmigen Equalizer sowie einen achtstufigen Entzerrer. Zusätzlich stehen Klangprogramme zur Verfügung.

Der Testbericht Nothing Headphone (1) (Gesamtwertung: Sehr gut, Preis/UVP: 300 Euro) ist in audiovision Ausgabe 12-2025 erschienen.
Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.
AV-Fazit
Der stylische Over-Ear-Kopfhörer Nothing Headphone (1) punktet mit einem außergewöhnlichen Design und sattem Klangerlebnis. Mit 300 Euro ist er aber kein Schnäppchen.
Thomas Stuchlik

