Im „Found-Footage“-Horror-Subgenre läuft der Großteil des Films im Stil gefundener Amateur-Videoaufnahmen ab – oft sind es die letzten Zeugnisse Toter oder Vermisster – ein Happy-End darf man also nicht erwarten (siehe Test zu „Host“ hier). Stilprägend sind die Wackel-Handkamera, die Stimme des Kameramanns aus dem Off, Laiendarsteller und der Fokus auf Realismus und ein „Live-dabei-sein“-Gefühl.
„The Blair Witch Projekt“ markierte 1999 den Genre-Urknall, den Trend löste aber erst 2007 der Geister-Grusler „Paranormal Activity“ aus. Die Verwandschaft mit Scripted-Reality- und Mockumentary-Formaten liegt allen Found-Footage-Filmen im Blut.
Als Wortneuschöpfung aus dem englischen „mock“ (vortäuschen, verspotten) und „Documentary“ versteht sich die Mockumentary als fiktionaler Dokumentarfilm, der auf die Nachahmung oder Parodie von Dokumentarfilmen oder Filmgenres abzielt. Dabei werden typische Genremerkmale wie zum Beispiel die Wackelkamera aufgegriffen und in erfundene, stets inszenierte Zusammenhänge gezwungen. Häufi g spielen die Macher hierbei auf Klischees, Gerüchte oder wahre Begebenheiten an. Zu den Paradebeispielen zählen „Mann beisst Hund“ (1992), „Gnadenlos schön“ (1999) oder „Trollhunter“ (2010).
