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    Devialet Reactor 900 (Test)

    5. November 20193 Minuten Lesezeit

    900 Watt Leistung, maximaler Schalldruckpegel von 98 Dezibel und ein Frequenzbereich von 18 Hertz bis 21 Kilohertz: Der 1.300 Euro teure Smartspeaker Devialet Reactor 900 liefert auf dem Papier eindrucksvolle Werte. Und die 4,3 Kilo schwere Box im weißen Gehäuse hat noch mehr zu bieten: Zur Ausstattung gehören AirPlay, Bluetooth, WLAN, die Unterstützung von Spotify Connect sowie UPnP, an klassischen Anschlüssen findet man hingegen lediglich eine 3,5-Millimeter-Buchse für ein Klinkenkabel sowie einen Ethernet-Port. Mit UPnP lassen sich lokal auf einem Computer, Smartphone oder einer Netzwerkfestplatte gespeicherte Inhalte über kompatible Anwendungen und Apps mit bis zu 24 Bit und 192 Kilohertz streamen. Laut Devialet wurden beim Reactor 981 Teile verbaut, die durch 160 Patente geschützt sind.

    Exklusive Klangvorführung

    Devialet setzt bei der Präsentation seiner Lautsprecher auf Exklusivität. Deutschen Kunden werden die Boxen in anspruchsvollem Ambiente im KaDeWe in Berlin, im Kaufhaus Ludwig Beck in München und wenige Meter weiter im Oberpollinger sowie in Frankfurt in der Großen Bockenheimer Straße vorgeführt. Der französische Hersteller hat an seinen Standorten spezielle Klang­erlebnisbereiche eröffnet, damit sich die Kunden voll auf die Musikwiedergabe konzentrieren können.


    Devialet war im Jahr 2007 als Start-up gegründet worden. Das Spitzenmodell Gold Phantom Opéra de Paris kostet 2.900 Euro und leistet 4.500 Watt.

    Steuerung per App

    Das massive Kunststoffgehäuse wirkt wie aus einem Guss, hier gibt es keine Spaltmaße, die Verarbeitung ist exzellent. Die eiförmige Optik ist hingegen gewöhnungsbedürftig. Ist der Lautsprecher mit Strom versorgt und einsatzbereit, signalisiert er dies durch ein kurzes akustisches Statement und das Schwingen der beiden seitlichen Bassmem-brane. Im Inneren werkeln ein Aluminium-Full-Range und zwei Aluminium-Bass-Treiber. Auf der Oberseite sitzen drucksensitive Tasten für Bluetooth, Lautstärke-Regulierung sowie zur Wiedergabe und zum Pausieren von Songs. Die Bluetooth-Kopplung mit einem Smartphone oder Desktop-PC gelang im Test problemlos. Zur Steuerung hat Devialet eine App entwickelt. Während des Setups kann man einen Raumnamen auswählen und den Lautsprecher mit dem WLAN verbinden. Nach zwei Minuten ist die Einrichtung abgeschlossen. Per Smartphone hat man nun direkten Zugriff auf die unterschiedlichen Quellen, kann die Lautstärke über einen virtuellen Drehregler verändern und einen zweiten Reactor 900 einbinden, damit die Devialet-Boxen jetzt im Duo und mit deutlich breiterer Stereobühne und enormer Räumlichkeit aufspielen. Auf einen Equalizer verzichtet der französische Hersteller, die App ist leider nur auf Englisch verfügbar.

    Anschlüsse und Bedienung: Außer Netzwerk- und Klinkenbuchse hat der Reactor 900 wenig zu bieten. Drucksensitive Tasten gestatten eine intuitive Steuerung.

    Kraft wie ein Großer

    Klanglich spielt der Devialet mit seinem Volumen von knapp drei Litern wie ein ausgewachsener Schallwandler auf – kraftvoll, dynamisch, mit sattem Bassfundament und sehr erwachsen. Beeindruckend ist die Tieftonperformance. Der Reactor 900 agiert dann so standfest und wuchtig wie ein Standlautsprecher. Auch in hektischen Sequenzen ist er die Ruhe selbst. Das Gehäuse erweist sich als vollkommen immun gegen störende Schwingungen. Mitten sind sauber betont, Höhen arbeitet das weiße Ei präzise heraus. Auch größere Räume kann der Devialet problemlos beschallen. Lediglich bei XXL-Pegeln büßt er etwas an Klarheit ein.

    In die Unterseite ist ein Gewinde eingelassen, so kann der Lautsprecher auf einem separat erhältlichen Dreibein-Ständer montiert werden. Zum sicheren Transport ist eine spezielle Tragetasche  in extravaganter Optik erhältlich. Wer auf etwas Leistung verzichten kann, für den hat Devialet den 300 Euro günstigeren und „nur“ 600 Watt starken  Reactor 600 im Programm. 

     

    Der Testbericht Devialet Reactor 900 (Gesamtwertung: sehr gut, Preis/UVP: 1300 Euro) ist in audiovision Ausgabe 9-2019 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

    • Devialet Phantom Reactor (audiovision 9-2019)In den Warenkorb

      Devialet Phantom Reactor (audiovision 9-2019)

      PDF-Download €1,99

    AV-Fazit

    0 sehr gut

    Wer auf Extravaganz und beeindruckenden Klang mit satten Bässen steht, macht mit dem Devialet Reactor 900 alles richtig. Ganz billig ist das akustische Lifestyle-Vergnügen aber nicht.
    Jochen Wieloch

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