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    Blu-ray-Filme

    Blu-ray-Test: Spiel mir das Lied vom Tod

    25. Juli 20114 Minuten Lesezeit

    Blu-ray-Test: Spiel mir das Lied vom TodFilm: "Wenn bei John Ford jemand ein Fens­ter aufmacht, blickt er in eine strahlende Zukunft. Wenn er dasselbe bei mir macht, wird er erschossen." Mit diesen Worten brachte Regisseur Sergio Leone einst die Quintessenz seiner erfolgreichen "Dollar"-Trilogie ("Für eine Handvoll Dollar", "Für ein paar Dollar mehr", "Zwei glorreiche Halunken") auf den Punkt: Zynismus. Die drei legendären Italo-Western, die Mitte der Sechziger den Mythos vom dreckigen und unmoralischen Westernhelden aufbauten, machten nicht nur Clint Eastwood zum internationalen Superstar, sondern lösten Leone auch das lang ersehnte Ticket nach Hollywood. Mit ”Spiel mir das Lied vom Tod” schuf er vor über 40 Jahren ein zeitloses Meisterwerk, den Überwestern schlechthin und seinen vermutlich besten Film.

    Die Story: Dabei deutet in der inhaltlichen Kurzbeschreibung nichts auf die Grandiosität dieses Meis­terwerks hin. Ein Namenloser (Charles Bronson) will den Mord an seinem Vater rächen. Dabei mischt er sich in den Kampf zwischen einem skrupellosen Eisenbahnunternehmer, bezahlten Killern (u.a. Henry Fonda in seiner ersten Schurkenrolle) und Siedlern. In der Tat kommt es, trotz zweieinhalbstündiger Laufzeit, auf die minimalistische Handlung gar nicht an. Ist der Film doch im Grunde eine auf Stil degradierte Western-Oper, eine Serie von mehr oder weniger unabhängigen Szenen, optisch einzigartig in Szene gesetzt. Choreographiert rund um den Jahrhundertscore von Ennio Morricone. "Spiel mir das Lied vom Tod" bleibt der unangefochtene Höhepunkt des Italo-Westerns.

    Die Blu-ray: Dessen war sich auch Paramount bewusst und hat bei der audiovisuellen Umsetzung Sorgfalt walten lassen. Egal ob Panorama-Aufnahmen oder die Leone-typischen Close-ups, alles wird HD-würdig  auf die Heimkino-Leinwand gezaubert. Akustisch macht sich hingegen Ernüchterung breit, denn im Gegensatz zum englischen 5.1-Remix bleibt, wie auf der DVD, allen deutschsprachigen Blu-ray-Freunden nur eine klanglich wenig überzeugende Mono-Abmischung.
    Auch beim Bonusmaterial hat man lediglich die DVD-Beiträge portiert. Dafür kann der HD-Kunde zwischen der Kinofassung (2:45:24) und der restaurierten Version (2:46:01) wählen. Neben einem Audiokommentar, auf dem unter anderem Regiekollege John Carpenter und Darstellerin Claudia Cardinale zu Wort kommen, können wir die dreiteilige Hintergrund-Dokumentation uneingeschränkt empfehlen. Von den darin erwähnten entfallenen Szenen fehlt allerdings jede Spur. Auch als Steelboox-Edition und Limited Holzkisten-Version (exklusiv bei Amazon.de) erhältlich.

    Film-Fazit: Italowestern-Klassiker und zugleich zeitloses Meisterwerk von Regie-Titan Sergio Leone.
      
    Bild: Fast  komplett von jedweden Verschmutzungen und Rauschen befreit erstrahlt Sergio Leones 43 Jahre alter Western-Klassiker in neuem Glanz. Doch damit nicht genug, auch die kräftigen Technicolor-Farben sowie die gute Kantenschärfe gefallen. Die Detailzeichnung und Tiefenwirkung können hingegen nicht mit aktuellen Produktionen konkurrieren. Im Gegensatz zur DVD wird das Filmkorn fast durchgehend artefaktfrei reproduziert. Hin und wieder ist der Bildstand etwas unruhig.
     
    Ton: Wie bei Paramount üblich, wurde die deutsche Tonmischung in ihrer ursprünglichen Form, sprich Mono, belassen. Zwar brennt auch der englische 5.1-Upmix (in DTS-HD Master Audio) kein Effektfeuerwerk ab, jedoch nutzt zumindest Ennio Morricones legendäre Musik im Original gelegentlich alle zur Verfügung stehenden Lautsprecher.

    Extras: Wie bei Paramount üblich, wurde die deutsche Tonmischung in ihrer ursprünglichen Form, sprich Mono, belassen. Zwar brennt auch der englische 5.1-Upmix (in DTS-HD Master Audio) kein Effektfeuerwerk ab, jedoch nutzt zumindest Ennio Morricones legendäre Musik im Original gelegentlich alle zur Verfügung stehenden Lautsprecher.

    Blu-ray-Test: Spiel mir das Lied vom Tod

    Blu-ray-Test: Spiel mir das Lied vom Tod 

    Oben: Der deutsche Ton liegt leider nur in Mono vor, die englische Originalversion
    bietet hingegen 5.1-Raumklang. Unten: Der Zuschauer hat die Wahl zwischen der
    Kinoversion und der restaurierten Version.

    Die Wertung   
    Film 6 von 6 Punkten
    Bildqualität 4 von 6 Punkten
    Tonqualität 1 von 6 Punkten
    Bonusmaterial 3 von 6 Punkten
       
    Die technischen Daten  
    Anbieter Paramount
    Originaltitel C’era una volta il West
    Laufzeit 164 Minuten
    FSK ab 16 Jahren
    Bildformat 2,35:1 (1080/24p)
    Ton Deutsch Mono
    Ton Englisch DTS-HD Master Audio 5.1
    BD-Live nein

     

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