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    Blu-ray-Test: Saw 7 – Vollendung

    8. Mai 20114 Minuten Lesezeit

    Test Americas SweetheartsZwei Männer, mit Ketten an ein Rohr gefesselt, erwachen in gegenüberliegenden Ecken eines verdreckten Kellerverließes. Via Diktiergerät bekommen sie Anweisung, das Gegenüber innerhalb von siebeneinhalb Stunden zu töten, sonst müssen beide dran glauben. Fluchtmöglichkeiten gibt es keine, nur eine chirurgische Säge, mit der man bestenfalls Körperteile, nicht aber die eiserne Fessel abtrennen kann.

    Mit dieser klaustrophobischen Prämisse sorgte "Saw" vor acht Jahren für eine Renaissance des Hardcore-Horrors und spielte an den Kinokassen das fast Einhundertfache seiner Produktionskos­ten (1,2 Millionen Dollar) ein. Die unvermeidliche und nur ein Jahr später erschienene Fortsetzung hielt sich an die Spielregeln des Erfolgs, die bereits Jamie Kennedy in "Scream" augenzwinkernd verkündete: 1. Der Bodycount war höher, 2. die Todesszenen waren besser ausgearbeitet und 3. der Bösewicht überlebt, damit aus dem Sequel eine Serie werden kann.

    Mit Teil 7, der den Untertitel "Vollendung" trägt, findet die erfolgreichste Horror-Franchise aller Zeiten nun einen würdigen Abschluss. Ob es sich aber wirklich ausgesägt hat, bleibt abzuwarten. Denn dank 3D war der jüngste Schnetzel-Spaß mit einem Kinoeinspiel von 136 Millionen Dollar auch der erfolgreichste. Und "Freitag der 13te"-Kollege Jason Voorhees hat vorgemacht, dass es trotz aussagekräftiger Filmtitel wie "Das letzte Kapitel" problemlos weitergehen kann. 

    Die Story

    Obwohl die Tötungsmechanismen des Serienkillers Jigsaw nicht nur ausgefallen, sondern auch höchst effizient sind, haben in den ersten sechs Filmen einige Opfer seine Torturen überlebt. Als sich ebendiese Opfer zusammenschließen und Rat bei dem Selbsthilfe-Guru Bobby Dagen (Sean Patrick Flanery) suchen, setzen sie unwissentlich eine neue Welle des Terrors in Gang. Denn noch lange nach seinem Tod läuft das mörderische Säge-Werk von John Cramer alias Jigsaw weiter.

    Die Extras

    Neben der 3D-Version bietet die Blu-ray Standard-Bonus-Kost in Form von 14 Minuten an entfallenen Szenen, einen 14-minütigen Rückblick auf Jigsaws Folterfallen, eine Hand voll Musikvideos, einen Blick hinter die Kulissen sowie eine halbe Stunde an klassischen PR-Interviews. Als ungewöhnliches Goodie gibt es die vier ersten Plätze des "Saw Video Contests" der Webseite www.fantasticzero.com, bei dem User ihre eigenen "Saw"-Kurzfilme einreichen konnten.   

    Ungeschnitten und mehr Extras

    Um eine Indizierung zu vermeiden, veröffentlicht Kinowelt die 3D-Version nur als um rund eine Minute gekürzte FSK-18-Fassung. Wer auf 3D verzichten kann, sollte zur SPIO/JK-Version greifen. Diese birgt nicht nur den ungeschnittenen US-unrated-Cut, sondern zusätzliche Extras in Form von zwei Audiokommentaren, in denen die Autoren ausführlich darauf eingehen, wie das ursprüngliche Script für zwei weitere Teile aussah und welche Szenen wie geändert wurden oder anders geplant waren. Für echte Saw-Fans bietet Kinowelt die ungeschnittene Fassung als limitierte Collecor’s Edition mit 36-seitigem Booklet im Digibook an.            

    Bildqualität

    2D-Qualität: Verglichen mit den Vorgängerfilmen wurde das regelmäßig farbgefil­terte (meist grün oder gelb) Bild nicht so heftig auf schmuddelig getrimmt, die Anfangsszene versprüht gar vollwertiges HD-Flair. Die Detail- und Kantenschärfe ist meist gut, zur HD-Demons­tration eignet sich der Film aufgrund seiner eingeschränkten Tiefenwirkung allerdings weniger.
    3D-Effekt: "Saw 7" gehört zu den besseren dreidimensionalen Real­filmen, die wir bisher gesehen haben. Angefangen bei realistisch durchs Bild schwebenden Bluttropfen (1:08) über plastische Nebelschwaden (16:50) bis hin zu glaubhafter Objektstaffelung. Der Tiefeneindruck ist stets gut, Doppelkonturen und Scherenschnitteffekte sind nur selten ein Problem.

    Tonqualität

    Wie bei den Vorgängerfilmen prasseln fast im Sekundentakt 1a-Surroundeffekte auf den Zuschauer nieder. Denn jede Kamerafahrt, jeder Schwenk und jeder Schnitt wird tonal unterlegt. Wenn Gefahr droht, klinkt sich der Subwoofer ins Geschehen ein. So macht Surround Spaß.       

    Extras

    Entfallene und erweiterte Szenen (13:51), "52 Arten zu sterben / Retrospektive der Fallen von SAW" (14:12), 5 Musikvideos (20:51), Interviews (29:22), "Behind the Scenes" (6:32), "Superfan" (2:37), "Gewinner des Saw Video Contests" (24:22), Trailer.

    Die Wertung   
    Film 5 von 6 Punkten
    Bildqualität 4 von 6 Punkten
    Tonqualität 6 von 6 Punkten
    Bonusmaterial 3 von 6 Punkten
       
    Die technischen Daten  
    Anbieter Kinowelt
    Originaltitel Saw 3D
    Laufzeit 89 Minuten
    FSK ab 18 Jahren
    Bildformat 1,85:1 (1080p/24Hz)
    Ton Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1
    Ton Englisch DTS-HD Master Audio 5.1
    BD-Live ja

     

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