Autor: Christoph Steinecke

Kugelschreibervertreter Bob Ho (Jackie Chan) führt ein Doppelleben als CIA-Superagent. Als er sich in seine alleinerziehende Nachbarin (Amber Valleta) verliebt, erwartet ihn sein schwerster Auftrag: deren Kinder für sich zu gewinnen. Mäßig unterhaltsame Agentenkomödie ohne Blutvergießen, aber mit vielen müden Gags. Bild: Dank guter bis sehr guter Schärfe, vielen Details (Bergkette, 61:04) und toller Tiefenwirkung reicht es zu knappen fünf Punkten. Rauschen sieht nicht immer nach Filmkorn aus. Ton: Räumliche Umgebungsgeräusche kann man an einer Hand abzählen (Insekten bei 60:24) und während der Kung-Fu-Kämpfe fliegen nur vorne die Fetzen. Extras: Interview (3:21), Outtakes (3:16), "Jackie Chan: Stunt Master und Mentor"…

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Nach mehr als einem halben Jahr Arbeit erscheint Volker Schlöndorffs Cannes- und Oscar-Gewinner als 20 Minuten längerer Director’s Cut. In dieser weniger prüden Fassung wirkt die Story vom kleinen Blechtrommler Oskar Matzerath noch politischer und symbolhafter. Bild: Für einen mehr als 30 Jahre alten Film verfügt der 1,66:1-Transfer (seitliche Balken) über eine gute Schärfe und ordentliche Tiefenwirkung, auch der Verschmutzungsgrad ist niedrig. Allerdings fallen immer wieder ein unruhiger Bildstand sowie störendes Helligkeitsflackern und starkes Rauschen in dunklen Bildbereichen auf. Die neuen Szenen fügen sich homogen ins Original ein. Ton: Der auf den Sechs–Kanal–Magnettonbändern basierende 5.1-Track klingt besser als viele Upmix-Kollegen…

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Eigentlich wurde "Kampf der Titanen" nur in 2D gedreht. Doch als "Avatar" aufgrund seiner dreidimensionalen Bilderflut alle Kassen­rekorde brach, konvertierte man das Remake des Ray-Harryhausen-Hits über Perseus (Sam Wor-thington) und seine actionreiche Mission zur Rettung der Menschen vor dem Zorn der Götter kurzerhand am Computer in 3D. Erwartungs­gemäß enttäuschte das Ergebnis: Zum einen fehlen ty­pische 3D-Einstellungen wie auf das Publikum zufliegende Gegenstände, zum anderen baut sich bei normalen Actionszenen nur eine begrenzte Tiefenwirkung auf. Da mutet es schon ironisch an, dass "Kampf der Titanen" der erste Actionfilm ist, der auf Blu-ray in 3D erscheint – allerdings wird die 3D-Fassung zunächst…

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Film: Der homosexuelle Professor George Falconer (oscarnominiert: Colin Firth) verfällt in tiefe Trauer, als sein Partner bei einem Unfall stirbt. Routiniert bereitet er seinen Selbstmord vor – doch dann kommt alles ganz anders. Kühl-ästhetisches wie emotionales Regiedebüt von Modeschöpfer Tom Ford. Bild: Die Schärfe liegt meist auf hohem Niveau. Abzüge gibt es für das Rauschen, das nicht immer nach feinem Filmkorn aussieht, szenenbedingt stark schwankt und sich negativ auf die Detailzeichnung auswirkt. Eine graue Farbpalette prägt die Gegenwartsszenen, warme Goldtöne die Rückblenden. Ton: Abgesehen von einigen wenigen Umgebungsgeräuschen (surrende Insekten oder Wind) und etwas Musik haben die Rears wenig zu…

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Getarnt als Assistent des amerikanischen Botschafters in Paris führt der ehrgeizige CIA-Agent James Reese (Jonathan Rhys Meyers) mit seiner hübschen Freundin (Kasia Smutniak) ein eher ruhiges Dasein. Doch das ändert sich schlagartig, als ihm für einen neuen Fall der laute, ordinäre und draufgängerische Agent Charlie Wax (herrlich durchgeknallt wie einst in "Passwort Swordfish": John Travolta) zur Seite gestellt wird. Auf ihrer Suche nach islamistischen Terroristen prügelt, pöbelt und schießt sich das ungleiche Duo durch Paris. Nach "Transporter", "Taxi" und "96 Hours" hat Luc Bessons Produk­tionsschmiede Eurocorp. mit "From Paris with Love" erneut einen kurzweiligen Actionkracher auf die Beine gestellt, den…

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Im Bonusmaterial erfährt man, wie Alfred Hitchcock vor dem Kinostart von "Psycho" im Juni 1960 verfügte, nach Vorstellungsbeginn niemand mehr in den Saal zu lassen. Ferner riefen Plakate in den Lobbys alle, die den Film gesehen hatten, dazu auf, anderen nichts zu verraten. Der Hintergrund:Nicht nur sollte das Ende des Kult-Thrillers, sondern auch die Tatsache, dass Hauptdarstellerin Janet Leigh in einer der meistzitierten Szenen der Filmgeschichte bereits nach 48 Minuten in der Dusche erstochen wird, geheim bleiben. Auch in den restlichen Extras steht jene Szene im Fokus: Man kann sie sich mit oder ohne das stakkatohafte Streicherstück von Bernard Herrmann…

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Der alkoholabhängige FBI-Beamte Jake Malloy (Sylvester Stallone) wird in ein Therapiezentrum für Poli­zisten eingewiesen. Doch dort treibt ein Serien­mörder sein Unwesen – und ein Patient nach dem anderen kommt auf brutale Weise ums Leben. Klingt spannend, ist aber sterbenslangweilig. Bild: Liegt eine Blu-ray oder DVD im Player – diese Frage stellt man sich bei "D-Tox" angesichts der bescheidenen Detailzeichnung und eingeschränkten Plastizität fortwährend. Da können selbst der geringe Verschmutzungsgrad, das niedrige Rauschniveau und der ausgewogene Kontrastumfang die 2er-Wertung nicht verhindern. Ton: Der weitgefächerte und detailreiche 5.1-Mix unterstreicht die bedrohliche Stimmung optimal. Gegenüber der englischen Tonspur sind Dynamikeinbußen zu verzeichnen. Extras:…

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Die Simultanübersetzerin Silvia Broome (Nicole Kidman) belauscht zufällig ein Mordkomplott gegen einen afrikanischen Diktator, der sich vor der UNO für seine Verbrechen rechtfertigen will. Der eigentlich nur zu ihrem Schutz abgestellte FBI-Agent Keller (Sean Penn) fängt an auf eigene Faust zu ermitteln. Trotz drei Oscar-Preisträgern vor wie hinter der Kamera ein nur mittelmäßiger Politthriller. Bild: New Yorks endlose Straßenschluchten ziehen sich plas­tisch und sehr scharf bis in den Horizont. Auch das leichte Rauschen in dunkelgrauen Bildbereichen wird akkurat reproduziert. Unterm Strich ein tolles HD-Bild. Ton: Regen anfangs quer durch den Raum fahrende Autos den Surround-Appetit an, verliert sich der…

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Der Investmentbanker Nicholas van Orten (Michael Douglas) hat die totale Kontrolle über sein Leben. Bis ihm Bruder Conrad (Sean Penn) zum 48. Geburtstag die Eintrittskarte für ein mysteriöses Spiel schenkt. Faszinierender Psychothriller über die Kontrollierbarkeit menschlicher Existenz. Bild: Traurig, aber wahr: David Finchers Thriller sieht kaum besser aus als auf DVD. Das von erdigen Brauntönen geprägte Cinemascope-Bild ist für HD-Verhältnisse oft zu unscharf und detailarm, nicht selten wirken Einstellungen regelrecht vermatscht und etwas düster (25:25, 42:56). Ton: Die zurückhaltende 5.1-Abmischung klingt über weite Strecken nach ProLogic (wenig Bass, kaum Split-Surround-Effekte). Zudem hört sich die deutsche Stimme von Michael Douglas etwas…

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Die tölpelhafte Ramira wird neue Hausangestellte einer biestigen Witwe. In ihren Aufgabenbereich fällt die Bändigung zweier ungezogener Gören und die Pflege des gelähmten Bruders der Hausherrin. Dabei kommt es zu allerlei slapsticklastigen Unwägbarkeiten, die mehr oder weniger witzig (meistens weniger) mit Parodien auf spanische Filme wie "Pans Labyrinth", "Volver" oder "Rec" kombiniert werden. Bild: So scharf und plastisch muss eine Komödie auf Blu-ray aussehen. Dank der erstklassigen Detailzeichnung des bunten Cinemascope-Transfers erkennt man selbst winzige Einzelheiten (Härchen an einem Pulli, 11:52). Ton: Hier und da verirrt sich ein Surroundeffekt auf die Rears, um einen der vielen Slapstick-Gags akustisch zu untermalen.…

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