Lange war das berufsbedingte Töten von Menschen fest in männlicher Hand – zumindest auf der großen Leinwand. Doch auch vor diesem moralisch fragwürdigen Treiben macht die Gleichberechtigung nicht halt – und so greifen immer öfter Frauen zur Waffe.
Nicht etwa im Auftrag böser Buben, sondern des französischen Geheimdienstes ließ Frankreichs Vorzeige-Regisseur Luc Besson bereits Ende der 1980er-Jahre seine Protagonistin in „Nikita“ den Abzug betätigen. Der Film war so erfolgreich, dass 1993 ein US-Remake („Codename: Nina“) folgte. Doch erst im neuen Jahrtausend avancierte die Profikillerin in Hollywood zur festen Größe. Egal, ob Angelina Jolie in „Salt“ (2010), Saoirse Ronan in „Wer ist Hanna?“, Jessica Chastain in „Ava“ (2020), Charlize Theron in „Atomic Blonde“ (2017) oder Sasha Luss (Bild) in „Anna“ (2019) – die bleihaltigen Choreographien wurden immer durchgestylter und realitätsferner. Auf ein Film-Franchise wie Keanu Reeves als „John Wick“ oder Denzel Washington als „Equalizer“ hat es allerdings noch keine Frau gebracht.
