Mit seinem abgerundeten Gehäuse in Walnuss-Optik versprüht das neue Albrecht-Radio DR760 leichtes Retro-Feeling. Auf 40 Senderspeicher lassen sich Stationen von DAB, DAB+ und UKW legen. Für besseren Empfang dient die ausziehbare Teleskopantenne. Zudem unterstützt das 130 Euro teure Smart-Radio die ASA-Funktion, mit der Warnmeldungen (zum Beispiel bei einer drohenden Überschwemmung) per Radio empfangen werden können. Im Notfall kann sich das Gerät dafür selbst einschalten.
An Komfort-Funktionen gibt es zwei Weckzeiten, einen Sleeptimer und eine Snooze-Funktion. Dazu gesellt sich ein mit 4,3 Zoll relativ großes Farbdisplay. Das verrät nicht nur den Namen von Radiostationen, Interpreten und Songtiteln, sondern auch die Empfangsfrequenz und die Signalstärke. Für den ungestörten Einsatz im Schlafzimmer lässt sich das Display in drei Stufen dimmen. Der DR760 ist für den stationären Betrieb ausgelegt, ein Akku für den mobilen Einsatz ist nicht an Bord.
Stationäre Bedienung
Über zwei Drehregler an der Front justiert man die Lautstärke und navigiert zwischen Sendern und durch die Menüs. Vier weitere Tasten (Info, Preset, Menu, Mode) runden die rudimentäre Bedienung ab. Albrecht verzichtet auf eine Fernbedienung genauso wie auf eine App oder eine Internetanbindung. Die Anschlüsse beschränken sich auf das Nötigste. Neben Bluetooth gibt es an der Rückseite einen Kopfhörerausgang sowie Aux-In (beides 3,5mm).
Im 25 Zentimeter breiten Gehäuse kommt nur ein einzelner Treiber samt Bassreflex mit mageren fünf Watt Leistung zum Einsatz. Dieser gerät recht schnell an sein akustisches Limit. Mitten und Tiefen sind kaum vorhanden, Bässe können hier und da übersteuern – vor allem bei höheren Lautstärken. Dafür gibt es eine gute Sprachverständlichkeit. Fünf Klangprogramme („Normal“, „Klassik“, „Jazz“, „Pop“, „Rock“, „Sprache“) bringen kein wirkliches Plus an Tonqualität und wirken für unsere Ohren mitunter recht dumpf.

Der Testbericht Albrecht DR760 (Gesamtwertung: Befriedigend, Preis/UVP: 130 Euro) ist in audiovision Ausgabe 6-2026 erschienen.
Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.
AV-Fazit
Das 130 Euro teure Smartradio bringt die nötigsten Funktionen mit, besitzt aber nur ein mageres Klangvolumen.
Thomas Stuchlik

